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Serie gerissen

Samstag, 05. April 2008, 18:12 Uhr
Drei Spiele in Folge gewonnen, dreimal „zu Null“ gespielt. Diese Serie hätte heute vor heimischer Kulisse fortgesetzt werden können. Doch die Wackeren enttäuschten die 312 Zuschauer im Albert-Kuntz-Sportpark...


Freude (Foto: nnz) Freude (Foto: nnz)
Freude über das 2:2 in der 50. Minute

Im Nordthüringen-Duell gegen den 1. SC 1911 Heiligenstadt gab es - rein statistisch gesehen - weder Sieger noch Verlierer. Zum Spielverlauf: Wacker Nordhausen macht von Beginn an Druck nach vorn. Die Abwehr allerdings kommt den Eichsfeldern bei ihren Kontern entgegen. Schon in der achten Minute ein erstes Achtungszeichen. Ein routiniert vorgetragener Angriff der Gäste ließ die Viererkette ziemlich „alt aussehen“. Der Schuss streift am Gehäuse von Schönberger vorbei.

Der erste Schuss aufs Gästetor von Daniel Wiegleb aus 30 Meter nach einer Viertelstunde. Symptomatisch bereits in dieser Spielphase: Der Angriff von Wacker war einfach nicht da. Anders ausgedrückt: Die Bälle landen im gegnerischen Nirgendwo.

Doch die Nordhäuser wollen es wissen, aber mitten in die erneute Druckphase hinein wird die Abwehr erneut klassisch ausgekontert. Ein Heiligenstädter läuft links durch, flankt rein und Held kann sich die Ecke aus 16 Metern aussuchen. 0:1 in der 23. Minute, ein Schock für Mannschaft und Fans gleichermaßen. Zwei Minuten später eine ähnliche Situation, fast das zweite Gästetor. In der 36. Minute dann ein Lattenknaller als Wacker-Tor. Fast verzweifelt mutet der 30-Meter-Schuss von Torsten Klaus zwei Minuten später an.

Dann die 42. Minute: Hauke Lattmann geht links durch, Klaus verlängert die Eingabe, der Ball prallt vom rechten Innenpfosten ab und Lars Pohl haut das Leder aus Nahdistanz ins Netz, der Ausgleich kurz vor der Halbzeitpause, jetzt ab in die Kabine.

Das dachten wohl auch die Zuschauer beim Dauerregen am heutigen Nachmittag. Sie und die Gastgeber hatten die Rechnung ohne das bis dahin tadellose Schiedsrichtergespann gemacht. Der Linienrichter zeigte beim letzten Angriff der Eichsfelder Abseits an oder doch nicht? Dirk Honnef jedoch ließ weiterspielen und erkannte das 1:2-Tor von Möhlhenrich an. Dafür gings nahtlos über in die Kabinen. Minutenlang rätselten die Zuschauer noch über das gerade Gesehene.

Pause vorbei, der Regen bleibt, der Platz wird immer schwerer zu bespielen. In der 50. Minute zieht Sven Pistorius aus 16 Meter ab, der Ausgleich ist erzielt. Wacker ist zwar immer noch bemüht, fast scheinen die Kräfte der Gäste schneller zu schwinden als die der Gastgeber. Ab der 65. Minute werden die Eichsfelder wieder stärker, sie wollen sich mit dem Unentschieden nicht zufrieden geben.

Das Wackerspiel wird zerfahrener, Rückfall in alte, schlimme Zeiten. Bei den wenigen Angriffen ist meist nur ein Stürmer vorn, vier bis fünf Nordhäuser stehen unverständlicherweise in der eigenen Hälfte – schauen zu. Ab der 80. Minute wird das Spiel immer unansehnlicher, auch lässt der Rest der Kräfte nach. Selbst der Wechsel von Alexander Töpfer mit Sören Wenzel bringt nichts – außer einer gelben Karte für den Eingewechselten.

2:2 steht es nach 90 Minuten. Heiligenstadt hat einen Punkt gewonnen, die Nordhäuser zwei verloren. Nur: An Dirk Honnef lag es diesmal nicht.
Autor: nnz

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