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Das müsste doch zu machen sein!

Freitag, 04. April 2008, 16:00 Uhr
Morgen, zum Samstag, eröffnet im Marstall von Sondershausen die Retrospektive des bedeutenden, in Sondershausen geborenen, Künstlers Prof. Ronald Paris. Was sein größter Wunsch ist, verriet der Künstler in einem Pressegespräch...


Anlässlich des 75. Geburtstages des Malers und Grafikers Ronald Paris findet in diesem Jahr eine repräsentative Ausstellung seines bisherigen Lebenswerkes statt.

Ausstellung Ronald Paris (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Ausstellung Ronald Paris (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Heute Vormittag lud der Künstler die Presse zu einem vorab Rundgang ein. Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) freute sich, diesen bedeutenden Künstler in den Mauern der Stadt begrüßen zu dürfen, in dem er feststellte: "Ronald Paris hat seine Geburtsstadt nie aus den Augen verloren. Deshalb war es auch ein Bedürfnis der Stadt Sondershausen diese bedeutende Ausstellung (später Wanderausstellung) zusammen mit der Sparkassen-Kunststiftung für den Kyffhäuserkreis zu organisieren."

Der Kurator der Ausstellung, Prof. Peter Bettenhausen, erläuterte im Vorfeld, dass man zur Ausstellung zwei Jahre der Vorbereitung brauchte, nicht gerechnet die Idee, die noch älter sei. Er sprach auch von den Schwierigkeiten so einer Ausstellung, da der Künstler eigentlich ein Wandmaler sei. Deshalb musste man vor allem auf seine Ölbilder und Gouachen zurückgreifen.

Da Ronald Paris schon immer mit der Stadt Sondershausen sehr verbunden war, äußerte er den Wunsch auch etwas verbleibendes in Sondershausen zu hinterlassen. Dabei dachte er an die Cruciskirche und sagte, es wäre schön, wenn ein Stück Wand für mich abfallen würde. Seine Ehefrau, die mit ihm schon seit über 40 Jahren zusammenlebt, verriet aber noch mehr: Er hat noch nie ein Glasfenster gemalt, und für ihn wäre das Allerschönste, es in der Cruciskirche zu tun. Ronald Paris bestätigtes und sagte, es wäre die Krönung meines Lebenswerkes.

Da kann man doch nur noch sagen, wenn es noch kein geeignetes Fenster im Projekt der Cruciskirche gibt, sollte man doch schnell noch etwas an der Architektur ändern. Es wäre sicher eine sehr wertvolle Bereicherung der Kulturszene der Stadt.

Ausstellung Ronald Paris (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Ausstellung Ronald Paris (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Bürgermeister Joachim Kreyer, Kurator Prof. Peter Bettenhausen, Prof. Ronald Paris , der Vorsitzende der Sparkassen-Kunststiftung für den Kyffhäuserkreis, Karl-Heinz Langhorst, Andreas Böldt, Mitarbeiter der GAZPROM Germania, einem wichtigen Sponsor, Kuratorin Ulrike Hager

Im Rahmen des Pressegesprächs gab der Vorsitzende der Sparkassen-Kunststiftung für den Kyffhäuserkreis, Karl-Heinz Langhorst, im Vorab bekannt, dass es Bestrebungen gibt, das Lebenswerk des Künstlers (zumindest einen wichtigen Teil) hier in Sondershausen zu konzentrieren, was eine sehr umfangreichen und anspruchsvolle Aufgabe sei.

Die Ausstellung ist für den Publikumsverkehr ab 5. April im Marstall von Sondershausen zugänglich und ist bis 29. Mai geöffnet (Di – So. 10:00 bis 17:00 Uhr). Gezeigt werden 70 Hauptwerke aus allen Schaffensperioden.

Eine Ausstellung, die wohl keiner verpassen sollte. Wie sagte der Künstler wörtlich: „Malerei kann keine Welt verändern, aber man kann Bezug nehmen.

Zu den Bildern:
- Der Künstler erläutert an Hand einer ausgestellter Skizzenbücher Werke der Ausstellung
- Der Künstler (rechts) und seine Ehefrau (links)
- Ronald Paris vor seinem Ölbild Brückental
- Sein in den 70er Jahren entstandenes Bild zum Vietnamkrieg hat immer noch aktuellen Bezug (Afghanistan)
- Die Erläuterung seiner Werke
- Zufall oder Absicht? Rundbogen in seinem Bild und Rundbogen in der Ausstellung!
Autor: nnz/kn

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