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Zu Besuch bei „Schwester Inge“

Mittwoch, 19. März 2008, 12:24 Uhr
Wenn ein Patient im Nordhäuser Südharz-Krankenhaus nach einer Schwester per Knopfdruck ruft, dann meldet sich „Schwester Inge“. Hinter der Stimme von „Schwester Inge“ verbirgt sich jedoch eine reale Schwester, die sofort diesen zentralen Ruf entgegennimmt und erste Maßnahmen einleiten kann...

"Schwester Inge" (Foto: SHK) "Schwester Inge" (Foto: SHK)
Schwester Doris an ihrem Arbeitsplatz im ComCenter. Hier sind zwei Arbeitsplätze vorhanden. Ein Arbeitsplatz kann bei Bedarf zu Ausbildungszwecken genutzt werden. Modernste Technik ermöglicht eine effiziente Kommunikation zwischen Patient, „Schwester Inge“ und dem medizinischen Personal auf der jeweiligen Station.

Eine solche erste Maßnahmen ist unter anderen die sofortige Verständigung einer Schwester oder eines Arztes auf der Station des rufenden Patienten. Im Nordhäuser Südharz-Krankenhaus ist man jetzt noch einen Schritt weiter gegangen. „Wir haben die Schwestern-Rufanlage mit dem Krankenhaus-Informationssystem verknüpft. Unsere diensthabende „Schwester Inge“ weiß also sofort, wer in dem Bett liegt, von dem aus die Ruftaste gedrückt wurde“, beschreibt der Technische Leiter des Krankenhauses, Bernd Schimmel, die technische Symbiose. Die im ComCenter diensthabende Schwester hat alle notwendigen Daten des Patienten – sein Geschlecht, Name oder Alter. Somit ist eine direkte Ansprache über die Anlage möglich. Auch besondere Patientenmerkmale wie zum Beispiel Schwerhörigkeit sind bekannt.

Die Schwestern-Rufanlage gibt es seit 1993 im Südharz-Krankenhaus, mit den Um- und Neubauten ist auch sie ständig erweitert worden. Komplett erneuert wurde die Anlage mit der Inbetriebnahme des Bettenhauses 3. Die neue Verknüpfung zweier Systeme war schon immer ein Wunsch der Pflegedienstleitung des Hauses. Fazit: Die Anlage hat sich bewährt.
Autor: nnz

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