Weniger Unfälle, weniger Tote
Mittwoch, 27. Februar 2008, 12:51 Uhr
Alle 53 Minuten hat sich im vergangenen Jahr ein Verkehrsunfall in Nordthüringen ereignet. Alle elf Tage – statistisch gesehen – wurde dabei ein Mensch getötet. Die komplette Unfallbilanz wurde am Vormittag in Nordhausen vorgestellt und wir haben die Einzelheiten...
Exakt 9.890 mal krachte es im vergangenen Jahr auf den Straßen in Nordthüringen. Dabei wurden 1.840 Menschen verletzt, 34 verloren ihr Leben. Vor allem bei den Unfallopfern mit schweren Verletzungen aber auch bei den Getöteten sind die Zahlen gegenüber 2006 rückläufig. Es sind die niedrigsten Werte seit 1993 überhaupt. Diese Zahlen sind insbesondere vor dem Hintergrund einer ständig zunehmenden Zahl zugelassener Kraftfahrzeuge bei kontinuierlich abnehmender Bevölkerung als positiv einzuschätzen.
Von 2000 bis 2006 hatten die vier Nordthüringer Landkreise rund 25.000 Menschen verloren, die Zahl der Kraftfahrzeuge stieg jedoch im gleichen Zeitraum von 258.000 auf 271.000 an.
Interessant erscheint ein Blick auf die zeitliche Verteilung der Unfälle und die Unfallursachen. Immer noch sind nicht angepaßte oder überhöhte Geschwindigkeit sowie das Nichtbeachten der Vorfahrt die häufigsten Unfallursachen. Im Jahresverlauf ereignen sich die meisten Unfälle zwischen Juli und November. Der Freitag ist der Wochentag, an dem es am meisten krachte und die größte Unfallhäufigkeit wird zwischen 14 Uhr und 18 Uhr registriert.
Während in der Altersgruppe zwischen 6 und 17 Jahren sowie bei den über 60jährigen eine deutliche Abnahme der verletzten Personen zu verzeichnen ist, geht die Zahl der 25- bis 60jährigen rapide nach oben. Besonders aktiv am Unfallgeschehen beteiligt waren auch im vergangenen Jahr die so genannten jungen Fahrer. Darunter verstehen die Polizeibeamten die Altersgruppe 18 bis 25 Jahre. Sie haben einen Anteil von 27,6 Prozent aller verunglückten Kraftfahrer zu verzeichnen, trotz zahlreicher präventiver Maßnahmen, hier insbesondere in Zusammenarbeit mit der jeweiligen Kreisverkehrswacht.
Eine eigens dafür gebildete Gruppe verfolgt innerhalb der Verkehrspolizeiinspektion die Unfallfluchten. Trotzdem konnten nur knapp 39 Prozent aufgeklärt werden, bei Unfallfluchten mit Personenschaden liegt die Quote bei etwas mehr als 53 Prozent. Kaum eine Chance hat ein Unfallflüchtiger Kraftfahrer allerdings, wenn infolge des von ihm verursachten Unfalls ein Mensch getötet wird. Die beiden Unfallfluchten mit Todesfolge des vergangenen Jahres wurden aufgeklärt.
Einen immer größeren Stellenwert in der Unfallstatistik nimmt das Verkehrsgeschehen auf der Autobahn A 38 ein. Waren es im Jahr 2006 noch 102 Unfälle, die auf dem Gebiet der Landkreise Nordhausen und Eichsfeld zu verzeichnen waren, so wurden im Jahr darauf 246 Unfälle registriert. 32 Menschen wurden dabei verletzt, drei getötet. Hintergrund dieser dramatisch gestiegenen Zahlen ist laut Polizeidirektor Uwe Köppen die Anbindung der Südharz-Autobahn an die A 7 am Drammetal. Schon jetzt eigentlich hat die A 38 das Fahrzeugaufkommen, das Planer eigentlich bei kompletter Fertigstellung prognostiziert hatten. Die Experten der Nordthüringer Polizei rechnen mit einer weiteren Steigerung mit der Verkehrsfreigabe in Richtung Osten, also von der Anschlußstelle Eisleben bis zum Autobahndreieck Halle-Süd.
Landkreis Nordhausen
Im Landkreis Nordhausen krachte es im vergangenen Jahr 2.481 mal, dabei wurden 288 Personen verletzt, fünf Menschen wurden getötet.
Kyffhäuserkreis
Im Kyffhäuserkreis wurden im vergangenen Jahr 2.109 Verkehrsunfälle registriert. Hierbei verloren ebenfalls fünf Menschen ihr Leben, 307 zogen sich Verletzungen zu.
Exakte Zahlen für den Landkreis Nordhausen sowie für den Kyffhäuserkreis werden in den nächsten Tagen durch die jeweiligen Polizeiinspektionen vorgestellt
Autor: nnzExakt 9.890 mal krachte es im vergangenen Jahr auf den Straßen in Nordthüringen. Dabei wurden 1.840 Menschen verletzt, 34 verloren ihr Leben. Vor allem bei den Unfallopfern mit schweren Verletzungen aber auch bei den Getöteten sind die Zahlen gegenüber 2006 rückläufig. Es sind die niedrigsten Werte seit 1993 überhaupt. Diese Zahlen sind insbesondere vor dem Hintergrund einer ständig zunehmenden Zahl zugelassener Kraftfahrzeuge bei kontinuierlich abnehmender Bevölkerung als positiv einzuschätzen.
Von 2000 bis 2006 hatten die vier Nordthüringer Landkreise rund 25.000 Menschen verloren, die Zahl der Kraftfahrzeuge stieg jedoch im gleichen Zeitraum von 258.000 auf 271.000 an.
Interessant erscheint ein Blick auf die zeitliche Verteilung der Unfälle und die Unfallursachen. Immer noch sind nicht angepaßte oder überhöhte Geschwindigkeit sowie das Nichtbeachten der Vorfahrt die häufigsten Unfallursachen. Im Jahresverlauf ereignen sich die meisten Unfälle zwischen Juli und November. Der Freitag ist der Wochentag, an dem es am meisten krachte und die größte Unfallhäufigkeit wird zwischen 14 Uhr und 18 Uhr registriert.
Während in der Altersgruppe zwischen 6 und 17 Jahren sowie bei den über 60jährigen eine deutliche Abnahme der verletzten Personen zu verzeichnen ist, geht die Zahl der 25- bis 60jährigen rapide nach oben. Besonders aktiv am Unfallgeschehen beteiligt waren auch im vergangenen Jahr die so genannten jungen Fahrer. Darunter verstehen die Polizeibeamten die Altersgruppe 18 bis 25 Jahre. Sie haben einen Anteil von 27,6 Prozent aller verunglückten Kraftfahrer zu verzeichnen, trotz zahlreicher präventiver Maßnahmen, hier insbesondere in Zusammenarbeit mit der jeweiligen Kreisverkehrswacht.
Eine eigens dafür gebildete Gruppe verfolgt innerhalb der Verkehrspolizeiinspektion die Unfallfluchten. Trotzdem konnten nur knapp 39 Prozent aufgeklärt werden, bei Unfallfluchten mit Personenschaden liegt die Quote bei etwas mehr als 53 Prozent. Kaum eine Chance hat ein Unfallflüchtiger Kraftfahrer allerdings, wenn infolge des von ihm verursachten Unfalls ein Mensch getötet wird. Die beiden Unfallfluchten mit Todesfolge des vergangenen Jahres wurden aufgeklärt.
Einen immer größeren Stellenwert in der Unfallstatistik nimmt das Verkehrsgeschehen auf der Autobahn A 38 ein. Waren es im Jahr 2006 noch 102 Unfälle, die auf dem Gebiet der Landkreise Nordhausen und Eichsfeld zu verzeichnen waren, so wurden im Jahr darauf 246 Unfälle registriert. 32 Menschen wurden dabei verletzt, drei getötet. Hintergrund dieser dramatisch gestiegenen Zahlen ist laut Polizeidirektor Uwe Köppen die Anbindung der Südharz-Autobahn an die A 7 am Drammetal. Schon jetzt eigentlich hat die A 38 das Fahrzeugaufkommen, das Planer eigentlich bei kompletter Fertigstellung prognostiziert hatten. Die Experten der Nordthüringer Polizei rechnen mit einer weiteren Steigerung mit der Verkehrsfreigabe in Richtung Osten, also von der Anschlußstelle Eisleben bis zum Autobahndreieck Halle-Süd.
Landkreis Nordhausen
Im Landkreis Nordhausen krachte es im vergangenen Jahr 2.481 mal, dabei wurden 288 Personen verletzt, fünf Menschen wurden getötet.
Kyffhäuserkreis
Im Kyffhäuserkreis wurden im vergangenen Jahr 2.109 Verkehrsunfälle registriert. Hierbei verloren ebenfalls fünf Menschen ihr Leben, 307 zogen sich Verletzungen zu.
Exakte Zahlen für den Landkreis Nordhausen sowie für den Kyffhäuserkreis werden in den nächsten Tagen durch die jeweiligen Polizeiinspektionen vorgestellt
