nnz-online

nnz-Forum: Aufschwung auf dem Gehweg?

Dienstag, 01. April 2008, 16:38 Uhr
Die „Eichsfelder Pforte“, so heißt das Informationsblatt der Gemeinde Sollstedt. In der neuesten Ausgabe sind zwei Fotos und ein Text der Bauverwaltung zu finden. Und diese Info hat es in sich.


Mit den Fotos soll dokumentiert werden, wie verantwortungslos Lkw-Fahrer in Sollstedt mit Gehwegen umgehen. So steht fantasievoll unter einem Bild: „Der Aufschwung kommt! Wozu brauchen wie noch Gehwege?“ Und unter dem anderen Bild ist zu lesen: „Wir Brummis sind überall – wo es uns gefällt. Nach uns kommt der Bauhof.“

Diese Aufmachung brachte nun wieder den betroffenen Unternehmer auf die Palme. Der nnz schildert er die Situation folgendermaßen:

„Die Eichsfelder Pforte-aktuell vom 1. April 2008 lässt so manchen aufmerksamen Leser nach dem diesjährigen Aprilscherz suchen. Vergebens. Dafür wird auf Seite 17 ein Gewerbetreibender für "Beschädigungen in unserer Gemeinde", so die Überschrift des Artikels, angeprangert. Dem kritischen Leser wird dabei der Blutdruck ins Unendliche steigen.

Das auf den Fotos gezeigte Grundstück hat noch viel mehr zu bieten. Eine Ruine im Hintergrund, ein total verwahrlostes Drum Herum, eine Müllkippe (überdacht) und einen Gehweg, nach dem man suchen muss. Wer wird dafür verantwortlich gemacht?

Ohne das 106 Jahre alt werdende Gebäude im Hintergrund wüsste wahrscheinlich außer den paar Hundebesitzern, die dort ungestört ihre Hunde Gassi führen können, niemand, um welchen Gehweg es sich handelt. Diese Gegend zieht keine Spaziergänger zum Verweilen an und Anwohner gibt es dort auch nicht.

Seit fast 20 Jahren ist kein Fußgänger auf dem total zugewachsenen Gehweg zu sehen. Obendrein vermitteln die Fotos einen falschen Eindruck, denn sie zeigen einen Bereich, in dem gar kein Gehweg vorhanden ist und dort, wo der Fußweg beschädigt wurde, war der Verursacher kein Sollstedter Unternehmen, sondern ein LKW von außerhalb.

Noch ein Wort zum Aufschwung, so die Worte des Herrn Polley:
Wenn ein Gewerbebetrieb in Sollstedt Fuß gefasst hat, dann sollte er seitens der Gemeinde nicht mit Füßen getreten werden. Jeder überlegt doch bei solch einer "Unterstützung" sein Gewerbe zu verlagern. Jeder Gewerbetreibende, und hält er auch nur einen Arbeitsplatz vor, verdient Respekt, gerade von den Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung.

Gibt es nicht andere Schandflecke in unserer Gemeinde, die sich z. B. direkt an der B80 in der Ortsdurchfahrt befinden (ehemalige Tankstelle), die das Ansehen unseres Ortes schädigen? Vielleicht könnte der Artikelschreiber einen Teil seiner Zeit und Kraft investieren um nach Wegen zu suchen, um den verödenden Marktplatz mit Leben zu erfüllen. Das wäre gewiss lohnend.

Der im Amts- und Informationsblatt der Gemeinden Sollstedt und Rehungen veröffentlichte Artikel gehört nicht zu den wichtigen Informationen, die einen Bürger der beiden Gemeinden interessieren. Wahrscheinlich sind es die Probleme eines Einzelnen.
Steffen Eckhardt, Sollstedt
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Autor: nnz

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 nnz-online.de