Ende der dicken Luft?
Donnerstag, 20. März 2008, 12:08 Uhr
Hoffnungsvolle Nachrichten kommen dieser Tage von der Darre. Wenn alles gut geht, kommt von dort auch bald bessere Luft.
Zentrale Abluftkamine in 18 ihrer Großställe installiert derzeit die Firma Van Asten Tierzucht Nordhausen GmbH & Co. KG, um die Geruchsbelästigung zu vermindern. Das sagte jetzt Dr. Steffen Sendig, Betriebsleiter des Unternehmens.
Aus den Kaminen wird die Abluft mit einer hohen Geschwindigkeit ausgeblasen. Dadurch wird erreicht, dass die Abluft sofort in höhere Luftschichten gelangt und dort wesentlich besser verwirbelt wird. Außerdem werden die Stallabteile von Unterflur- auf Oberflurabsaugung umgestellt. Beide Maßnahmen werden die Geruchsemissionen erheblich reduzieren, sagte Dr. Sendig.
Das für die Realisierung dieser Maßnahme erforderliche immissionsschutzrechtliche Genehmigungsverfahren beim Landesverwaltungsamt sei inzwischen abgeschlossen. Der Umbau der Anlage soll im Juni abgeschlossen sein.
Vor der Umstellung der Anlagen bzw. des Einbaus der Abluftkamine sei zunächst eine umfangreiche wissenschaftliche Untersuchung durchgeführt worden, da Geruchsminderungsmaßnahmen bei einer so großen und bereits bestehenden Anlage komplexer Natur sind. Zum einen musste geklärt werden, welche Maßnahmen sich überhaupt in relevanter Weise auswirken. Zum andern mussten die Maßnahmen in den vorhandenen Stallanlagen baulich realisierbar sein. Schließlich ist zu berücksichtigen, dass die Maßnahmen auch finanziell realisierbar sein mussten, sagte Dr. Sendig.
Anschließend erfolgt eine Kontrolle durch einen öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen. Ob dann noch weitere geruchsmindernde Maßnahmen durchgeführt werden, wird die Firma van Asten auf der Grundlage der Feststellungen des Sachverständigen mit den zuständigen Behörden klären.
Seit der Inbetriebnahme im Jahr 1997 habe das Unternehmen im Interesse einer weiteren Geruchsreduzierung u.a. die Lüftungsanlage grundlegend saniert, Kühlkanäle installiert, eine Biogasanlage u.a. zur Geruchsreduzierung der Gülle in Betrieb genommen, eine emissionsreduzierende Fütterung und geeignete Haltungsverfahren eingeführt, sowie die Ostseite der Anlage teilweise bepflanzt, sagte der Betriebsleiter.
Mit der jetzigen Maßnahme investiert das Unternehmen van Asten weitere 620.000 Euro in die Reduzierung der Geruchsemissionen.
Nordhausens Bau- und Wirtschaftsdezernentin Inge Klaan lobte das Engagement der Firma zur Minimierung der Geruchsbelästigung für die Stadt: Zum einen, weil der Geruch - ein wirkliches Ärgernis für die Nordhäuserinnen und Nordhäuser - deutlich minimiert wird und zum zweiten, weil es mit der gefundenen Lösung möglich ist, dass das Unternehmen – immerhin ein starker und traditionell verankerter Arbeitgeber - am Standort Nordhausen zukunftsfähig ist.
Die Firma van Asten betreibe seit 1997 die Schweineanlage in Nordhausen. Die Anzahl der Tierplätze sei auf circa 57.000 reduziert worden, während vor der Wende die Zahl der Plätze noch über 90.000 gelegen hat. Der gesamte Betrieb sei seit der Übernahme durch Herrn Van Asten 1997 mit einem Kostenaufwand in Höhe von circa 35 Millionen EUR umfassend saniert worden.
Der Betrieb beschäftigt in Nordhausen circa 90 Vollzeitmitarbeiter und 17 Auszubildende. Insbesondere im Bereich der Futteranlieferung arbeitet die Firma van Asten mit einheimischen Landwirtschaftsbetrieben und Zulieferern zusammen. Sie gehört außerdem zu den größten Lieferanten für den Schlachthof in Nohra/Thüringen, sagte Frau Klaan.
Autor: nnzZentrale Abluftkamine in 18 ihrer Großställe installiert derzeit die Firma Van Asten Tierzucht Nordhausen GmbH & Co. KG, um die Geruchsbelästigung zu vermindern. Das sagte jetzt Dr. Steffen Sendig, Betriebsleiter des Unternehmens.
Aus den Kaminen wird die Abluft mit einer hohen Geschwindigkeit ausgeblasen. Dadurch wird erreicht, dass die Abluft sofort in höhere Luftschichten gelangt und dort wesentlich besser verwirbelt wird. Außerdem werden die Stallabteile von Unterflur- auf Oberflurabsaugung umgestellt. Beide Maßnahmen werden die Geruchsemissionen erheblich reduzieren, sagte Dr. Sendig.
Das für die Realisierung dieser Maßnahme erforderliche immissionsschutzrechtliche Genehmigungsverfahren beim Landesverwaltungsamt sei inzwischen abgeschlossen. Der Umbau der Anlage soll im Juni abgeschlossen sein.
Vor der Umstellung der Anlagen bzw. des Einbaus der Abluftkamine sei zunächst eine umfangreiche wissenschaftliche Untersuchung durchgeführt worden, da Geruchsminderungsmaßnahmen bei einer so großen und bereits bestehenden Anlage komplexer Natur sind. Zum einen musste geklärt werden, welche Maßnahmen sich überhaupt in relevanter Weise auswirken. Zum andern mussten die Maßnahmen in den vorhandenen Stallanlagen baulich realisierbar sein. Schließlich ist zu berücksichtigen, dass die Maßnahmen auch finanziell realisierbar sein mussten, sagte Dr. Sendig.
Anschließend erfolgt eine Kontrolle durch einen öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen. Ob dann noch weitere geruchsmindernde Maßnahmen durchgeführt werden, wird die Firma van Asten auf der Grundlage der Feststellungen des Sachverständigen mit den zuständigen Behörden klären.
Seit der Inbetriebnahme im Jahr 1997 habe das Unternehmen im Interesse einer weiteren Geruchsreduzierung u.a. die Lüftungsanlage grundlegend saniert, Kühlkanäle installiert, eine Biogasanlage u.a. zur Geruchsreduzierung der Gülle in Betrieb genommen, eine emissionsreduzierende Fütterung und geeignete Haltungsverfahren eingeführt, sowie die Ostseite der Anlage teilweise bepflanzt, sagte der Betriebsleiter.
Mit der jetzigen Maßnahme investiert das Unternehmen van Asten weitere 620.000 Euro in die Reduzierung der Geruchsemissionen.
Nordhausens Bau- und Wirtschaftsdezernentin Inge Klaan lobte das Engagement der Firma zur Minimierung der Geruchsbelästigung für die Stadt: Zum einen, weil der Geruch - ein wirkliches Ärgernis für die Nordhäuserinnen und Nordhäuser - deutlich minimiert wird und zum zweiten, weil es mit der gefundenen Lösung möglich ist, dass das Unternehmen – immerhin ein starker und traditionell verankerter Arbeitgeber - am Standort Nordhausen zukunftsfähig ist.
Die Firma van Asten betreibe seit 1997 die Schweineanlage in Nordhausen. Die Anzahl der Tierplätze sei auf circa 57.000 reduziert worden, während vor der Wende die Zahl der Plätze noch über 90.000 gelegen hat. Der gesamte Betrieb sei seit der Übernahme durch Herrn Van Asten 1997 mit einem Kostenaufwand in Höhe von circa 35 Millionen EUR umfassend saniert worden.
Der Betrieb beschäftigt in Nordhausen circa 90 Vollzeitmitarbeiter und 17 Auszubildende. Insbesondere im Bereich der Futteranlieferung arbeitet die Firma van Asten mit einheimischen Landwirtschaftsbetrieben und Zulieferern zusammen. Sie gehört außerdem zu den größten Lieferanten für den Schlachthof in Nohra/Thüringen, sagte Frau Klaan.
