Jimmy und Gonzo kommen nach Worbis
Montag, 27. Mai 2002, 09:03 Uhr
Worbis (nnz). Erstmalig werden im Bärenpark Worbis (Thüringen) zwei Schwarzbären aus Zirkushaltung aufgenommen. Am 31. Mai 2002 werden Jimmy und Gonzo von ihrem Tierhalter mit dem Zirkuswagen gebracht.
Beide Schwarzbären wurden 1989 im Babyzoo Wingst geboren, an einen Dompteur verkauft und zu Zirkusbären ausgebildet. Bis Ende 2001 traten die Bären zusammen in einem Programm mit Hunden und Ziegen auf. Anfang 2002 verstarb ihr Dompteur; die Bären sind seitdem nur noch in ihrem Zirkuswagen eingesperrt. Um diese Haltung auf nur 12 Quadratmeter zu beenden und um zu verhindern, dass sie weiterhin als Zirkusbären auftreten müssen, wandte sich der jetzige Bärenhalter an die Aktion Bärenhilfswerk e.V., dem Trägerverein des Bärenparks.
Seit 1997 wurden im Bärenpark Worbis, einem in Deutschland einmaligen Tierschutzprojekt, elf Braunbären aus enger Käfighaltung bzw. von Behörden beschlagnahmte Tiere aufgenommen (ein Bär musste im Februar aufgrund schwerer körperlicher Leiden, begründet durch jahrelange beengte Zirkushaltung, eingeschläfert werden). Die Bären leben hier auf 40 000 Quadratmeter Wald- und Wiesenfläche gemeinsam mit einem Wolfsrudel und lernen es, ihre ursprünglich verkümmerten natürlichen Instinkte auszuleben. So hielten im letzten Winter fünf Bären eine Winterruhe.
Der Schwarzbär (ursus americanus) ist die häufigste aller acht Großbärenarten. Die heutigen Vorkommen sind vorwiegend auf wenig von Menschen besiedelte Waldgebiete von Nordamerika durch Kanada bis zu den nördlichen Bergen von Mexiko und Südflorida beschränkt. Der Gesamtbestand wird auf ca. 500 000 angesetzt, von dem ca. 40 000 Tiere jährlich erlegt werden, teilweise auch durch Jagdtourismus. Der Schwarzbär ist generell morphologisch dem Braunbären ähnlich, aber kleiner, hat eine schmalere Schnauze, einen kleineren Schädel. In seiner Färbung ist der Schwarzbär sehr variabel; es gibt neben schwarzer Färbungen auch braune, weiße und blaugraue.
Autor: nnzBeide Schwarzbären wurden 1989 im Babyzoo Wingst geboren, an einen Dompteur verkauft und zu Zirkusbären ausgebildet. Bis Ende 2001 traten die Bären zusammen in einem Programm mit Hunden und Ziegen auf. Anfang 2002 verstarb ihr Dompteur; die Bären sind seitdem nur noch in ihrem Zirkuswagen eingesperrt. Um diese Haltung auf nur 12 Quadratmeter zu beenden und um zu verhindern, dass sie weiterhin als Zirkusbären auftreten müssen, wandte sich der jetzige Bärenhalter an die Aktion Bärenhilfswerk e.V., dem Trägerverein des Bärenparks.
Seit 1997 wurden im Bärenpark Worbis, einem in Deutschland einmaligen Tierschutzprojekt, elf Braunbären aus enger Käfighaltung bzw. von Behörden beschlagnahmte Tiere aufgenommen (ein Bär musste im Februar aufgrund schwerer körperlicher Leiden, begründet durch jahrelange beengte Zirkushaltung, eingeschläfert werden). Die Bären leben hier auf 40 000 Quadratmeter Wald- und Wiesenfläche gemeinsam mit einem Wolfsrudel und lernen es, ihre ursprünglich verkümmerten natürlichen Instinkte auszuleben. So hielten im letzten Winter fünf Bären eine Winterruhe.
Der Schwarzbär (ursus americanus) ist die häufigste aller acht Großbärenarten. Die heutigen Vorkommen sind vorwiegend auf wenig von Menschen besiedelte Waldgebiete von Nordamerika durch Kanada bis zu den nördlichen Bergen von Mexiko und Südflorida beschränkt. Der Gesamtbestand wird auf ca. 500 000 angesetzt, von dem ca. 40 000 Tiere jährlich erlegt werden, teilweise auch durch Jagdtourismus. Der Schwarzbär ist generell morphologisch dem Braunbären ähnlich, aber kleiner, hat eine schmalere Schnauze, einen kleineren Schädel. In seiner Färbung ist der Schwarzbär sehr variabel; es gibt neben schwarzer Färbungen auch braune, weiße und blaugraue.
