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Leimbacher Firma bohrt im Eichsfeld

Freitag, 17. Mai 2002, 11:53 Uhr
Nordhausen (nnz). Der Autobahnbau der A 38 ist im Eichsfeld ins Stocken gekommen. Auftretendes Oberflächenwasser gefährdet bestehende Trinkwasserschutzzonen. Eine Leimbacher Firma soll jetzt Abhilfe schaffen.


Für die Ableitung der Oberflächenwasser der Autobahn A 38 zeichnet sich eine akzeptable Lösung ab. Dies erfuhr der CDU-Bundestagsabgeordnete Manfred Grund von IHU-Geschäftsführer Bodo Stadler zur „Nord-Thüringen-Ausstellung“ in Berlin. Die IHU, „Gesellschaft für Ingenieur-, Hydro- und Umweltgeologie mbH“ aus Leimbach, ist von der Autobahnplanungsgesellschaft DEGES mit der Erkundung neuer Trinkwasserbrunnen im Leinetal beauftragt worden.

Für die Oberflächenentwässerung von Autobahn A 38 und deren Brücken müssen bestehende Trinkwasserbrunnen im Leinetal zwischen Leinefelde und Heiligenstadt wegen möglicher Nachteile gesperrt werden. Deshalb werden neue, ergiebige Stellen für Brunnen gesucht. Drei bisher nieder gebrachte Brunnen bringen gute Wasserqualität und liefern etwa 78 Prozent der notwendigen Wassermenge.

Eine vierte Bohrung könnte ein in Qualität und Quantität ausreichendes Wasserangebot gewährleisten, ohne den Wasserspiegel für andere Brunnen abzusenken. Nun solle die DEGES über eine vierte Bohrung entscheiden und durch den Einsatz von Dauerpumpen den Nachweis einer ausreichenden Versorgung antreten, meinte Grund gegenüber der nnz.

Mit den nieder gebrachten Brunnen würde der Weiterbau der A 38 möglich werden. Manfred Grund hofft auf eine baldige Änderung der Trinkwasserschutzzonen an der A 38. Die Gemeinden entlang der Autobahn sollen sich ohne bisherige Einschränkungen entwickeln können. „Eine Lösung zur Zufriedenheit aller ist möglich“, so der Bundestagsabgeordnete Manfred Grund abschließend.
Autor: nnz

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