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Hallenbad wird fertig, Betrieb jedoch gefährdet

Mittwoch, 13. September 2000, 18:50 Uhr
Nordhausen (nnz). Ziemlich entmutigt kehrte heute nachmittag Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) von einer Tagung des Gemeinde- und Städtebundes zurück. Die Nachricht, die sie für die Abgeordneten des Hauptausschusses in der Tasche hatte, hieß ernüchternd: Im kommenden Jahr muß die Stadt Nordhausen mit sechs Millionen Mark weniger an Schlüsselzuweisungen auskommen. Das reißt ein Loch in den Haushaltsentwurf, das so schnell, wenn überhaupt, nicht zu flicken sei. Allein der kommunale Finanzausgleich soll in den nächsten Jahren um 134 Millionen Mark seitens des Landes gekürzt werden.
Besonders betroffen von der Sparmaßnahmen der Landesregierungen sind die Ausgaben für die Kindertagesstätten. Hier müssen sich die freien Träger demnächst überlegen, ob sie die steigenden Lasten vollends auf die Eltern abwälzen oder ob Einrichtungen geschlossen werden. Vor allem kleine Einrichtungen könne es zuerst treffen, so Rinke.
Betroffen von der Spar-Orgie in Erfurt könnte auch das Nordhäuser Hallenbad sein. So sei zwar der Bau des Komplexes in der Grimmelallee nicht gefährdet, aber das Bad als solches könne kaum, sollten keine Lösungen gefunden werden, betrieben werden.
Autor: psg

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