Ausstellung "Lutherplatz" eröffnet
Dienstag, 07. Mai 2002, 07:36 Uhr
Nordhausen (nnz). Gestern Abend wurde die Ausstellung Der Lutherplatz in Nordhausen im Foyer des Alten Rathauses eröffnet. Die nnz war für Sie mit dabei und berichtet nochmals ausführlich.
Punkt 18 Uhr eröffnete gestern Oberbürgermeisterin Barbara Rinke die Ausstellung Der Lutherplatz in Nordhausen, Gestern - Heute - Morgen, die gemeinsam von der Umweltakademie Nordthüringen e.V. und der Bürgerinitiative Lutherplatz initiiert wurde. Sie ist Teil des von der Umweltakademie in Kooperation mit dem Landkreis Nordhausen durchgeführten und von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt geförderten Projektes AnSTADT – Zukunftsfähige Stadtentwicklung. Die Präsentation ist noch bis zum 6. Juni 2002 während der Öffnungszeiten der Stadtverwaltung zu sehen. Etwa 60 Bürger hatten sich eingefunden, um sich anhand der Schautafeln über die Entwicklung des Platzes bis zur Neugestaltung zu informieren.
Im Anschluss daran stellte der Künstler Peter Genßler im Bürgersaal des Neuen Rathauses seine Entwürfe für den neuen Brunnen für den Lutherplatz vor. Die Bedeutung von Plätzen in der Stadt erläuterte Oberbürgermeisterin Rinke in einer kurzen Einführung und Jürgen Grönke, Vorsitzender des Nordhäuser Geschichts- und Altertumsverein und Leiter der Unteren Denkmalsbehörde, gab in einem kleinen historischen Exkurs Einblicke in die Entstehung und Bedeutung des Lutherplatzes. Christian Besser, Initiator der Bürgerinitiative Lutherplatz, nannte noch einmal die Beweggründe, die zur Gründung der Bürgerinitiative führten, umriss die Zielstellung und die in mehreren Bürgerversammlungen geäußerten Erwartungen der Anwohner bezüglich der Gestaltung des Platzes. Eine kontrovers geführte Diskussion beendete die interessante und aufschlussreiche Veranstaltung.
Anlässlich der Ausstellungseröffnung sprach Rainer Hellberg mit dem Geschäftsführer des HORIZONT e.V. und Mitbegründer der Bürgerinitiative Lutherplatz, Renè Kübler.
nnz: Herr Kübler, Sie sind Mitbegründer der Bürgerinitiative Lutherplatz. Weshalb wurde diese Bürgerinitiative überhaupt gegründet?
Kübler: In der Konzeption für die Landesgartenschau 2004 war der Lutherplatz nicht enthalten. Von Herrn Christian Besser als Initiator und mir wurde deshalb diese Bürgerinitiative ins Leben gerufen, um den Lutherplatz in die bestehende Konzeption mit aufzunehmen. Ziel dieser Umgestaltung soll die Erhöhung der Lebensqualität und die Attraktivität mit dem Großereignis Landesgartenschau 2004 in Nordhausen sein.
nnz: Als Geschäftsführer des HORIZONT e.V. und Kommunalpolitiker bleibt Ihnen wenig Freizeit. Was hat Sie bewogen, noch zusätzlich in der Bürgerinitiative mitzuarbeiten?
Kübler: Als Stadtratsmitglied weiß ich um die knappen finanziellen Ressourcen, die der Kommune zur Verfügung stehen. Deshalb müssen wir uns als Bürger in Zukunft noch stärker engagieren, um größere Vorhaben überhaupt realisieren zu können. Als Geschäftsführer des HORIZONT e.V. bin ich der Meinung, dass ein Verein, wie der unsere, der hier in der Stadt arbeitet und öffentliche Zuschüsse vom Landkreis und der Stadt Nordhausen in maßgeblicher Höhe erhält, sollte sich bei der Um- und Neugestaltung des Lutherplatzes unbedingt mit einbringen. Wir werden als HORIZONT e.V. ein noch zu benennenden Teilstück bei der Umgestaltung des Platzes übernehmen.
nnz: Wie soll der Lutherplatz nach der Umgestaltung aussehen?
Kübler: Die Kerngruppe der Bürgerinitiative, der etwa acht bis zehn Mitglieder angehören, hat ein Projekt erstellt, das den Belangen der Stadt gerecht wird. So ist vorgesehen, dass eine Baumgruppe im Norden des Platzes einen natürlichen Abschluss zur anliegenden Straße bilden soll. Uns war wichtig, dass der Lutherplatz ein Ruheplatz, eine grüne Oase mit Bewirtschaftungsmöglichkeit wird, dass der Brunnen reaktiviert wird, um auf die Historie des Platzes Bezug zu nehmen. Konzeptionell ist angedacht, ein attraktives Tor zur Altstadt im Einklang mit dem Rathaus-, dem Luther- und dem Postplatz zu schaffen.
nnz: Wann soll mit den Umgestaltungsmaßnahmen begonnen werden?
Kübler: Nachdem wir das Projekt im Beisein von Oberbürgermeisterin Barbara Rinke, der Schirmherrin für dieses Vorhaben, der Stadtverwaltung übergeben haben, wurde uns als Bürgerinitiative zugesichert, dass im Frühjahr 2003 im Anschluss an die Rathausplatzumgestaltung, möglicherweise auch zeitgleich, der Lutherplatz in Angriff genommen wird, so dass die Umgestaltung zur Landesgartenschau 2004 abgeschlossen sein wird.
nnz: Wie sieht es mit der finanziellen Absicherung der Umgestaltung des Lutherplatzes aus?
Kübler: Unser Ziel war es von Anfang an, Sponsoren zu gewinnen. Das haben wir auch geschafft. Etwa 10000 EUR sind an finanziellen Mitteln über Sponsoring zusammengekommen. Außerdem sind uns zur Umgestaltung des Platzes noch Leistungen im Wert von zirka 10.000 EUR von Sponsoren zugesichert worden. Dafür möchten wir uns auf diesem Weg nochmals ganz herzlich bedanken. Der Rest in Höhe von 50.000 EUR, wird von der Stadtverwaltung und der Landesgartenschau GmbH abgedeckt werden.Natürlich sind aber auch weitere Spenden stets willkommen.
nnz: Wie ist die Resonanz der Bürger bezüglich der Umgestaltung des Lutherplatzes?
Kübler: Seit Bestehen der Bürgerinitiative haben wir immer wieder versucht, die Bürger über Presse und Einwurfzettel für das Vorhaben zu sensibilisieren und sie für die Mitarbeit zu gewinnen. Die Resonanz entsprach nicht unseren Erwartungen. Aber ich gehe davon aus, dass die Nordhäuser wohlwollend registrieren, dass dem Lutherplatz eine Aufmerksamkeit zuteil wird, die so im Rahmen der Landesgartenschau-Planung nicht vorgesehen war. Es ist natürlich klar, dass man es bei der Umgestaltung des Platzes nicht allen Bürgern recht machen und nicht alle Wünsche berücksichtigen kann, wie sich beim Stadtgespräch anlässlich der Übergabe des Projektes an die Öffentlichkeit zeigte. Das Äußern von gut gemeinter Kritik ist die eine Seite, das aktive Einbringen in eine Sache, Lösungsvorschläge anbieten, mitwirken bei der Realisierung von Vorhaben, ist die andere Seite. Mehr Bürgerengagement, frei nach Kennedys Worten Frage nicht, was deine Stadt für dich tun kann, sondern frage, was du für deine Stadt tun kannst, ist unbedingt notwendig, wenn unser Nordhausen noch schöner und anziehender werden soll. In diesem Sinn möchte ich an die Bürger, insbesondere an die Anwohner, appellieren, bei der Gestaltung des Lutherplatzes mitzuhelfen.
Spendenkonto: 601 12 25, Kennwort Umgestaltung Lutherplatz, bei der Commerzbank Erfurt, BLZ 820 400 00.
Autor: rhPunkt 18 Uhr eröffnete gestern Oberbürgermeisterin Barbara Rinke die Ausstellung Der Lutherplatz in Nordhausen, Gestern - Heute - Morgen, die gemeinsam von der Umweltakademie Nordthüringen e.V. und der Bürgerinitiative Lutherplatz initiiert wurde. Sie ist Teil des von der Umweltakademie in Kooperation mit dem Landkreis Nordhausen durchgeführten und von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt geförderten Projektes AnSTADT – Zukunftsfähige Stadtentwicklung. Die Präsentation ist noch bis zum 6. Juni 2002 während der Öffnungszeiten der Stadtverwaltung zu sehen. Etwa 60 Bürger hatten sich eingefunden, um sich anhand der Schautafeln über die Entwicklung des Platzes bis zur Neugestaltung zu informieren.
Im Anschluss daran stellte der Künstler Peter Genßler im Bürgersaal des Neuen Rathauses seine Entwürfe für den neuen Brunnen für den Lutherplatz vor. Die Bedeutung von Plätzen in der Stadt erläuterte Oberbürgermeisterin Rinke in einer kurzen Einführung und Jürgen Grönke, Vorsitzender des Nordhäuser Geschichts- und Altertumsverein und Leiter der Unteren Denkmalsbehörde, gab in einem kleinen historischen Exkurs Einblicke in die Entstehung und Bedeutung des Lutherplatzes. Christian Besser, Initiator der Bürgerinitiative Lutherplatz, nannte noch einmal die Beweggründe, die zur Gründung der Bürgerinitiative führten, umriss die Zielstellung und die in mehreren Bürgerversammlungen geäußerten Erwartungen der Anwohner bezüglich der Gestaltung des Platzes. Eine kontrovers geführte Diskussion beendete die interessante und aufschlussreiche Veranstaltung.
Anlässlich der Ausstellungseröffnung sprach Rainer Hellberg mit dem Geschäftsführer des HORIZONT e.V. und Mitbegründer der Bürgerinitiative Lutherplatz, Renè Kübler.
nnz: Herr Kübler, Sie sind Mitbegründer der Bürgerinitiative Lutherplatz. Weshalb wurde diese Bürgerinitiative überhaupt gegründet?
Kübler: In der Konzeption für die Landesgartenschau 2004 war der Lutherplatz nicht enthalten. Von Herrn Christian Besser als Initiator und mir wurde deshalb diese Bürgerinitiative ins Leben gerufen, um den Lutherplatz in die bestehende Konzeption mit aufzunehmen. Ziel dieser Umgestaltung soll die Erhöhung der Lebensqualität und die Attraktivität mit dem Großereignis Landesgartenschau 2004 in Nordhausen sein.
nnz: Als Geschäftsführer des HORIZONT e.V. und Kommunalpolitiker bleibt Ihnen wenig Freizeit. Was hat Sie bewogen, noch zusätzlich in der Bürgerinitiative mitzuarbeiten?
Kübler: Als Stadtratsmitglied weiß ich um die knappen finanziellen Ressourcen, die der Kommune zur Verfügung stehen. Deshalb müssen wir uns als Bürger in Zukunft noch stärker engagieren, um größere Vorhaben überhaupt realisieren zu können. Als Geschäftsführer des HORIZONT e.V. bin ich der Meinung, dass ein Verein, wie der unsere, der hier in der Stadt arbeitet und öffentliche Zuschüsse vom Landkreis und der Stadt Nordhausen in maßgeblicher Höhe erhält, sollte sich bei der Um- und Neugestaltung des Lutherplatzes unbedingt mit einbringen. Wir werden als HORIZONT e.V. ein noch zu benennenden Teilstück bei der Umgestaltung des Platzes übernehmen.
nnz: Wie soll der Lutherplatz nach der Umgestaltung aussehen?
Kübler: Die Kerngruppe der Bürgerinitiative, der etwa acht bis zehn Mitglieder angehören, hat ein Projekt erstellt, das den Belangen der Stadt gerecht wird. So ist vorgesehen, dass eine Baumgruppe im Norden des Platzes einen natürlichen Abschluss zur anliegenden Straße bilden soll. Uns war wichtig, dass der Lutherplatz ein Ruheplatz, eine grüne Oase mit Bewirtschaftungsmöglichkeit wird, dass der Brunnen reaktiviert wird, um auf die Historie des Platzes Bezug zu nehmen. Konzeptionell ist angedacht, ein attraktives Tor zur Altstadt im Einklang mit dem Rathaus-, dem Luther- und dem Postplatz zu schaffen.
nnz: Wann soll mit den Umgestaltungsmaßnahmen begonnen werden?
Kübler: Nachdem wir das Projekt im Beisein von Oberbürgermeisterin Barbara Rinke, der Schirmherrin für dieses Vorhaben, der Stadtverwaltung übergeben haben, wurde uns als Bürgerinitiative zugesichert, dass im Frühjahr 2003 im Anschluss an die Rathausplatzumgestaltung, möglicherweise auch zeitgleich, der Lutherplatz in Angriff genommen wird, so dass die Umgestaltung zur Landesgartenschau 2004 abgeschlossen sein wird.
nnz: Wie sieht es mit der finanziellen Absicherung der Umgestaltung des Lutherplatzes aus?
Kübler: Unser Ziel war es von Anfang an, Sponsoren zu gewinnen. Das haben wir auch geschafft. Etwa 10000 EUR sind an finanziellen Mitteln über Sponsoring zusammengekommen. Außerdem sind uns zur Umgestaltung des Platzes noch Leistungen im Wert von zirka 10.000 EUR von Sponsoren zugesichert worden. Dafür möchten wir uns auf diesem Weg nochmals ganz herzlich bedanken. Der Rest in Höhe von 50.000 EUR, wird von der Stadtverwaltung und der Landesgartenschau GmbH abgedeckt werden.Natürlich sind aber auch weitere Spenden stets willkommen.
nnz: Wie ist die Resonanz der Bürger bezüglich der Umgestaltung des Lutherplatzes?
Kübler: Seit Bestehen der Bürgerinitiative haben wir immer wieder versucht, die Bürger über Presse und Einwurfzettel für das Vorhaben zu sensibilisieren und sie für die Mitarbeit zu gewinnen. Die Resonanz entsprach nicht unseren Erwartungen. Aber ich gehe davon aus, dass die Nordhäuser wohlwollend registrieren, dass dem Lutherplatz eine Aufmerksamkeit zuteil wird, die so im Rahmen der Landesgartenschau-Planung nicht vorgesehen war. Es ist natürlich klar, dass man es bei der Umgestaltung des Platzes nicht allen Bürgern recht machen und nicht alle Wünsche berücksichtigen kann, wie sich beim Stadtgespräch anlässlich der Übergabe des Projektes an die Öffentlichkeit zeigte. Das Äußern von gut gemeinter Kritik ist die eine Seite, das aktive Einbringen in eine Sache, Lösungsvorschläge anbieten, mitwirken bei der Realisierung von Vorhaben, ist die andere Seite. Mehr Bürgerengagement, frei nach Kennedys Worten Frage nicht, was deine Stadt für dich tun kann, sondern frage, was du für deine Stadt tun kannst, ist unbedingt notwendig, wenn unser Nordhausen noch schöner und anziehender werden soll. In diesem Sinn möchte ich an die Bürger, insbesondere an die Anwohner, appellieren, bei der Gestaltung des Lutherplatzes mitzuhelfen.
Spendenkonto: 601 12 25, Kennwort Umgestaltung Lutherplatz, bei der Commerzbank Erfurt, BLZ 820 400 00.
