Tierisch, tierisch
Montag, 03. März 2008, 17:46 Uhr
Die ganze Familie ist Mitte März nach Nordhausen und Sondershausen eingeladen. Was da zu hören sein wird, das haben wir natürlich schon heute erfahren....
Zum 6. Sinfoniekonzert des Loh-Orchesters Sondershausen am 15. und 16. März, in dem unter anderem Camille Saint-Saëns berühmte musikalische Tiershow Der Karneval der Tiere auf dem Programm steht, ist die ganze Familie eingeladen! Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Oliver Weder, dem derzeitigen GMD der Thüringer Landestheater Rudolstadt/Thüringer Symphoniker Saalfeld-Rudolstadt GmbH.
Der Karneval der Tiere ist nicht nur bei Kindern eines seiner beliebtesten Werke. Denn der Komponist lässt hier eine große Tierschar in ebenso plastischer wie äußerst humorvollen Weise lebendig werden, ob nun den Kuckuck oder den Esel, die Kängurus oder den Elefanten, die Fische im Aquarium oder gar Fossilien, die versteinerten Überreste toter Tiere! Dabei nimmt er auch ohne Hemmungen Musik anderer Komponisten aufs Korn, wie Mendelssohn Bartholdys Sommernachtstraum und Offenbachs Can-Can aus der Operette Orpheus in der Unterwelt.
Saint-Saëns schrieb für dieses Stück virtuose Partien für zwei Klaviere, die an diesen Abenden das international gefragte Duo Anna und Ines Walachowski übernimmt. Eingerahmt werden die kurzen Sätze durch den ebenso heiteren wie einfühlsamen Text von Loriot. Es lesen die Schauspielerinnen Uta Haase und Sigrid Herforth.
Recht tierisch geht es auch in Walter Braunfels’ Oper Die Vögel zu, einem Werk, das zwischen 1913 und 1919 entstand. Die Darstellung einer fantastischen Traumwelt im Wolkenkuckucksheim hoch oben in den Lüften geht dabei sicherlich auch auf die Eindrücke des Ersten Weltkrieges zurück. Den Vögeln widmete der Komponist in seiner Oper eine eigene Tanzszene; in der Taubenhochzeit, mit der das Loh-Orchester das Konzert eröffnet, erzählt er eine kleine Geschichte um den Täuberich und seine Braut, das erste Paar, das in Wolkenkuckucksheim einzieht.
Für Kinder komponierte Sergej Prokofjew nicht nur das musikalische Märchen Peter und der Wolf. Nach seiner Rückkehr in die Sowjetunion im Jahr 1936 schrieb er zahlreiche Kinderstücke, darunter die Kindersuite Ein Sommertag, in der ein ganzer Sommertag an den Ohren vorüberzieht.
Eine berühmte Anekdote rankt sich um das Werk, mit dem das Konzert schließt: Beethovens 8. Sinfonie. Denn im 2. Satz dieses humorvollen Werkes soll der Komponist dem Erfinder des Metronoms, Johann Nepomuk Mälzel, ein Denkmal gesetzt haben. Auch wenn dies wohl eine frei erfundene Geschichte ist, erinnern doch die tickenden Sechzehntel an ein aktives Metronom.
Das 6. Sinfoniekonzert des Loh-Orchesters findet im Haus der Kunst Sondershausen am Samstag, den 15. Februar, statt und im Theater Nordhausen am Sonntag, den 16. Februar. Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr. Jeweils um 19.00 Uhr gibt die Konzertdramaturgin Juliane Hirschmann eine Einführung im Foyer. Für Familien gibt es diesmal ein besonderes Angebot: Kinder zahlen in allen Platzgruppen nur 5 Euro! Karten gibt es an der Theaterkasse (Tel. 0 36 31/98 34 52) und an allen Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH.
Autor: nnzZum 6. Sinfoniekonzert des Loh-Orchesters Sondershausen am 15. und 16. März, in dem unter anderem Camille Saint-Saëns berühmte musikalische Tiershow Der Karneval der Tiere auf dem Programm steht, ist die ganze Familie eingeladen! Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Oliver Weder, dem derzeitigen GMD der Thüringer Landestheater Rudolstadt/Thüringer Symphoniker Saalfeld-Rudolstadt GmbH.
Der Karneval der Tiere ist nicht nur bei Kindern eines seiner beliebtesten Werke. Denn der Komponist lässt hier eine große Tierschar in ebenso plastischer wie äußerst humorvollen Weise lebendig werden, ob nun den Kuckuck oder den Esel, die Kängurus oder den Elefanten, die Fische im Aquarium oder gar Fossilien, die versteinerten Überreste toter Tiere! Dabei nimmt er auch ohne Hemmungen Musik anderer Komponisten aufs Korn, wie Mendelssohn Bartholdys Sommernachtstraum und Offenbachs Can-Can aus der Operette Orpheus in der Unterwelt.
Saint-Saëns schrieb für dieses Stück virtuose Partien für zwei Klaviere, die an diesen Abenden das international gefragte Duo Anna und Ines Walachowski übernimmt. Eingerahmt werden die kurzen Sätze durch den ebenso heiteren wie einfühlsamen Text von Loriot. Es lesen die Schauspielerinnen Uta Haase und Sigrid Herforth.
Recht tierisch geht es auch in Walter Braunfels’ Oper Die Vögel zu, einem Werk, das zwischen 1913 und 1919 entstand. Die Darstellung einer fantastischen Traumwelt im Wolkenkuckucksheim hoch oben in den Lüften geht dabei sicherlich auch auf die Eindrücke des Ersten Weltkrieges zurück. Den Vögeln widmete der Komponist in seiner Oper eine eigene Tanzszene; in der Taubenhochzeit, mit der das Loh-Orchester das Konzert eröffnet, erzählt er eine kleine Geschichte um den Täuberich und seine Braut, das erste Paar, das in Wolkenkuckucksheim einzieht.
Für Kinder komponierte Sergej Prokofjew nicht nur das musikalische Märchen Peter und der Wolf. Nach seiner Rückkehr in die Sowjetunion im Jahr 1936 schrieb er zahlreiche Kinderstücke, darunter die Kindersuite Ein Sommertag, in der ein ganzer Sommertag an den Ohren vorüberzieht.
Eine berühmte Anekdote rankt sich um das Werk, mit dem das Konzert schließt: Beethovens 8. Sinfonie. Denn im 2. Satz dieses humorvollen Werkes soll der Komponist dem Erfinder des Metronoms, Johann Nepomuk Mälzel, ein Denkmal gesetzt haben. Auch wenn dies wohl eine frei erfundene Geschichte ist, erinnern doch die tickenden Sechzehntel an ein aktives Metronom.
Das 6. Sinfoniekonzert des Loh-Orchesters findet im Haus der Kunst Sondershausen am Samstag, den 15. Februar, statt und im Theater Nordhausen am Sonntag, den 16. Februar. Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr. Jeweils um 19.00 Uhr gibt die Konzertdramaturgin Juliane Hirschmann eine Einführung im Foyer. Für Familien gibt es diesmal ein besonderes Angebot: Kinder zahlen in allen Platzgruppen nur 5 Euro! Karten gibt es an der Theaterkasse (Tel. 0 36 31/98 34 52) und an allen Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH.
