nnz-online

WVN: Zielstellung ist der September

Dienstag, 07. Mai 2002, 09:44 Uhr
Nordhausen (nnz). Im vergangenen Jahr wurde die Nordhäuser Talsperre bei Neustadt in Betrieb genommen. Damit sollte weicheres Wasser in die Leitungen des Nordhäuser Netzes „gespült“ werden. Für nnz-Leser Jürgen Stubbe zeigt das aber keine Auswirkungen. nnz hat nachgefragt.


Kompetenter Ansprechpartner in „Trinkwasserfragen“ ist der Wasserverband Nordhausen (WVN). Dessen Geschäftsführer Ullrich Schardt erläuterte der nnz, dass seit dem vergangenen Jahr dem „harten“ Grundwasser Schritt für Schritt das weichere Talsperrenwasser zugesetzt wird. Das müsse aber behutsam geschehen. Wenn weiches Wasser in zu großen Mengen zugegeben werde, dann komme es zu unangenehmen Reaktionen. Die Fachleute sprechen von einer Kalkaggressivität, die hauptsächlich in metallischen Leitungen auftreten kann. Dieser Effekt verstärkt sich, je länger die Abstinenz des weichen Wassers vorherrschte. In den Nordhäuser Leitungen musste rund drei Jahre verzichtet werden, so lange dauerte die Sanierung der Talsperre. Sollte das weiche Wasser in großen Mengen zugesetzt werden, dann würde sich das Wasser bräunlich färben, eine Begleiterscheinung, die der Wasserverband auf jeden Fall vermeiden will.

Mit dem Öffnen der großen Schieber an der Talsperre wurden täglich 500 Kubikmeter zugeführt, derzeit ist der WVN bei 3.000 Kubikmeter angekommen. Das ist rund die Hälfte der Zielmenge.
Im September soll die optimale Menge an weichem Wasser erreicht sein, verspricht der WVN-Geschäftsführer gegenüber nnz.
Autor: nnz

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 nnz-online.de