nnz-online

Jetzt gilt es

Donnerstag, 28. Februar 2008, 19:24 Uhr
Am Samstag wird es ernst für Wacker Nordhausen. Die Jungs um Burkhard Venth starten nach der Winterpause in Schmölln. Venth ist im Grund genommen optimistisch. Aber auch Sorgen gibt es. Die nnz sprach mit dem Trainer...


Mit einem Minikader konnte Burkhard Venth die Vorbereitungsphase zu Ende bringen. In den ersten drei Wochen sei alles richtig rund gelaufen, die beiden Neuen (Torsten Klaus und Daniel Wiegleb) hätten sich gut in das Gefüge der Mannschaft eingebracht. Dann kam die Magen-Darm-Erkrankung von vier Spielern, dazu die langwierigen Verletzungen von Alexander Töpfer und Jacek Ciesla. Damit aber nicht Schluß, Martin Hirschelmann laboriert an einer Herzbeutelentzündung. Das alles machte die Findung im neuen Spielsystem nicht leichter.

Die Vierer-Kette, davor der Doppel-Sechser und ein variabler Angriff – dass soll das sportliche Erfolgsrezept sein, „das ziehe ich jetzt durch!“ Doch Sebastian Elle als einer der „Sechser“ wird gegen Schmölln nicht dabei sein, die beiden Steinbergs können nicht kontinuierlich trainieren. Von Notelf will Venth nichts wissen, „wir müssen Erfolgserlebnisse einfahren, durch die derzeitige Situation müssen wir durch“, gibt der Coach die Richtung vor.

Und die heißt erst einmal Ostthüringen. Gegen Schmölln soll und muss die Schmach des Heimspiels wettgemacht werden. Im Tor wird Dominik Schönberger stehen. Er erhält den Vorzug vor Christian Finsterbusch, der jedoch „seine Probleme überwunden hat. Christian hat den notwendigen Wandel vollzogen, auch er wird seine Chance erhalten“, ist sich Venth sicher. Torsten Klaus soll als Spitze wirbeln, dahinter lauern Lars Pohl und Sven Pistorius. So eröffnen sich diesem Trio und dem Trainer eine Vielzahl von Möglichkeiten des taktischen Agierens. Trotzdem: Momentan ist also die personelle Situation nicht gerade rosig, Burkhard Venth kann lediglich auf 13 Jungs zurückgreifen, da erhält das Wort Reserve für die 2. Mannschaft seine wahre Bedeutung.

Mit Blick auf die kommende Saison wird Venth ernst. „So wie in dieser Saison kann und darf es nicht weitergehen. Vor allem ist das Präsidium nun gefragt. Von immenser Wichtigkeit für den Verein ist die Arbeit mit Sponsoren“, argumentiert der Fussballlehrer und meint damit eher die Bereitstellung von Arbeitsplätzen für die jetzigen, aber auch für künftige Spieler.

Nach nnz-Informationen sind in den zurückliegenden Monaten intensive Gespräche mit guten Spielern geführt worden, die auch gern in Nordhausen für Wacker an den Ball getreten hätten. Allerdings: Es gab keine Arbeitsplätze. „Wenn die Jungs einen soliden Job haben, dann ist in ihren Köpfen auch viel Platz für den Fussball. Hier müssen alle gefragt sein. Die Bereitstellung eines Arbeits- oder eines Ausbildungsplatzes ist für mich momentan das effektivere Sponsoring. Gerade in der wirtschaftlichen Konjunktur muss es allen am Verein Interessierten gelingen, dieses Problem zu lösen“, sagte Burkhard Venth im nnz-Gespräch.

Was wünscht der Mann sich? Einen stabilen 18ner Kader, der „in Lohn und Brot steht“, eine Region, die hinter dem Verein steht und einen Sieg gegen Schmölln. Schließlich weiß der erfahrene Trainer wie wichtig ein erfolgreicher Auftakt sein wird. Dann können die Wackeren mit breiter Brust eine Woche später den „heiligen Fussballrasen“ vor heimischer Kulisse betreten. Ach ja, mehr Zuschauer wünscht sich Burkhard Venth auch...
Autor: nnz

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 nnz-online.de