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nnz-Service: Konsequent behandeln

Montag, 18. Februar 2008, 10:39 Uhr
Das instabile Wetter und der Wechsel von Regen und Sonnenschein schwächen das Immunsystem. Vor allem beim Übergang der Jahreszeiten haben Viren und Bakterien ein leichtes Spiel. Dazu Ratschläge von den Apothekern des Landkreises Nordhausen in Ihrer nnz.


Schnell stellen sich die ersten Symptome einer Erkältung ein: Es kratzt im Hals, und die Nase läuft. Damit aus den ersten Krankheitszeichen kein schwerer grippaler Infekt wird, sollten die Beschwerden frühzeitig behandelt werden. "Halsschmerzen treten typischerweise als erste Symptome bei Erkältungen auf. Auf trockenen Schleimhäuten können sich die Keime schnell festsetzen und eine Entzündung verursachen", erläutert Apothekerin Julie Garke, Pressesprecherin der Region Nordhausen. Die Schleimhäute werden stärker durchblutet, der Hals ist gerötet und schmerzt. Sind Kehlkopf oder Stimmbänder ebenfalls entzündet, leiden Patienten zusätzlich unter Heiserkeit.

"Halsschmerzen werden von den Betroffenen meist als banale Symptome empfunden. Werden diese gleich behandelt, kann der Infekt schnell abgewendet werden", so Garke. Prinzipiell sei es wichtig, die Schleimhäute feucht zu halten und somit widerstandsfähiger zu machen. "Betroffene sollten mindestens zwei bis drei Liter Flüssigkeit trinken, am besten geeignet sind warme Tees", rät Garke.

Lokal wirkende Halsschmerzmittel gibt es entweder als Lutschtabletten, als Lösung zum Gurgeln oder als Spray. "Patienten sollten nicht auf die Beratung in einer Apotheke verzichten, da abhängig von den auftretenden Beschwerden unterschiedliche Arzneimittel angewendet werden können", sagt Garke. So gebe es bei Schluckbeschwerden Präparate, die schmerzstillende oder örtlich betäubende Wirkstoffe enthalten. Bei trockenem Hals und kratzendem Gefühl seien dagegen eher reizlindernde oder befeuchtende Präparate zu empfehlen. "Von der Anwendung lokaler Antibiotika als Lutschtablette oder Spray raten wir dagegen ab", so Garke.

Denn vor allem zu Beginn würden die Beschwerden von Viren verursacht, Antibiotika seien in diesem Falle wirkungslos. Zudem gebe es pflanzliche oder homöopathische Präparate, die gut geeignet seien. "In einer solchen Phase des Infekts sollte zusätzlich das Immunsystem unterstützt werden", sagt Garke. Die Abwehrkräfte könnten beispielsweise durch die Aufnahme von Vitamin C gestärkt werden. Das komme besonders in Obstsorten wie Kiwis, Orangen oder Grapefruit vor. Auch auf spezielle pflanzliche Präparate könne zurückgegriffen werden.

Sind die Schmerzen oder Schluckbeschwerden sehr stark und halten länger als drei Tage an, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Auch wenn Betroffene unter Fieber leiden, ist ärztlicher Rat einzuholen.
Autor: psg

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