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Erste Aktion

Freitag, 15. Februar 2008, 16:21 Uhr
Der Platz vor dem Nordhäuser Rathaus war am Nachmittag fest in der Hand der Dienstleistungsgewerkschaft verdi. Die hatte ihre Mitglieder zur ersten Protestaktion aufgerufen. Auch die nnz war dabei...

Kampfbereit (Foto: nnz) Kampfbereit (Foto: nnz)

Rund 200 Mitarbeiter von Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen des Landkreises Nordhausen waren dem Aufruf von verdi gefolgt und schlossen sich den Forderungen der Arbeitnehmerseite bei den laufenden Tarifverhandlungen an. Sollten sich die Arbeitgeber nicht endlich bewegen, dann seien auch im Landkreis Nordhausen erste Warnstreiks nicht ausgeschlossen, so Dorothee Schmidt von verdi.

In den zurückliegenden Jahren hätte es seitens der Arbeitnehmer eine mehrfache Zurückhaltung bei Gehaltsforderungen gegeben, der Leistungsdruck erhöht worden - damit sei nun Schluß, Endlich müssten auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes vom wirtschaftlichen Aufschwung in diesem Land profitieren.

Am Rande der Kundgebung stand auch der Chef des größten Nordthüringer Arbeitgebers. Antonius Pille, Geschäftsführer des Südharz-Krankenhauses in Nordhausen, kann viele der Forderungen auch seiner Belegschaft verstehen. Um die Löhne und Gehälter jedoch wieder in vernünftige Bahnen zu lenken, bedürfe es gerade im Gesundheitswesen weiterer politischer Entscheidungen. Hier sei zum Beispiel in erster Linie die Bundesregierung gefragt.

Eines jedenfalls konnten die Beobachten am Nachmittag mitnehmen: Diejenigen, die heute protestierten, die haben die Nase voll und sind zu weiterführenden Aktionen bereit. Die Zeit der Zurückhaltung ist im öffentlichen Dienst jedenfalls vorbei.
Autor: nnz

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