Nicht der letzte Dreck
Mittwoch, 15. Mai 2002, 13:30 Uhr
Nordhausen(nnz) Heute nutzen zahlreiche Besucher aus dem Landkreis die Möglichkeit einer Stippvisite bei der Kreisabfall-Deponie Nentzelsrode. Über das "Leben" entleerter Verpackungsmaterialien und über ihr Umfeld berichtet nnz.
Seit 9 Uhr tummeln sich auf dem 14,5 Hektar großen Gelände in Nentzelsrode neugierige Besucher. Wie in jedem Jahr sind auch zum heutigen Tag der offenen Tür sämtliche Anlagen zur Besichtigung frei gegeben. Unter der sachkundigen Führung durch die Mitarbeiter der Deponie werden interessierte Gäste über das Terrain geführt und in die "Geheimnisse" der Abfall-Entsorgung und Weiterverarbeitung eingeweiht. Aufgebaute Informationsstände verschiedener Entsorgungs- und Verwertungsfirmen veranschaulichen die Theorie in Wort und Bild und beweisen, dass nicht gleich alles zum alten Eisen gehören muss. Besonders bei Schulklassen findet der Aktionstag großen Anklang.
So erfährt man unter anderem, dass im Jahr 2005 eventuell eine Abfall-Behandlungsanlage auf dem Deponie-Gelände entstehen soll, die die jetzige Form der Entsorgung durch einfache Ablagerung ablösen würde. Doch auch von den Verfahrensweisen zur Müllaufbereitung kann man sich hautnah überzeugen. Das Einatmen der frischen Lüfte aus der Biogas-Anlage steht stellvertretend für das entstehende Gas, mit dem pro Jahr 500 Vierpersonen-Haushalte mit Strom versorgt werden können. Nebenbei fällt nährstoffreicher Kompost an.
Noch ein bisschen höher hinaus geht es bei den Windkrafträdern. Dank ihrer Resistenz gegen Drehwürmer rotieren sie in einem Jahr den Energie-Bedarf von 5.600 Vierpersonen-Haushalten zusammen. Und noch eine Methode, wie man die Gaben der Natur sinnvoll nutzen kann: die Sickerwasser-Kläranlage. Ein Teil des Regenwassers der Anlage wird gesammelt und gereinigt. Nach der Aufbereitung wird es entweder bei der Verarbeitung des Bio-Abfalls eingesetzt oder in die Flüsse geleitet, und so der Natur wieder übergeben.
Neben den Rundgängen konnten verschiedene Fachvorträge am Vormittag zur Information genutzt werden. Unter anderem ging es um die Rekultivierung der Altdeponie, den Agenda-21-Prozess und um regenerative Energietechniken im Landkreis. Von 14 Uhr bis 15 Uhr kann die Papierfabrik in Ilfeld besichtigt werden. Pendelbusse fahren im Stundentakt vom neuen Busbahnhof nach Nentzelsrode und zurück. Auf dem Deponie-Gelände heißt es dann: Immer der Nase nach!
Manuela Jauer
Autor: mj
Seit 9 Uhr tummeln sich auf dem 14,5 Hektar großen Gelände in Nentzelsrode neugierige Besucher. Wie in jedem Jahr sind auch zum heutigen Tag der offenen Tür sämtliche Anlagen zur Besichtigung frei gegeben. Unter der sachkundigen Führung durch die Mitarbeiter der Deponie werden interessierte Gäste über das Terrain geführt und in die "Geheimnisse" der Abfall-Entsorgung und Weiterverarbeitung eingeweiht. Aufgebaute Informationsstände verschiedener Entsorgungs- und Verwertungsfirmen veranschaulichen die Theorie in Wort und Bild und beweisen, dass nicht gleich alles zum alten Eisen gehören muss. Besonders bei Schulklassen findet der Aktionstag großen Anklang.
So erfährt man unter anderem, dass im Jahr 2005 eventuell eine Abfall-Behandlungsanlage auf dem Deponie-Gelände entstehen soll, die die jetzige Form der Entsorgung durch einfache Ablagerung ablösen würde. Doch auch von den Verfahrensweisen zur Müllaufbereitung kann man sich hautnah überzeugen. Das Einatmen der frischen Lüfte aus der Biogas-Anlage steht stellvertretend für das entstehende Gas, mit dem pro Jahr 500 Vierpersonen-Haushalte mit Strom versorgt werden können. Nebenbei fällt nährstoffreicher Kompost an.Noch ein bisschen höher hinaus geht es bei den Windkrafträdern. Dank ihrer Resistenz gegen Drehwürmer rotieren sie in einem Jahr den Energie-Bedarf von 5.600 Vierpersonen-Haushalten zusammen. Und noch eine Methode, wie man die Gaben der Natur sinnvoll nutzen kann: die Sickerwasser-Kläranlage. Ein Teil des Regenwassers der Anlage wird gesammelt und gereinigt. Nach der Aufbereitung wird es entweder bei der Verarbeitung des Bio-Abfalls eingesetzt oder in die Flüsse geleitet, und so der Natur wieder übergeben.
Neben den Rundgängen konnten verschiedene Fachvorträge am Vormittag zur Information genutzt werden. Unter anderem ging es um die Rekultivierung der Altdeponie, den Agenda-21-Prozess und um regenerative Energietechniken im Landkreis. Von 14 Uhr bis 15 Uhr kann die Papierfabrik in Ilfeld besichtigt werden. Pendelbusse fahren im Stundentakt vom neuen Busbahnhof nach Nentzelsrode und zurück. Auf dem Deponie-Gelände heißt es dann: Immer der Nase nach!
Manuela Jauer
