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Vorstellung eines Kandidaten

Mittwoch, 22. Mai 2002, 15:36 Uhr
Nordhausen (nnz). Mit dem heutigen Tag ist für die FDP im Norden Thüringens der Wahlkampf eröffnet. Der liberale Direktkandidat für den Wahlkreis 190, Dr. Andreas Kniepert, gab sich optimistisch und kämpferisch...


Der Kandidat Sollten die Freien Demokraten in Thüringen bis zum 22. September weiter auf der jetzigen Erfolgswelle schwimmen, dann könnte dem Wahlvolk in den Landkreisen Nordhausen und Eichsfeld zum ersten Mal ein Bundestagsabgeordneter der FDP beschieden sein. So unrealistisch sind diese Vorgaben nicht, denn mit einem Ergebnis von sieben Prozent wären die beiden ersten Plätze der Thüringer Landesliste „drin“. Platz 2 hat Kniepert inne.

Klaus-Dieter Drick, der unentwegte Kreisvorsitzende und oberster Liberaler von rund 70 Mitgliedern, machte am Nachmittag noch einmal deutlich, dass es der Nordhäuser Kreisverband gewesen sei, der den Landesvorsitzenden um die Annahme des Mandates in diesem Wahlkreis gebeten habe. Sollte Andreas Kniepert es schaffen, dann würde es nach seinen Angaben ein Abgeordneten-Trio im Wahlkreis 190 geben: Grund (CDU), Jüttemann (PDS) gelten für die Liberalen auch als künftige Abgeordnete, einzig Ohl (SPD) sei auf Grund seines Listenplatzes ein Wackelkandidat.

Von den Bundestagswahlen erhoffen sich die Liberalen vor Ort natürlich auch einen Aufschwung für die künftigen Aufgaben. Die hat Drick schon fest im Visier: Landtagswahl und Kommunalwahl. Nur mit Rot oder Schwarz sei kommunale oder Landespolitik nicht nur einfältig, sondern auch langweilig. Frischen Wind in Stadträte und Kreistagen gebe es nur mit der Farbe Gelb. Und die FDP im Lande Thüringen sei gegenwärtig dabei, aus dem „Tal der Tränen“ herauszukommen. „Wir wollen unsere Probleme von innen heraus lösen“, meinte Kniepert und will heute schon das Personal für die Landtagswahl mobilisieren. Da soll zwar nicht allzu sehr auf Parteidisziplin gesetzt, aber eine vernünftige Struktur im „Unternehmen FDP“ solle schon aufgebaut werden.

Neue Leute lassen sich am ehesten an der sogenannten Basis finden. Im Landkreis Nordhausen gibt es 76 Liberale, die ein Parteibuch in der Tasche haben. Der Landkreis liege damit aber deutlich über dem Thüringer Schnitt. Bei der Werbung neuer Mitglieder gebe es keine Zielgruppe der Besserverdienenden mehr, die FDP sei nun eine Partei „fürs ganze Volk“.

Die heiße Phase des Wahlkampfes soll im August eingeläutet werden, dann wird die Basis gefragt sein: Beim Plakate kleben zum Beispiel. Und auf diesen wird neben dem Konterfei des Kandidaten natürlich auch die Zahl 18 zu finden sein. Ob das „Guido-Mobil“ allerdings auch den Weg in den hohen Norden finden wird, das konnte heute noch nicht beantwortet werden. Der Norden Thüringens aber sei in den zurückliegenden Jahren sträflich vernachlässigt worden, war heute auch eine liberale Botschaft. Das aber, das waren ja immer die anderen.
Autor: nnz

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