Schwache Leistung von Wacker
Samstag, 11. Mai 2002, 22:47 Uhr
Nordhausen (nnz). Am 26. Spieltag der Thüringenliga standen sich im Albert-Kuntz-Sportpark der gastgebende FSV Wacker 90 Nordhausen und der 1. SV Gera gegenüber. Sollten die ohnehin geringen Hoffnungen auf dem Klassenerhalt erhalten bleiben, musste Wacker unbedingt gewinnen. nnz-Mitarbeiter Rainer Hellberg hat sich die Begegnung angesehen. Hier sein Bericht.
Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Solange noch die kleinste Chance besteht, doch noch dem Nichtabstiegsplatz zu erreichen, gehen die Männer um Kapitän Jens Ludwig hoch motiviert und voll konzentriert in jedes Spiel. Dank der ausgezeichneten Arbeit von Trainer Jörg Weißhaupt präsentierte sich die Elf seit einigen Wochen in guter Form. Schade nur, dass die ansprechenden Leistungen nicht schon zu Beginn der Rückrunde erreicht wurden, da wäre der Abstiegskampf mit Sicherheit kein Thema gewesen.
Wacker begann auch dieses Spiel sehr couragiert und drangvoll. In der 6. Minute setzte sich Pistorius energisch gegen mehrere Geraer durch. Vor der Strafraumgrenze wurde er von zwei Gegenspielern in die Zange genommen und zu Fall gebracht. Der von Elle getretene Freistoß allerdings ging weit übers Gästetor. Auch ein Freistoß, zwei Minuten später, wurde von Jens Ludwig in aussichtsreicher Position leider überhastet vergeben. Aber die Nordhäuser machten das Spiel, die Geraer verlegten sich nur auf Konter, die allerdings in der ersten Halbzeit sehr spärlich blieben.
Nach zwanzig Minuten hatte Pohl eine gute Möglichkeit, aber sein sehenswerter Kopfball strich knapp über die Latte. Weitere gute Chancen von Pistorius (33./ 38.) und Frank Ludwig (41.) brachten ebenfalls nichts ein. Kurz vor dem Pausenpfiff kämpfte sich Pistorius - neben Frank Ludwig der auffälligste Wacker-Kicker - außen hervorragend durch, seine Flanke konnte ein Geraer nur auf Kosten eines Eckballs klären. Diesen trat Frank Ludwig gefühlvoll auf Adam Kulbacki. Dessen Kopfball schlug unhaltbar im Tor der Gäste ein und brachte die bis dahin verdiente Führung für Wacker.
Mit Beginn der zweiten Halbzeit übernahmen die Geraer die Initiative, während sich Wacker unverständlicherweise in die eigene Hälfte zurück drängen ließ. Vorn wirbelte immer wieder Eichenberger, für den sich bei den Gastgebern keiner zuständig fühlte. Dies sollte sich bald rächen. So in der 48. Minute, als er zwei grobe Abwehrschnitzer von Elle und Jens Ludwig nutzte und ungehindert den Ausgleich erzielte. Kurz darauf ein Abstimmungsfehler in der Hintermannschaft, drei Geraer tauchten plötzlich frei vor dem Kasten von Patrick Michael auf. Der Schuss von Eichenberger verfehlte nur um Millimeter das Tor. Die Wacker-Elf war geschockt, denn nun lief kaum noch etwas zusammen. Als Pistorius verletzungsbedingt ausscheiden musste - für ihn kam Schmidt (56.) - ahnten viele der 175 zahlenden Zuschauer nichts Gutes.
Nur sieben Minuten später folgte eine weiter Schlafmützeneinlage der Nordhäuser Hintermannschaft. Wiederum war es Eichenberger, der das Geschenk annahm und seinen zweiten Treffer markierte. Im Gegenzug hatte Schmidt die einzig gute Wacker-Möglichkeit in der zweiten Halbzeit, aber dessen Schuss verfehlte knapp das Tor. Weißhaupt brachte eine Viertelstunde vor Schluss Wenzel für Prokosch und kurz darauf Facius für Heise. In der 79. Minute erzielt Eichenberger wiederum nach einen eklatanten Abstimmungsfehler der Nordhäuser Abwehr die 3:1-Führung für Gera und schaffte damit einen lupenreinen Hattrick.
Wacker spielte in den zweiten 45 Minuten ideenlos und ohne Biss, so dass der Sieg der Gäste auch in dieser Höhe völlig in Ordnung ging. Mit dieser Niederlage dürften für Wacker nun endgültig alle Hoffnungen auf den Klassenerhalt begraben sein. Am Pfingstmontag um 15 Uhr empfängt die Weißhaupt-Elf die Mannschaft aus Suhl zum fälligen Nachholspiel.
Wacker spielte mit: Michael, Elle, Puc, Nebelung, J. Ludwig, Pohl, Heise (ab 79. Facius), Frank Ludwig, Prokosch (ab 75. Wenzel), Pistorius (ab 56. Schmidt).
Autor: rhDie Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Solange noch die kleinste Chance besteht, doch noch dem Nichtabstiegsplatz zu erreichen, gehen die Männer um Kapitän Jens Ludwig hoch motiviert und voll konzentriert in jedes Spiel. Dank der ausgezeichneten Arbeit von Trainer Jörg Weißhaupt präsentierte sich die Elf seit einigen Wochen in guter Form. Schade nur, dass die ansprechenden Leistungen nicht schon zu Beginn der Rückrunde erreicht wurden, da wäre der Abstiegskampf mit Sicherheit kein Thema gewesen.
Wacker begann auch dieses Spiel sehr couragiert und drangvoll. In der 6. Minute setzte sich Pistorius energisch gegen mehrere Geraer durch. Vor der Strafraumgrenze wurde er von zwei Gegenspielern in die Zange genommen und zu Fall gebracht. Der von Elle getretene Freistoß allerdings ging weit übers Gästetor. Auch ein Freistoß, zwei Minuten später, wurde von Jens Ludwig in aussichtsreicher Position leider überhastet vergeben. Aber die Nordhäuser machten das Spiel, die Geraer verlegten sich nur auf Konter, die allerdings in der ersten Halbzeit sehr spärlich blieben.
Nach zwanzig Minuten hatte Pohl eine gute Möglichkeit, aber sein sehenswerter Kopfball strich knapp über die Latte. Weitere gute Chancen von Pistorius (33./ 38.) und Frank Ludwig (41.) brachten ebenfalls nichts ein. Kurz vor dem Pausenpfiff kämpfte sich Pistorius - neben Frank Ludwig der auffälligste Wacker-Kicker - außen hervorragend durch, seine Flanke konnte ein Geraer nur auf Kosten eines Eckballs klären. Diesen trat Frank Ludwig gefühlvoll auf Adam Kulbacki. Dessen Kopfball schlug unhaltbar im Tor der Gäste ein und brachte die bis dahin verdiente Führung für Wacker.
Mit Beginn der zweiten Halbzeit übernahmen die Geraer die Initiative, während sich Wacker unverständlicherweise in die eigene Hälfte zurück drängen ließ. Vorn wirbelte immer wieder Eichenberger, für den sich bei den Gastgebern keiner zuständig fühlte. Dies sollte sich bald rächen. So in der 48. Minute, als er zwei grobe Abwehrschnitzer von Elle und Jens Ludwig nutzte und ungehindert den Ausgleich erzielte. Kurz darauf ein Abstimmungsfehler in der Hintermannschaft, drei Geraer tauchten plötzlich frei vor dem Kasten von Patrick Michael auf. Der Schuss von Eichenberger verfehlte nur um Millimeter das Tor. Die Wacker-Elf war geschockt, denn nun lief kaum noch etwas zusammen. Als Pistorius verletzungsbedingt ausscheiden musste - für ihn kam Schmidt (56.) - ahnten viele der 175 zahlenden Zuschauer nichts Gutes.
Nur sieben Minuten später folgte eine weiter Schlafmützeneinlage der Nordhäuser Hintermannschaft. Wiederum war es Eichenberger, der das Geschenk annahm und seinen zweiten Treffer markierte. Im Gegenzug hatte Schmidt die einzig gute Wacker-Möglichkeit in der zweiten Halbzeit, aber dessen Schuss verfehlte knapp das Tor. Weißhaupt brachte eine Viertelstunde vor Schluss Wenzel für Prokosch und kurz darauf Facius für Heise. In der 79. Minute erzielt Eichenberger wiederum nach einen eklatanten Abstimmungsfehler der Nordhäuser Abwehr die 3:1-Führung für Gera und schaffte damit einen lupenreinen Hattrick.
Wacker spielte in den zweiten 45 Minuten ideenlos und ohne Biss, so dass der Sieg der Gäste auch in dieser Höhe völlig in Ordnung ging. Mit dieser Niederlage dürften für Wacker nun endgültig alle Hoffnungen auf den Klassenerhalt begraben sein. Am Pfingstmontag um 15 Uhr empfängt die Weißhaupt-Elf die Mannschaft aus Suhl zum fälligen Nachholspiel.
Wacker spielte mit: Michael, Elle, Puc, Nebelung, J. Ludwig, Pohl, Heise (ab 79. Facius), Frank Ludwig, Prokosch (ab 75. Wenzel), Pistorius (ab 56. Schmidt).
