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nnz-Forum: „König DJ“ im Star Bowling?

Mittwoch, 12. März 2008, 07:06 Uhr
Wer sich längere Zeit nicht sieht, der will gern was erleben. Gemeinsam. Wer bowlen will, will nicht unbedingt zur Disco. Ein solches Verwechslungserlebnis hatten jüngst sieben junge Leute in Nordhausen.


Aufgrund verschiedener Standorte der Universitäten oder verschiedenen Studiengängen, können sich Freunde aus ihrem gemeinsamen Heimatorten nur in den Semesterferien oder an Wochenenden, wenn überhaupt, treffen. So auch wir, eine gemütliche Runde von sieben Freunden, welche sich am vergangenem Samstag, den 8.03.2008, die Bahn 2 im „Star Bowling Nordhausen“ reserviert hatten, um sich bei einem Bowlingabend wieder zu sehen und mal wieder zu plaudern.

Ab circa 20:15 Uhr tönte plötzlich mega-laute Musik aus den Boxen des „Disc Jockeys“, bei welcher die hohen Töne die „Normal-Frequenz“ unangenehm überstiegen. Auf Anfrage unsererseits die Musik ein wenig leiser zu drehen, entgegnete uns der „Disc Jockey“ mit unfreundlichen und spitzen Antworten, die weder zu einer konstruktiven Konversation führten, noch zu einer Lösung des Problems. Lediglich meinte er, es sei heute „Party Bowlen“, ob wir das nicht wüßten. (Wußten wir leider nicht und gehen auch nicht davon ab, das eine Unterhaltung beim „Party-Bowlen“ nicht erwünscht ist...).

Auch konnte er es nicht unterlassen, seine arroganten und destruktiven Bemerkungen uns gegenüber (durch sein Mikrofon) einzustellen - vielleicht um damit seine Position zu stärken? Mehrere Gesprächsanläufe unsererseits führten seinerseits zu verbalen Beleidigungen uns gegenüber (einer unserer Freundinnen trieb es buchstäblich die Tränen in die Augen, nachdem sie der „Unterhalter“ abgekanzelt hatte). Sein Mitteilungsbedürfnis zwang ihn auch, allen anderen Gästen scheinbar amüsiert zu berichten, dass es „die Leute von der Bahn 2“ zu laut finden.

Nach einem Blickwechsel mit einer unserer Freundinnen tönte es durch das Mikro: “...das kannste lassen...“(Er „duzte“ uns übrigens permanent, obwohl wir ihn „siezten“). Unter unseren Freunden befanden sich 5 Hobby-Musiker (mit Band-, und Live-Musikerfahrung), welche einschätzen können, wann es an der Zeit ist, das Gehör zu schonen, evtl. mit Hilfe von Ohropax, was hier eindeutig vonnöten gewesen wäre! Solch ein Gebaren verstehen wir nicht unter Gastfreundschaft und können das Verhalten dieses Herren weder nachvollziehen, noch akzeptieren!

Gern verurteilt unsere Gesellschaft Jugendliche bzw. Jungerwachsene auf Grund ihrer fehlenden Umgangsformen – aber Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel... wir sind zwischen 17 und 20 Jahre alt – besagter Stimmungsmacher dürfte unser Alter um einiges überschreiten...
Ronja Burgdorf, Franziska Heinrich, Fabian Lehmann, Christoph Collmann, Mathias Engwicht
Claudia Heinrich
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Autor: nnz

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