Beachtliche Bilanz nach 10 Jahren
Sonntag, 28. April 2002, 13:02 Uhr
Nordhausen/Goslar (hgb). Mit einer beeindruckenden Festveranstaltung ist am Freitag der zehnte Geburtstag des Regionalverbandes Harz begangen worden. Mehrere hundert Gäste waren der Einladung des Verbandesvorsitzenden Joachim Claus nach Goslar gefolgt. nnz mit einem Bericht.
In seiner Festansprache ließ der Landrat des Landkreises Nordhausen die vergangenen zehn Jahre Revue passieren und konnte insgesamt eine beachtenswerte Bilanz ziehen. So war unmittelbar nach der Wiedervereinigung auf allen Seiten der Wunsch erkennbar, den gesamten Harz, ungeachtet der administrativen Grenzen als Region zu gestalten und aufzuwerten. Die Notwendigkeit einer Kooperation führten 1992 zunächst zur Gründung dreier von den Landkreisen getragener Harzvereine. Diese sahen ihre Aufgaben in der Förderung regionaler Kooperation und der Verbesserung der Standortbedingungen in der Kulturlandschaft, der Wirtschaftsregion und im Naturpark Harz. Doch alsbald wurde erkannt, dass ein einheitlicher Verband mehr bewirken kann. Das Ergebnis: Die Fusion der Vereine 1995 zum Regionalverband Harz e.V.
Joachim Claus erinnerte an die anfangs herrschende und auch verständliche Euphorie, sprach gar von gut gemeinter Naivität und führte als Beispiel die Modellregion Harz an, die bis 2000 verwirklicht werden sollte. Kritisch griff er auch die von hochrangigen Vertretern der beteiligten Bundesländer abermals in Aussicht gestellte, jedoch nie gewährte Unterstützung für die Harzregion auf. Trotz vieler Ecken und Kanten in der Verbandsarbeit sprach Claus mit gutem Recht von einer Erfolgsbilanz. So führte er die Erarbeitung einer Integrierten Verkehrsplanung Harz als herausragendes Projekt zur spürbaren Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur an und nannte als weitere Pluspunkte die Harz-Konferenz, die am Zusammenwachsen der Region wesentlichen Anteil hatte sowie die Heranführung regional bedeutsamer Projekte an eine öffentliche Förderung.
Mit berechtigtem Stolz verwies der Nordhäuser Landrat zudem auf die Förderung kultureller Projekte, die der Verband trotz akuter Finanznot vornehmen konnte. Die Herausbildung und Stärkung regionaler Identität, die Schaffung einer Länder übergreifenden Gesprächskultur sowie die inzwischen bundesweit anerkannte Umweltbildungsarbeit fanden in der Festrede ebenfalls ihre gebührende Würdigung. Traditionell wurden auch in diesem Jahr wieder zwei Preise verliehen.
Den Kulturpreis Harz erhielt der Verein zur Förderung moderner Kunst Goslar, über den Harzer Naturpark-Preis konnte sich die Gemeinde Lauthertal im Landkreis Goslar freuen. In ihrer Laudatio würdigte Erdmute Neubert vom Nordhäuser Landratsamt das Engagement von Gerhard Kirchner, der aus einem einstigen dörflichen Bauernhaus mit großen Ideenreichtum und fachlicher Kompetenz ein Brauereimuseum schuf, in dessen Mauern der alte Hausgeist wohnen bleiben durfte.
Autor: nnzIn seiner Festansprache ließ der Landrat des Landkreises Nordhausen die vergangenen zehn Jahre Revue passieren und konnte insgesamt eine beachtenswerte Bilanz ziehen. So war unmittelbar nach der Wiedervereinigung auf allen Seiten der Wunsch erkennbar, den gesamten Harz, ungeachtet der administrativen Grenzen als Region zu gestalten und aufzuwerten. Die Notwendigkeit einer Kooperation führten 1992 zunächst zur Gründung dreier von den Landkreisen getragener Harzvereine. Diese sahen ihre Aufgaben in der Förderung regionaler Kooperation und der Verbesserung der Standortbedingungen in der Kulturlandschaft, der Wirtschaftsregion und im Naturpark Harz. Doch alsbald wurde erkannt, dass ein einheitlicher Verband mehr bewirken kann. Das Ergebnis: Die Fusion der Vereine 1995 zum Regionalverband Harz e.V.
Joachim Claus erinnerte an die anfangs herrschende und auch verständliche Euphorie, sprach gar von gut gemeinter Naivität und führte als Beispiel die Modellregion Harz an, die bis 2000 verwirklicht werden sollte. Kritisch griff er auch die von hochrangigen Vertretern der beteiligten Bundesländer abermals in Aussicht gestellte, jedoch nie gewährte Unterstützung für die Harzregion auf. Trotz vieler Ecken und Kanten in der Verbandsarbeit sprach Claus mit gutem Recht von einer Erfolgsbilanz. So führte er die Erarbeitung einer Integrierten Verkehrsplanung Harz als herausragendes Projekt zur spürbaren Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur an und nannte als weitere Pluspunkte die Harz-Konferenz, die am Zusammenwachsen der Region wesentlichen Anteil hatte sowie die Heranführung regional bedeutsamer Projekte an eine öffentliche Förderung.
Mit berechtigtem Stolz verwies der Nordhäuser Landrat zudem auf die Förderung kultureller Projekte, die der Verband trotz akuter Finanznot vornehmen konnte. Die Herausbildung und Stärkung regionaler Identität, die Schaffung einer Länder übergreifenden Gesprächskultur sowie die inzwischen bundesweit anerkannte Umweltbildungsarbeit fanden in der Festrede ebenfalls ihre gebührende Würdigung. Traditionell wurden auch in diesem Jahr wieder zwei Preise verliehen.
Den Kulturpreis Harz erhielt der Verein zur Förderung moderner Kunst Goslar, über den Harzer Naturpark-Preis konnte sich die Gemeinde Lauthertal im Landkreis Goslar freuen. In ihrer Laudatio würdigte Erdmute Neubert vom Nordhäuser Landratsamt das Engagement von Gerhard Kirchner, der aus einem einstigen dörflichen Bauernhaus mit großen Ideenreichtum und fachlicher Kompetenz ein Brauereimuseum schuf, in dessen Mauern der alte Hausgeist wohnen bleiben durfte.
