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Erinnern und mahnen

Dienstag, 18. März 2008, 13:58 Uhr
Die Nordhäuser Falken haben am Vormittag ihr Projekt „Jugend gegen Rechtsextremismus“ gestartet. Am Gebäude der jetzigen Musikschule erinnert nun eine Tafel an die Verschleppung Nordhäuser Juden vor fast 70 Jahren.

Schüler der Lessingschule, dahinter Reiner Schumann von den "Falken" (Foto: psv) Schüler der Lessingschule, dahinter Reiner Schumann von den "Falken" (Foto: psv)

Mit dem Programm „Jugend für Vielfalt“ fördert die Bundesregierung die Entwicklung und Umsetzung von wirksamen Maßnahmen gegen rechtsextremistische Tendenzen, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus insbesondere bei Jugendlichen. Es geht um die Stärkung der Zivilgesellschaft und die Vermittlung von Werten wie Toleranz und Demokratie. Ziel ist, Verständnis für die gemeinsamen Grundwerte und kulturelle Vielfalt zu entwickeln, die Achtung der Menschenwürde zu fördern und jede Form von Extremismus, besonders den Rechtsextremismus zu bekämpfen. Im Rahmen des Bundesprogramms werden dazu lokale Aktionspläne entwickelt. Der lokale Aktionsplan der Stadt Nordhausen beinhaltet 10 Projekte von verschiedenen Projektträgern.

Namen als Mahnung (Foto: nnz) Namen als Mahnung (Foto: nnz) Einer der Projektträger ist der Kinder- und Jugendverband SJD „Die Falken“, Kreisverband Nordhausen in Zusammenarbeit mit der Lessing-Regelschule, dem Schülerclub und dem Nordhäuser Bündnis gegen Rechts. Das Projekt beinhaltet unter anderem ein thematisches Schulfest in der Lessing-Regelschule, den Besuch der Anne-Frank-Gedenkstätte in Amsterdam, eine Sozialraumkonferenz und die Ausstellung „Lebensunwert, zerstörte Leben – Euthanasie und Zwangssterilisation“.

Als Erinnerung an die Opfer der Pogromnacht am 9./10. November 1938 und die Abtransporte der jüdischen Mitbürger Nordhausens in die Vernichtungslager, für die der ehemalige Siechhof die Sammelstelle war, eröffneten die Falken das Projekt feierlich mit der Anbringung einer Gedenktafel an der Cyriakikapelle.
Autor: nnz

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