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Die Prinzen in Nordhausen

Sonntag, 26. Mai 2002, 09:27 Uhr
Nordhausen (nnz). Gestern erlebten rund 3.000 EVN-Geburtstagsgäste den ersten Teil der Party


Fürstliches Konzert

Mit voller Energie

Die Leipziger Prinzen sind eine gesamtdeutsche Kultband und haben doch im Osten immer noch Heimspiele. So auch gestern Abend, als pünktlich zur Eröffnung der großen EVN-Party der Himmel seine Schleusen schloss und der Veranstaltung bestes Frühlingswetter bescherte.

Das nutzten in der Hauptsache ganze Familien und außer den vielen Prinzen-Fans im Areal gab es bestimmt eben so viele Erziehungsberechtigte, die neben dem Konzert auch interessiert die ständig wachsende Begeisterung ihrer Sprösslinge beobachteten.

Eingeleitet wurde die Show vom HAGAZUSSEN-Projekt des Sundhäusers Gerald Michael Fähnrich. Er präsentierte auf der Bühne die Erfolge seines Engagements in der musikalischen Arbeit mit dem Nachwuchs so eindrücklich, dass selbst mdr-Moderator Michael Drevenstedt sich beeindruckt zeigte. Der Chor der „kleinen Hexen“ war ein erster Höhepunkt, der bei einbrechender Dunkelheit vom umjubelten Auftritt der Prinzen getoppt wurde.

Mit Titeln aus ihrem aktuellen Album bereiteten die ehemaligen Sängerknaben das Publikum auf die im zweiten teil folgenden Superhits der Gruppe vor - schon nach wenigen Titeln gab es kein Halten mehr und die Stimmung stieg an zu bester Partylaune.

Davon ließ sich auch das Ordnungspersonal der Firma Media Heck inspirieren und bot der rechten Flanke des Publikums eine stilvolle Rauferei, wobei es darum zu gehen schien, dass die schwarz gekleideten Sicherheitskräfte die anderen mit den gelben Leibchen unterwerfen und ihnen diese Kleidungsstücke abnehmen mussten.

Letztendlich war die Musik der Prinzen allerdings interessanter und die beiden gut aufgelegten Kronprinzen Sebastian und Tobias führten sichtlich wohlgelaunt durch ein sehr professionelles Konzert mit mehreren Zugaben. Den Schlusspunkt bildete ein neuer Song über den Welttorhüter und Fußballnationalmannschaftskapitän Olli Kahn, der erst am Montag in den Handel kommt. (Der Titel, nicht der Kahn ­- der ist ja gerade in Japan). Gedankt wurde es den Prinzen mit heftigem Applaus und vereinzeltem, dafür aber sehr lautstarkem Gequieke (einige Mädels dürften in den nächsten Tagen mit Heiserkeit zu kämpfen haben). Nach zwei Stunden war die Show zu Ende und der örtliche Energieversorger hatte seine Premiere als Konzertveranstalter bestanden. Das Gelände der EVN ist für so große Events bestens geeignet und alle Nordhäuser können nur hoffen, dass es in absehbarer Zeit eine Wiederholung gibt.

Am heutigen Sonntag sind nun die Schlagerfans geladen und wenn ich aus dem Fenster schaue, dann bestärkt sich mein Glaube daran, dass die EVN nicht nur mit den meisten Nordhäusern einen Vertrag hat, sondern auch mit Petrus. Sonne pur und kaum eine Wolke.
Olaf Schulze
Autor: nnz

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