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Elf Festnahmen im Bahnhofsbereich

Mittwoch, 01. Mai 2002, 12:44 Uhr
Nordhausen (nnz). Zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage wurde Nordhausen zum Schauplatz einer linken Demo. Gestern hatte die autonome Antifa Südharz aufgerufen. Für die Polizei wieder ein Abend mit viel Arbeit...


Die Demonstration fand trotz der Geschehnisse in Erfurt statt. Eine Sprecherin der Autonomen Antifa Südharz meinte dazu: „Einer Demonstration, die gegen Gewalt gerichtet ist, steht auch in diesen Tagen kein Argument entgegen. Die Demonstration ist ein Ausdruck der radikalen Linken in Thüringen und steht im Kontext mit den sozialen Kämpfen am 1. Mai, an dem viele Menschen in die gleiche Richtung marschieren! Für das Ende der Gewalt - Kapitalismus abschaffen!“

Soweit aus der Presseerklärung der Linken. Nach Angaben der Polizei verlief der Marsch zunächst friedlich. Dann soll es in der Bahnhofstraße in Nordhausen während der „Demonstration, die gegen Gewalt gerichtet ist“, zunächst zu Auseinandersetzungen zwischen Rechten und Linken gekommen sein. Zuvor und während der Auseinandersetzung nahm die Polizei elf Personen vorläufig fest, vier als dem linken und sieben aus dem rechten Spektrum. Hintergründe der Festnahmen waren das Mitführen von verbotenen Gegenständen. So fanden die Beamten unter anderem Butterfly-Messer, Schlagringe und Totschläger. Bei einigen Rechtsradikalen, die die Veranstaltung stören wollten, wurden SS-Runen als Tätowierung auf Handgelenken entdeckt. Auch hier wurden entsprechende Verfahren eingeleitet.

Nach nnz-Informationen wurde die Demo unter dem Motto: Euer System ist Gewalt - Eure Gewalt hat System. Es gibt keine Alternative zur sozialen Revolution!“ gegen 21 Uhr aufgelöst. Weitere Vorkommnisse waren der Polizei im Anschluß nicht bekannt.
Autor: nnz

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