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Mitarbeit am Wittenberger Memorandum

Montag, 20. Mai 2002, 11:55 Uhr
Nordhausen/Wittenberg (nnz). Fragen der Nachhaltigkeit in Kirche und Gesellschaft standen im Mittelpunkt einer dreitätigen Veranstaltung in der Lutherstadt Wittenberg. Mit dabei auch ein Vertreter des Landratsamtes Nordhausen. Hier sein Bericht.


Die Tagung stand unter dem Motto „Von Rio über Johannesburg nach...“. Eingeladen hatte die Evangelische Akademie Sachsen-Anhalt e.V. Sie wollte zehn Jahre nach der Verabschiedung der Agenda 21 auf dem Umwelt- und Entwicklungsgipfel von Rio Bilanz ziehen, inwieweit in Kirche und Gesellschaft nachhaltige Lebens- und Arbeitsweisen Einzug gehalten haben. In den Diskussionsbeiträgen wurde u.a. durch die Präsentation unterschiedlicher Projekte deutlich gemacht, wie Zukunftsbeständigkeit in allen Bereichen des Lebens erreicht werden kann und dass kontinuierliche Agenda 21-Arbeit in diesem Prozesse eine gewichtige Rolle spielt.

Mit Blick auf den bevorstehenden Weltgipfel in Johannesburg Ende August 2002 wurde von den Tagungsteilnehmern ein „Wittenberger Memorandum“ verabschiedet, das 14 Seiten umfasst und in dem Ergebnisse des Rio-Prozesses analysiert und Aufgabenfelder für die nächsten Jahre konkret benannt werden. Darüber hinaus haben Ergänzungsvorschläge hinsichtlich einer intensiveren Zusammenarbeit zwischen kirchlichen Agenda-Gremien und staatlichen Verwaltungen im Dokument ihren Eingang gefunden. Positives Beispiel solcher gemeinsamer Aktionen bilden im Landkreis Nordhausen beispielsweise die jährlich stattfindenden Umweltfesttage.

Das „Wittenberger Memorandum“ wird in der nächsten Woche dem Rat der EKD zugeleitet. Ab Ende Juni kann das Dokument vom Agenda21-Büro des Landratsamtes Nordhausen, Behringstr.3, Zi. 315a, bezogen werden.
Hans-Georg Backhaus
Autor: nnz

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