"Es ist nur eine Schlacht verloren!"
Donnerstag, 23. Mai 2002, 11:41 Uhr
Nordhausen (nnz). In Nordhausen hat heute ein weiteres Unternehmen die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Hier die Details und Hintergründe.
Der Vorstand der Polyonic AG, Dr. Franz Winterberg, hat heute die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beim Amtsgericht Mühlhausen beantragt. Etwas mehr als nach einem Jahr wirft der Firmenchef und -gründer damit das berühmte Handtuch. Hintergrund der jetzigen Situation seien rechtliche Streitigkeiten mit der GAIA-Akkumulatoren GmbH in Nordhausen. Deren Chef war Winterberg, bis er im Jahr 2000 nach eigenen Angaben herausgedrängt wurde. Was damals bis heute folgte, waren verschiedene Prozesse, die Winterberg als Verlierer beenden musste. Maßgeblichen Einfluß sollen damals wie heute die Geldgeber in Holland ausgeübt haben. Dabei geht es um einen Patentstreit und um Wettbewerbsrecht.
Jetzt allerdings will Dr. Winterberg zurückschlagen. Er stellt Strafanzeigen wegen Betrugs gegen die Geschäftsleitung und den Vorstand von GAIA. Die Beziehungen zwischen Winterberg, Polyonic und GAIA stellen sich für den Außenstehenden recht kompliziert dar. Unter dem Strich geht es natürlich um Geld, viel Geld. Da die rechtlichen Patentverhältnisse noch immer nicht geklärt seien, habe Polyonic nie eine reale Chance gehabt, sich mit dem know-how am Markt zu etablieren. Auch deshalb habe Winterberg zu Wochenbeginn eine Feststellungsklage eingereicht. So soll ein einst abgeschlossener Vergleich widerrufen und die Unwirksamkeit der damaligen Kündigung gerichtlich festgestellt werden.
Wie geht es nun weiter? Die Räume im Gewerbegebiet An der Helme sollen verkauft werden, was mit den 11 Mitarbeitern wird, das steht in den Sternen. Winterberg will mit der Mannschaft erst einmal nach Ilfeld umziehen. Parallel dazu will man sich bemühen, die begonnenen Projekte zum Laufen zu bringen. Gespräche mit Interessenten aus der Technologiebranche könnten darüber hinaus bald geführt werden.
Dr. Franz Winterberg ist momentan angeschlagen, diesmal finanziell. Nicht nur die Prozesse haben viel Geld gekostet, auch Unternehmensanteile sind futsch. Jetzt habe ich eine Schlacht verloren, der Krieg aber geht weiter, gibt er sich kämpferisch. Über Qualitäten eines Steh-Auf-Männchens verfügt der Mann seit Jahren.
Autor: nnzDer Vorstand der Polyonic AG, Dr. Franz Winterberg, hat heute die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beim Amtsgericht Mühlhausen beantragt. Etwas mehr als nach einem Jahr wirft der Firmenchef und -gründer damit das berühmte Handtuch. Hintergrund der jetzigen Situation seien rechtliche Streitigkeiten mit der GAIA-Akkumulatoren GmbH in Nordhausen. Deren Chef war Winterberg, bis er im Jahr 2000 nach eigenen Angaben herausgedrängt wurde. Was damals bis heute folgte, waren verschiedene Prozesse, die Winterberg als Verlierer beenden musste. Maßgeblichen Einfluß sollen damals wie heute die Geldgeber in Holland ausgeübt haben. Dabei geht es um einen Patentstreit und um Wettbewerbsrecht.
Jetzt allerdings will Dr. Winterberg zurückschlagen. Er stellt Strafanzeigen wegen Betrugs gegen die Geschäftsleitung und den Vorstand von GAIA. Die Beziehungen zwischen Winterberg, Polyonic und GAIA stellen sich für den Außenstehenden recht kompliziert dar. Unter dem Strich geht es natürlich um Geld, viel Geld. Da die rechtlichen Patentverhältnisse noch immer nicht geklärt seien, habe Polyonic nie eine reale Chance gehabt, sich mit dem know-how am Markt zu etablieren. Auch deshalb habe Winterberg zu Wochenbeginn eine Feststellungsklage eingereicht. So soll ein einst abgeschlossener Vergleich widerrufen und die Unwirksamkeit der damaligen Kündigung gerichtlich festgestellt werden.
Wie geht es nun weiter? Die Räume im Gewerbegebiet An der Helme sollen verkauft werden, was mit den 11 Mitarbeitern wird, das steht in den Sternen. Winterberg will mit der Mannschaft erst einmal nach Ilfeld umziehen. Parallel dazu will man sich bemühen, die begonnenen Projekte zum Laufen zu bringen. Gespräche mit Interessenten aus der Technologiebranche könnten darüber hinaus bald geführt werden.
Dr. Franz Winterberg ist momentan angeschlagen, diesmal finanziell. Nicht nur die Prozesse haben viel Geld gekostet, auch Unternehmensanteile sind futsch. Jetzt habe ich eine Schlacht verloren, der Krieg aber geht weiter, gibt er sich kämpferisch. Über Qualitäten eines Steh-Auf-Männchens verfügt der Mann seit Jahren.
