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Sport frei!

Freitag, 17. Mai 2002, 14:26 Uhr
Nordhausen (nnz). Der 8. Juni steht nicht nur im Zeichen des Rolandsfestes, sondern auch unter dem Banner des Sports ­ des Behindertensports. Über die Fitness-Anforderungen an die Sportler und über das genaue Programm hat sich nnz schon einmal im Dauerlauf erkundigt.


Vom 1075-jährigen Stadtjubiläum und vom anstehenden Rolandsfest zwar etwas in den Hintergrund gedrängt, wird beim 13. Lebenshilfefest und den 18. Sportspielen für Behinderte trotzdem keineswegs ein Mangel an Geschäftigkeit erwartet. „Es waren immer bis zu 300 Aktive dabei, dazu kamen mindestens genauso viele Besucher“, so Oda Duderstadt, Mitarbeiterin des Gesundheitsamtes, gegenüber der nnz. „Wobei das Interesse in jedem Jahr zugenommen hat.“

Beide Feste finden am 8. Juni von 9 Uhr bis 13 Uhr als eine große Veranstaltung statt. Dann wird sich die Turnhalle und der Sportplatz der Staatlichen Berufsbildenden Schule für Gesundheit und Soziales auf dem Gelände des Südharz-Krankenhauses in eine kleine Olympia-Arena verwandeln.

Die Sportler kommen überwiegend aus dem Landkreis Nordhausen. Aus den zehn vorgegebenen Sportarten, darunter Kugelstoßen, Weitsprung, Büchsenwerfen, Bowling und Schlängellauf, wählen sie je nach ihren körperlichen Möglichkeiten fünf verschiedene Disziplinen aus, die gewertet werden.

Gegen 11.30 Uhr folgt die Prämierung durch die Rolandgruppe, wobei niemand leer ausgehen wird. „Jeder bekommt eine Urkunde und einen kleinen Preis“, kündigte Eva Koppermann, Vorsitzende der Lebenshilfe Kreisvereinigung Nordhausen e. V. im Pressegespräch an. „Für die Behinderten zählt es nicht, dass sie etwas Großes kriegen, sondern dass sie dabei waren.“

Der unterhaltende Rahmen für die Gäste fehlt natürlich nicht. Neben der Rolandgruppe ist Musik mit überwiegend volkstümlichen Rhythmen genauso dabei wie Vorführungen einer Sportgruppe, der Kehmstedter Schützenverein und ein Flohmarkt der Lebenshilfe. Für die Behinderten wird die Tombola-Trommel kräftig durchgerührt. Der Erlös aus dem Verkauf der Lose steht der Lebenshilfe für die Ausgestaltung des neuen Wohnheimes in der Weimarer Straße zur Verfügung.

Das Fest wird ausschließlich mit Spenden- und Sponsorengeldern auf die Beine gestellt. Fleißige Helfer und Mitarbeiter bei der gesamten Aktion sind die Staatliche Berufsbildende Schule für Gesundheit und Soziales und die ProVita-Akademie. Wer soviel Einsatzbereitschaft belohnen möchte, erscheint am besagten Tag am besagten Ort und, jubelt mit und feuert an.
Autor: mj

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