nnz-Forum: Schlechte Ergebnisse gut vorgetragen
Freitag, 22. Februar 2008, 07:07 Uhr
Gestern hatte Die Linke zu einer öffentlichen Diskussionsveranstaltung in den Plenarsaal des Landratsamtes geladen. Ein nnz-Leser war dabei...
Thema der Veranstaltung war die Wirtschaftsentwicklung im Landkreis - Probleme und Chancen. Referentin des Abends war Dr. Sabine Mehne von der Wirtschaftsförderung im Landratsamt. Ich muss sagen, dass Frau Mehne einen sehr guten Ein- und Überblick in die Entwicklung unseres Landkreises gegeben hat. Leider muss man sagen, dass der Kreis und die Stadt Nordhausen nicht sehr gut abschneiden, im Vergleich mit anderen Städten und Kreisen, belegen wir die Plätze im unteren Drittel der Tabelle, wenn nicht gar den letzten Platz.
Hier einige Beispiele: die Arbeitslosenquote ist sehr hoch, das Konsumverhalten der Bürger wird immer schlechter. Grund sind die sehr niedrigen Löhne, das Realeinkommen der Bürger sinkt. Eine Folge dieser Entwicklung: jeder fünfte Gastwirt steht vor der Insolvenz. Viele Fachkräfte sehen in dieser Entwicklung keine Chancen und wandern ab, was zu weniger Steuereinnahmen und zu geringere Wertschöpfung der Produktivität führt.
All dies ist der Grund, das der Landkreis auf den 390. Platz von 439 zu finden ist. Im Punkt Produktivität und Umsatzentwicklung nimmt der Kreis den letzten Platz in Thüringen ein. Die Frage ist, wer ist Schuld an so einer Entwicklung. Ist es die derzeitige Politik die für sehr schlechte Rahmenbedingungen sorgt, oder ist es die Wirtschaft? Ich vermag es nicht, diese Frage zu beantworten.
Es gibt aber auch etwas Positives zu berichten. So verzeichnet der Kreis einen Zuwachs von 26 % im Baugewerbe, das verarbeitende Gewerbe ist im Aufschwung, der Export steigt und die Arbeitslosenzahlen gehen leicht zurück, so Frau Mehne. Eine gute Entwicklung haben wir an der Fachhochschule, dort sind 2000 Studenten in den verschiedensten Fachrichtungen eingeschrieben.
In der anschließenden Diskussion kam zum Ausdruck, dass durch die schlechte Steuerpolitik die Unternehmen davon abgehalten werden, hier zu investieren. Abschließend kann ich sagen, dass der Abend sehr interessant und lehrreich war. Frau Mehne hat ein großes Lob verdient. Wie ich erfahren habe, plant die Partei DIE LINKE weitere solche Abende, was ich für eine gute Idee halte, denn so kann der Bürger erfahren, was in seinen Heimatkreis vor sich geht.
Harald Buntfuß, Nordhausen
Thema der Veranstaltung war die Wirtschaftsentwicklung im Landkreis - Probleme und Chancen. Referentin des Abends war Dr. Sabine Mehne von der Wirtschaftsförderung im Landratsamt. Ich muss sagen, dass Frau Mehne einen sehr guten Ein- und Überblick in die Entwicklung unseres Landkreises gegeben hat. Leider muss man sagen, dass der Kreis und die Stadt Nordhausen nicht sehr gut abschneiden, im Vergleich mit anderen Städten und Kreisen, belegen wir die Plätze im unteren Drittel der Tabelle, wenn nicht gar den letzten Platz.
Hier einige Beispiele: die Arbeitslosenquote ist sehr hoch, das Konsumverhalten der Bürger wird immer schlechter. Grund sind die sehr niedrigen Löhne, das Realeinkommen der Bürger sinkt. Eine Folge dieser Entwicklung: jeder fünfte Gastwirt steht vor der Insolvenz. Viele Fachkräfte sehen in dieser Entwicklung keine Chancen und wandern ab, was zu weniger Steuereinnahmen und zu geringere Wertschöpfung der Produktivität führt.
All dies ist der Grund, das der Landkreis auf den 390. Platz von 439 zu finden ist. Im Punkt Produktivität und Umsatzentwicklung nimmt der Kreis den letzten Platz in Thüringen ein. Die Frage ist, wer ist Schuld an so einer Entwicklung. Ist es die derzeitige Politik die für sehr schlechte Rahmenbedingungen sorgt, oder ist es die Wirtschaft? Ich vermag es nicht, diese Frage zu beantworten.
Es gibt aber auch etwas Positives zu berichten. So verzeichnet der Kreis einen Zuwachs von 26 % im Baugewerbe, das verarbeitende Gewerbe ist im Aufschwung, der Export steigt und die Arbeitslosenzahlen gehen leicht zurück, so Frau Mehne. Eine gute Entwicklung haben wir an der Fachhochschule, dort sind 2000 Studenten in den verschiedensten Fachrichtungen eingeschrieben.
In der anschließenden Diskussion kam zum Ausdruck, dass durch die schlechte Steuerpolitik die Unternehmen davon abgehalten werden, hier zu investieren. Abschließend kann ich sagen, dass der Abend sehr interessant und lehrreich war. Frau Mehne hat ein großes Lob verdient. Wie ich erfahren habe, plant die Partei DIE LINKE weitere solche Abende, was ich für eine gute Idee halte, denn so kann der Bürger erfahren, was in seinen Heimatkreis vor sich geht.
Harald Buntfuß, Nordhausen
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Autor: nnzDie im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
