Planungssicherheit muss her
Mittwoch, 20. Februar 2008, 18:10 Uhr
Die Arbeitsgemeinschaft der Thüringer Handwerkskammern wünscht sich mehr Bewegung in der Planung des künftigen Berufsschulnetzes, eine aktivere Moderatorenrolle des Thüringer Kultusministeriums und eine frühzeitige Einbeziehung der Kammern in die Planungen. Was noch gewünscht wird, das haben wir erfahren....
Zwar sind die Kammern nicht verantwortlich für die Schulnetzplanung, sondern die Schulträger. Als Interessenvertreter von 31 400 Handwerksbetrieben mit derzeit rund 13 500 Lehrlingen sehen es die drei Handwerkskammern jedoch als ihre Pflicht an, die Planungen aktiv zu begleiten und die Bedürfnisse der Betriebe einzubringen.
Von 33 000 Schulabgängern im Jahr 2005 wird sich die Zahl bis 2011 auf dann nur noch 15 000 reduzieren; mit drastischen Auswirkungen auf die Berufsschulauslastung und damit die Standorte selbst. Obwohl diese Zahlen seit langem bekannt sind, sind nach Einschätzung der Handwerkskammern die Berufsschulträger und das Kultusministerium in ihren Planungen bisher zu wenig vorangekommen. Es liegt zwar eine Studie mit Vorschlägen zur künftigen Organisation der Berufsschulen vor. Nach Überzeugung der Handwerkskammern können die Berufsschulträger, also die Landkreis und kreisfreien Städte, aufgrund der vielschichtigen Problemstellungen nicht mit der Gesamtplanung des künftigen Berufsschulnetzes allein gelassen werden. Das Kultusministerium sollte daher eine aktivere Moderatorenrolle einnehmen, damit thüringenweit praktikable und zukunftsfeste Lösungen gefunden werden.
Aufgrund des Geburtenrückganges werden nicht alle Berufsschulstandorte gehalten werden können. Darüber sind sich die Experten einig. Umso wichtiger ist es, sich rechtzeitig Gedanken darüber zu machen, wo und wie die Berufsschüler künftig unterrichtet werden. Die Handwerkskammern sprechen sich in diesem Zusammenhang für eine Kosten-Nutzen-Abwägung aus, die in erster Linie die Qualität des Berufsschulunterrichtes berücksichtigt, aber unter anderem auch die laufenden Unterhaltungskosten der Schulen, die Erreichbarkeit beispielsweise mit öffentlichen Verkehrsmitteln und die Altersstruktur der Kollegien einfließen lässt.
Die Handwerkskammern sehen in den Berufsschulen eine große Bedeutung für die Entwicklung in den ländlichen Regionen. Ohne eine vernünftige schulische Versorgung werden Ansiedlungen in strukturschwachen Regionen noch schwerer zu realisieren sein. Vor dem Hintergrund dieser vielschichtigen Problemstellung sehen die Handwerkskammern die Schulträger und das Kultusministerium in einer gemeinsamen Verantwortung.
Die Berufsschulen als Partner in der Dualen Berufsausbildung sind wichtig für die Fachkräfteentwicklung speziell im Handwerk. Daher ist die qualitativ hochwertige Weiterentwicklung der Berufsschulen in dem vom Thüringer Handwerkstag vorgeschlagenen Thüringer Bildungspakt enthalten. Das Handwerk unterstreicht damit gleichzeitig die wichtige Aufgabe, die die Berufsschulen für das Niveau der Ausbildung und damit die Heranbildung des Fachkräfte- und Führungsnachwuchses einnehmen. Diese Aufgabe sollte im Zuge der Erarbeitung eines neuen Schulnetzes im Mittelpunkt der Planungen stehen, vollzeitschulische Ausbildungen dagegen minimiert werden.
Autor: nnzZwar sind die Kammern nicht verantwortlich für die Schulnetzplanung, sondern die Schulträger. Als Interessenvertreter von 31 400 Handwerksbetrieben mit derzeit rund 13 500 Lehrlingen sehen es die drei Handwerkskammern jedoch als ihre Pflicht an, die Planungen aktiv zu begleiten und die Bedürfnisse der Betriebe einzubringen.
Von 33 000 Schulabgängern im Jahr 2005 wird sich die Zahl bis 2011 auf dann nur noch 15 000 reduzieren; mit drastischen Auswirkungen auf die Berufsschulauslastung und damit die Standorte selbst. Obwohl diese Zahlen seit langem bekannt sind, sind nach Einschätzung der Handwerkskammern die Berufsschulträger und das Kultusministerium in ihren Planungen bisher zu wenig vorangekommen. Es liegt zwar eine Studie mit Vorschlägen zur künftigen Organisation der Berufsschulen vor. Nach Überzeugung der Handwerkskammern können die Berufsschulträger, also die Landkreis und kreisfreien Städte, aufgrund der vielschichtigen Problemstellungen nicht mit der Gesamtplanung des künftigen Berufsschulnetzes allein gelassen werden. Das Kultusministerium sollte daher eine aktivere Moderatorenrolle einnehmen, damit thüringenweit praktikable und zukunftsfeste Lösungen gefunden werden.
Aufgrund des Geburtenrückganges werden nicht alle Berufsschulstandorte gehalten werden können. Darüber sind sich die Experten einig. Umso wichtiger ist es, sich rechtzeitig Gedanken darüber zu machen, wo und wie die Berufsschüler künftig unterrichtet werden. Die Handwerkskammern sprechen sich in diesem Zusammenhang für eine Kosten-Nutzen-Abwägung aus, die in erster Linie die Qualität des Berufsschulunterrichtes berücksichtigt, aber unter anderem auch die laufenden Unterhaltungskosten der Schulen, die Erreichbarkeit beispielsweise mit öffentlichen Verkehrsmitteln und die Altersstruktur der Kollegien einfließen lässt.
Die Handwerkskammern sehen in den Berufsschulen eine große Bedeutung für die Entwicklung in den ländlichen Regionen. Ohne eine vernünftige schulische Versorgung werden Ansiedlungen in strukturschwachen Regionen noch schwerer zu realisieren sein. Vor dem Hintergrund dieser vielschichtigen Problemstellung sehen die Handwerkskammern die Schulträger und das Kultusministerium in einer gemeinsamen Verantwortung.
Die Berufsschulen als Partner in der Dualen Berufsausbildung sind wichtig für die Fachkräfteentwicklung speziell im Handwerk. Daher ist die qualitativ hochwertige Weiterentwicklung der Berufsschulen in dem vom Thüringer Handwerkstag vorgeschlagenen Thüringer Bildungspakt enthalten. Das Handwerk unterstreicht damit gleichzeitig die wichtige Aufgabe, die die Berufsschulen für das Niveau der Ausbildung und damit die Heranbildung des Fachkräfte- und Führungsnachwuchses einnehmen. Diese Aufgabe sollte im Zuge der Erarbeitung eines neuen Schulnetzes im Mittelpunkt der Planungen stehen, vollzeitschulische Ausbildungen dagegen minimiert werden.
