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Neuer Roßmannsbach

Mittwoch, 16. April 2008, 13:05 Uhr
Über den Fortschritt der Arbeiten zum vorsorgenden Hochwasserschutz und naturnahe Entwicklung des Gewässers Roßmannsbach informierte heute Kerstin Windisch vom Gewässerunterhaltungsverband „Harzvorland“.


Das Vorhaben gliedere sich in elf Teilmaßnahmen entlang der Strecke zwischen der Mündung des Roßmannsbaches in die Zorge, im Bereich der Kläranlage Nordhausen, bis zu den Meyer’schen Teichen in der Windlücke. Davon dienen 4 Maßnahmen dem Hochwasserschutz, eine der Infrastruktur und 6 Maßnahmen werden im Rahmen der Renaturierung ausgeführt.

Der Bau der Drosselbauwerke in den drei Rückhaltebecken an der Leimbacher und Bielener Straße sei bereits beendet. "Gemäß den Berechnungsgrundlagen müssen 40.000 Kubikmeter Wasser zurückgehalten werden. Da innerhalb einer Fläche keine vollständige Rückhaltung erfolgen konnte, wurde die Rückhaltung auf drei Flächen aufgeteilt", erklärte Heiko Maulhardt vom beauftragten Ingenieurbüro Meinecke.

Die Arbeiten zum Bau des Rückhaltebeckens 2 an der Ostrower Straße mit einem Rückhaltevolumen von ca. 23.000 m³ seien ebenfalls fast abgeschlossen und am Becken 3 entlang der Bielener Straße werde zurzeit gearbeitet.


In der nächsten Woche beginnen die Erdarbeiten zum Aufbau des Beckens 1 an der Leimbacher Straße Richtung Himmelgarten und zur Errichtung des Rad-Gehweges von Nordhausen nach Himmelgarten - ein Gemeinschaftsvorhaben mit der Stadt Nordhausen.

„Noch im April soll dann der Rossmannsbach naturnah bepflanzt werden. Trotz der ungünstigen Wetterlage, die gerade die Erdarbeiten sehr erschwert hat, befinden sich die Arbeiten im Zeitplan,“ so Frau Windisch. Ebenfalls in das Projekt eingebettet, sei der Bau einer Fußgängerbrücke über den Rössingsbach hinter dem Netto-Markt im Wohngebiet „Töpfer- und Handwege“.


Ein Ziel einer ganzheitlicher Hochwasservorsorge ist es, bereits in den Oberläufen der Gewässer, Oberflächenwasser zurück zu halten und gedrosselt abzugeben, um in den stark beanspruchten Unterläufen, regionaler Bereich zum Beispiel um die Ortslage Windehausen und überregional wie Unstrut, Saale oder Elbe den Hochwasserschutz zu verbessern, "das Wasser muss im Gegensatz zur Vergangenheit dort zurückgehalten werden, wo es anfällt", so Frau Windisch

„Mit dem Rückhalt von ca. 40.000 m³ trägt diese Hochwasserschutzmaßnahme örtlich aber auch überregional hierzu bei. Aus diesem Grund förderte der Freistaat Thüringen in den letzten Jahren gezielt solche nachhaltigen Hochwasserschutzmaßnahmen, wie z. B. auch das Vorhaben an der Gumpe. Das Vorhaben Roßmannsbach ist das erste Vorhaben, welches unter den Vorgaben der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie bewertet und umgesetzt wird", so Kerstin Windisch.
Autor: nnz

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