Eine Serie reißt
Donnerstag, 10. April 2008, 13:02 Uhr
Wieder einmal zieht das ewig knisternde Nachbarschaftsderby BSV Eintracht Sondershausen gegen FSV Wacker 90 Nordhausen viele Nordthüringer in seinen Bann. Und viele Nordhäuser werden sich am Samstag wieder auf den Weg in die Vorstadt machen...
Seit geraumer Zeit preisen die Fans in den Foren der jeweiligen Vereinshomepage ihre Mannschaften und begründen, dass man dabei sein muss und warum die eigene Elf besser ist und siegen wird.
Beide Mannschaften haben vom vergangenen Oktober etwas zu korrigieren – Wacker möchte die letzte klare Schlappe beim Pokalspiel auf dem Göldner vergessen machen und Eintracht ebenso die zehn Tage später prompt erfolgte Punktspielniederlage im Albert-Kuntz-Sportplatz.
Aber eine Serie muss reißen, entweder die kleine von Wacker, das seit vier Spieltagen unbesiegt ist, und die demnach selbst bei einem Unentschieden Bestand hätte oder die große Serie der Eintracht von sieben Siegen in Folge (u. a. gegen alle Spitzenmannschaften der Thüringenliga). So oder so – für genügend Gesprächsstoff und Spannung ist bereits im Vorfeld gesorgt.
Sondershausen hat zum letzten Mal Ende November in Heiligenstadt spüren müssen, wie sich eine Punktspielniederlage anfühlt. Andererseits hat Nordhausen seit dem 1. Dezember kein Auswärtsspiel mehr verloren. Holt Eintracht Sonderhausen entgegen dem Märchen der Brüder Grimm vom tapferen Schneiderlein zum achten Streich aus, dann ist meine Hochachtung gewiss. Gelingt dagegen Wacker Nordhausen eine Überraschung – ein Unentschieden wäre bei der augenblicklichen Form der Gastgeber schon eine solche –, dann könnten die Neunziger ihre positive Gesamtbilanz gegen Eintracht weiter ausbauen.
Die sieht nämlich inzwischen so aus: In den fünf Thüringenligavergleichen notierten wir vier Wackererfolge und erst einen Sieg der Eintracht. Immer fielen dabei mindestens drei Treffer, zumeist aber noch viel mehr. Darauf sollten sich die sicherlich vielen Zuschauer ruhig wieder einstellen. In allen 33 Punktspielen nach 1945 in Landesklasse, Bezirksliga, DDR-Liga, Amateur-Oberliga und Thüringenliga gewann Nordhausen 17-mal, Sondershausen 6-mal. 10 Spiele endeten unentschieden.
Die Auswärtsbilanz Wackers sieht sich auch gar nicht so schlecht an: Auf dem Göldner gab es sechs Nordhäuser Siege und sechs Unentschieden, viermal gewannen die Einheimischen. Blicken wir noch weiter in die Geschichtsbücher, so finden wir, dass die kommende Begegnung das 101. Aufeinandertreffen Wackers mit Sondershäuser Mannschaften darstellt.
Darauf sollten die echten Fans aus beiden Lagern stolz sein und sich auf ein gutes Fußballspiel in sportlich fairer Atmosphäre ohne Krawallmacher freuen. Auf zum Göldner!
In der Bezirksliga kommt es am Sonntag um 14.30 Uhr im AKS zur Punktspielpaarung zwischen der in den letzten Wochen erfolglosen Zweiten von Wacker und dem Tabellenführer Treffurt.
Klaus Verkouter
Autor: nnzSeit geraumer Zeit preisen die Fans in den Foren der jeweiligen Vereinshomepage ihre Mannschaften und begründen, dass man dabei sein muss und warum die eigene Elf besser ist und siegen wird.
Beide Mannschaften haben vom vergangenen Oktober etwas zu korrigieren – Wacker möchte die letzte klare Schlappe beim Pokalspiel auf dem Göldner vergessen machen und Eintracht ebenso die zehn Tage später prompt erfolgte Punktspielniederlage im Albert-Kuntz-Sportplatz.
Aber eine Serie muss reißen, entweder die kleine von Wacker, das seit vier Spieltagen unbesiegt ist, und die demnach selbst bei einem Unentschieden Bestand hätte oder die große Serie der Eintracht von sieben Siegen in Folge (u. a. gegen alle Spitzenmannschaften der Thüringenliga). So oder so – für genügend Gesprächsstoff und Spannung ist bereits im Vorfeld gesorgt.
Sondershausen hat zum letzten Mal Ende November in Heiligenstadt spüren müssen, wie sich eine Punktspielniederlage anfühlt. Andererseits hat Nordhausen seit dem 1. Dezember kein Auswärtsspiel mehr verloren. Holt Eintracht Sonderhausen entgegen dem Märchen der Brüder Grimm vom tapferen Schneiderlein zum achten Streich aus, dann ist meine Hochachtung gewiss. Gelingt dagegen Wacker Nordhausen eine Überraschung – ein Unentschieden wäre bei der augenblicklichen Form der Gastgeber schon eine solche –, dann könnten die Neunziger ihre positive Gesamtbilanz gegen Eintracht weiter ausbauen.
Die sieht nämlich inzwischen so aus: In den fünf Thüringenligavergleichen notierten wir vier Wackererfolge und erst einen Sieg der Eintracht. Immer fielen dabei mindestens drei Treffer, zumeist aber noch viel mehr. Darauf sollten sich die sicherlich vielen Zuschauer ruhig wieder einstellen. In allen 33 Punktspielen nach 1945 in Landesklasse, Bezirksliga, DDR-Liga, Amateur-Oberliga und Thüringenliga gewann Nordhausen 17-mal, Sondershausen 6-mal. 10 Spiele endeten unentschieden.
Die Auswärtsbilanz Wackers sieht sich auch gar nicht so schlecht an: Auf dem Göldner gab es sechs Nordhäuser Siege und sechs Unentschieden, viermal gewannen die Einheimischen. Blicken wir noch weiter in die Geschichtsbücher, so finden wir, dass die kommende Begegnung das 101. Aufeinandertreffen Wackers mit Sondershäuser Mannschaften darstellt.
Darauf sollten die echten Fans aus beiden Lagern stolz sein und sich auf ein gutes Fußballspiel in sportlich fairer Atmosphäre ohne Krawallmacher freuen. Auf zum Göldner!
In der Bezirksliga kommt es am Sonntag um 14.30 Uhr im AKS zur Punktspielpaarung zwischen der in den letzten Wochen erfolglosen Zweiten von Wacker und dem Tabellenführer Treffurt.
Klaus Verkouter

