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Beginnt in Nordhausen ein Krieg?

Dienstag, 07. Mai 2002, 15:50 Uhr
Nordhausen (nnz). In einem „wochenchronologischen“ Anzeigenblatt wird an jedem Wochenende zum Sturm geblasen. Gegen alles, was sich in der Stadt tut. Jetzt reagiert die Spitze des Nordhäuser Rathauses.


„Ich war erschrocken, als ich am Freitagabend - unmittelbar nach der Rückkehr von der Trauerfeier in Erfurt - in einer Zuschrift an eine Wochenzeitung zum Thema Stadterneuerung das Wort Kriegserklärung lesen musste“, sagte heute bei einem Pressegespräch Nordhausens Oberbürgermeisterin Barbara Rinke. „Solche Formulierungen sind eine Form von Gewalttätigkeit, die mir widerstrebt.“ In Nordhausen herrsche - im Gegensatz zu anderen Regionen der Welt - glücklicherweise kein Krieg. „Wir wollen und müssen uns streiten. Aber wir müssen darauf achten, dass wir auch verbal der Gewalt keinen Vorschub leisten“, sagte Rinke. Gerade der Ausbruch der Gewalt an der Erfurter Schule müsse jeden wieder „auf den Teppich zurückbringen.“

Auch Dr. Manfred Schröter, Vorsitzender des Festkomitees „1075 Jahre Nordhausen“ und ehemaliger Bürgermeister der Stadt Nordhausen, bezeichnete bei diesem Pressegespräch die öffentliche Stellungnahmen, die in einem Teil der Presse wiedergegeben würden, als „oft haarsträubend, destruktiv und nicht sachlich.“
Autor: nnz

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