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Positive Bilanz

Mittwoch, 27. Februar 2008, 12:09 Uhr
In Sollstedt gibt es einen Verein, noch relativ jung, der sich dem Hallenbad in der Gemeinde verschrieben hat. Der führte jetzt seine erste Mitgliederversammlung durch. Inhalte und Ergebnisse gibt es mit dem bekannten Klick.


Vorstand (Foto: Sollstedt) Vorstand (Foto: Sollstedt) Der Förderverein Sollstedter Hallenbad e.V. führte gestern, rund ein Jahr nach seiner Gründung, seine erste ordentliche Mitgliederversammlung durch. Die Veranstaltung, bei der als Gäste die Bürgermeister von Sollstedt und Bleicherode sowie der Geschäftsführer der Servicegesellschaft begrüßt werden konnten, war sehr gut besucht. Von den inzwischen 106 Mitgliedern waren 57 anwesend.

Vereinsvorsitzender Siese konnte in seinem Geschäftsbericht eine positive Bilanz über die geleistete Arbeit ziehen. Er erinnerte daran, dass vor der Vereinsgründung die Schließung der Schwimmhalle für das Jahr 2007 vorgesehen war und legte an Hand vieler Beispiele dar, dass diese Pläne dank der Aktivität des Vereins und des großen Engagements der Gemeinde nun vom Tisch sind.

Allerdings, so führte er aus, könne sich der Verein jetzt nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen. Es gelte vielmehr, neben der Mitarbeit bei den anstehenden Sanierungen, auch daran zu arbeiten die Attraktivität der Schwimmhalle für potentielle Nutzer zu erhöhen. So habe der Vorstand eine Aufgabenstellung für eine Diplomarbeit an die Uni Kassel gegeben, deren Inhalt sowohl die Untersuchung der Erweiterung des Nutzungsangebotes als auch preiswerter Varianten für notwendige Instandsetzungsarbeiten und den Einsatz regenerativer Energien beinhaltet.

Siese informierte auch darüber, dass man finanzielle Zuwendungen vom Freistaat für die Schwimmhalle erhalten könne, wenn diese in die Liste der förderfähigen Bäder der Thüringer Schwimmbad-Entwicklungskozeption aufgenommen würde. Der Vorstand habe alle im Kreistag vertretenen Parteien am 07.12.07 gebeten sich dafür einzusetzen.

Im Verlauf der regen Diskussion gaben sowohl die Bürgermeister, als auch viele Mitglieder Anregungen für die weitere Vereinsarbeit und bessere Auslastung der Schwimmhalle, z.B. Veränderung der Öffnungszeiten, Durchführung von Wassergymnastik, Verbesserung des Angebotes von Speisen und Getränken, Erweiterung des Kindergartenschwimmens und durchgängige Durchführung des Schulschwimmens.

Kreistagsmitglied Dr. Kox erinnerte daran, dass der Abschmelzungsbeschluss des Kreistages nicht nur die stetige Reduzierung der Zuschüsse für den Hallenbetrieb beinhaltet, sondern auch die Unterbreitung von Lösungsvorschlägen für den Weiterbetrieb nach 2011 fordert. Viel Beifall erhielt Bürgermeister Jürgen Hohberg, als er verkündete, dass der Förderverein 1.000 Euro aus der Gemeindekasse für das Jahr 2008 erhält.

Die Mitgliederversammlung beschloss auch Satzungsänderungen, um den Status als gemeinnütziger Verein erhalten zu können. Die Mitglieder waren sich einig: der Verein wird seinen Kampf für die Erhaltung der Schwimmhalle fortsetzen bis das Ziel erreicht ist.
Wolfgang Reinhardt, Vorstandsmitglied
Autor: nnz

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