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Thema mit langer Vorgeschichte

Donnerstag, 25. April 2002, 12:31 Uhr
Nordhausen (nnz). Die Stadt Nordhausen erwägt noch immer, dem Rettungsdienstzweckverband im Landkreis Nordhausen beizutreten. Zwar gibt es da im Stadtrat unterschiedliche Auffassungen, das Thema allerdings hat eine lange Vorgeschichte...


Letzte Entscheidungen innerhalb der Verwaltung sind bis zur nächsten Stadtratssitzung nicht erwarten. Auch hatte die CDU-Fraktion in der zurückliegenden Zeit angekündigt, ein solches Vorhaben nicht mitzutragen. Die Berufsfeuerwehr wäre momentan nicht in der Lage, im Verband als Leistungserbringer mitzuarbeiten, hieß es aus den Reihen der Christdemokraten. Offiziell wird seitens der Stadtverwaltung, aber auch der SPD-Fraktion immer bekundet, dass man mit einem Beitritt ein gewisses Mitspracherecht bei Entscheidungen des Verbandes haben könnte. Als Beispiel wurde schob mehrfach die Diskussion um den Rettungswachenstandort am Krankenhaus angeführt.


Das Einbringen der Berufsfeuerwehr in den Rettungsdienst ist keine neue Sache, sie hat eine mehr als sieben Jahre alte Geschichte. Bereits im Jahr 1995 stand das Thema auf der kommunalpolitischen Tagesordnung. Die „Nordhäuser Zeitung“ berichtete zum Beispiel am 2. Mai 1995 darüber: Die Nordhäuser Berufsfeuerwehr will eine eigene Rettungswache. Nur hat die Feuerwehr ... weder personelle noch technische Voraussetzungen für einen Rettungsdienst. Auch hatte die Feuerwehrprofis im Jahr 1990 keine Bewerbung abgegeben.“ Und der damalige Leiter des Amtes für Brand- und Katstrophenschutz, Peter Pätzold, attestierte: „Das Rettungswesen im Landkreis Nordhausen läuft, die drei Träger fahren keine roten Zahlen ein.“

Jetzt aber wieder das Aufflackern. Es ist verständlich, denn schließlich ist die Teilhabe am Rettungsdienst im Landkreis Nordhausen eine gesicherte Einnahmequelle. Und wer will schon freiwillig auf zusätzliche Einnahmen verzichten? Im Rettungsdienstzweckverband wird man die Entwicklung in der Rolandstadt genau beobachten. Eine Aufnahme der Stadt Nordhausen in den Verband ist jedoch eher unwahrscheinlich. Dann könnten anderen Kommunen folgen.
Autor: nnz

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