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Vortrag im Geschichtsverein

Donnerstag, 09. Mai 2002, 21:15 Uhr
Nordhausen (nnz). Am kommenden am Mittwoch (15.05.) laden der Nordhäuser Geschichts- und Altertumsverein und der Wissenschaftliche Verein Nordhausen zu einem Vortrag über den Park Hohenrode in das Vereinshaus „Thomas Mann“ ein. nnz-Mitarbeiter Rainer Hellberg hat sich vorab informiert.

Barbara Vogt aus Hannover, deren Diplomarbeit „Park Hohenrode Nordhausen - Geschichte Bestand und Entwicklung eines Villenparkes und Arboretums“ im vergangenen Jahr vom Wissenschaftlichen Verein als Broschüre herausgegeben wurde, geht in ihrem Vortrag besonders auf die Entstehung, die Nutzung, die dendrologischen Besonderheiten, die Entstehung des Parks und der Villa Kneiff, die Erweitung zu Beginn des 20. Jahrhunderts und die Nutzung in der Zeit nach 1945 ein. Fotomaterial und Dokumente ergänzen ihre Ausführungen.

Der etwa 6 Hektar große und botanisch wertvolle Park wurde 1874 von dem Gartenkünstler Heinrich Siesmayr (schuf 1868 den Frankfurter Palmengarten) im Auftrag des Tabakfabrikanten Carl Kneiff angelegt. Zeitgleich erfolgte der Bau der Villa nach den Plänen des 1822 in Petersburg geborenen und seit 1863 in Gotha lebenden Architekten Ludwig Bohnstedt. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde durch Fritz Kneiff die Außenanlage auf etwa 10 Hektar erweitert und teilweise neu gestaltet.

Das Ende des 2. Weltkrieges und die daraus resultierenden politischen Veränderungen brachten einschneidende Veränderungen für die dendrologisch einmalige Anlage und die Villa, die ab 1948 vom Institut für Lehrerbildung genutzt wurde. 1980 stellte man sowohl den Park als auch die Villa unter Naturschutz. Seitdem verwildert die dendrologisch wertvolle Außenanlage und die das Gebäude, sehr zum Unmut der Nordhäuser. Verhandlungen zwischen der Stadt, die Kaufinteresse bekundet, und den Eigentümerin, führten bislang jedoch zu keinem Ergebnis.

Interessierte sind zu dem Vortrag von Barbara Vogt herzlich willkommen. Beginn ist 19.30 Uhr.
Autor: rh

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