Lösungsvorschläge wurden diskutiert
Donnerstag, 25. April 2002, 10:50 Uhr
Nordhausen (nnz). Die beabsichtigte Zwischenlagerung von Gülle ist derzeit Gesprächthema in Himmelbach und den angrenzenden Orten. Am Abend fand in Leimbach eine Bürgerversammlung statt.
Vom großen Interesse zeugte letztlich auch eine bis auf den letzten Platz besetzte Festhalle in Leimbach. Der Diskussion stellten sich der Juniorchef und der technische Leiter der Firma Van Asten, aber auch Vertreter der Nordhäuser Stadtverwaltung.
Neben den Bürgern aus den anliegenden Ortschaften Himmelgarten, Leimbach und Steigerthal kamen auch Bürger aus dem Wohngebiet Ost. Verständlicher Wunsch dieser Bürger war es, die Gülleausbringung in den angrenzenden Fluren der neugebauten Eigenheime völlig zu stoppen. Die Bürgerinitiative wie auch Dietrich Beyse machten klar, dass dieser Forderung so nicht entsprochen werden kann, denn das Unternehmen habe ebenso ein Anrecht auf die Lösung seiner Probleme.
Bedenken waren erneut die hohe Verkehrsbelastung bei derzeitig mangelhaften Strassenunterbau, wie auch die zu erwartende Geruchsbelastung. Die anwesende Unternehmensleitung zeigte sich wie schon zuvor gesprächsbereit. So konnte als mittel- und langfristige Lösung herausgearbeitet, dass die Stadt und vielleicht auch der Landkreis Nordhausen durch aktive Wirtschaftsförderung in Verbindung mit den wissenschaftlichen Potential der Region die Möglichkeiten haben, eine geruchsbehaftete verwässerte Gülleausbringung auf ein Minimum zu reduzieren.
Maßgeblich dafür war der Vorschlag eines sachkundigen Bürgers, den Feststoffgehalt der Gülle vor Ort als Konzentrat zu gewinnen. Die Firma selbst wäre mit der Zwischenlagerung von Gülle langfristig, vor allem in der Nähe von Wohngebieten entlastet und die Aufbringung der verbleibenden Feststoffe als Düngerkonzentrat brächte eine nochmalige Verringerung der Geruchsstoffe. Gleichzeitig würde es zu einer Verkehrsentlastung und des Wegfalls der landschaftlichen Beeinträchtigung entlang von touristisch wertvollen Wegen und Gebieten. Kommen. Dieser Vorschlag könnte somit eine nachhaltige, wie auch endgültige Lösung des Gesamtproblems darstellen.
Ein großes und noch ungeklärtes Problem stellt zweifelsfrei die Finanzierung eines entsprechenden Projektes dar. Doch hier sieht die Bürgerinitiative Möglichkeiten der gezielten staatlichen Förderung zugunsten des wissenschaftlich technischen Fortschritts im Bereich der Landwirtschaft und einen weiteren Schritt, unternehmerische Interessen und Bürgeranliegen trotz der wohl weiter konträren Auffassungen anzunähern.
Die Stadtverwaltung und deren Wirtschaftsförderung hat überdies einen klaren Auftrag von den anwesenden Bürgern bekommen. Ein Bürger brachte es auf den Punkt: "Lösen Sie das Problem, dafür wurden Sie gewählt." Diesen recht pauschal gehaltenen Auftrag der Bürger kreativ umzusetzen, bleibt sicher eine Herausforderung für die Stadtverwaltung wie auch für die Bürgerinitiative. Mehr Informationen und Hintergründe finden Sie im nnz-Archiv.
Autor: nnzVom großen Interesse zeugte letztlich auch eine bis auf den letzten Platz besetzte Festhalle in Leimbach. Der Diskussion stellten sich der Juniorchef und der technische Leiter der Firma Van Asten, aber auch Vertreter der Nordhäuser Stadtverwaltung.
Neben den Bürgern aus den anliegenden Ortschaften Himmelgarten, Leimbach und Steigerthal kamen auch Bürger aus dem Wohngebiet Ost. Verständlicher Wunsch dieser Bürger war es, die Gülleausbringung in den angrenzenden Fluren der neugebauten Eigenheime völlig zu stoppen. Die Bürgerinitiative wie auch Dietrich Beyse machten klar, dass dieser Forderung so nicht entsprochen werden kann, denn das Unternehmen habe ebenso ein Anrecht auf die Lösung seiner Probleme.
Bedenken waren erneut die hohe Verkehrsbelastung bei derzeitig mangelhaften Strassenunterbau, wie auch die zu erwartende Geruchsbelastung. Die anwesende Unternehmensleitung zeigte sich wie schon zuvor gesprächsbereit. So konnte als mittel- und langfristige Lösung herausgearbeitet, dass die Stadt und vielleicht auch der Landkreis Nordhausen durch aktive Wirtschaftsförderung in Verbindung mit den wissenschaftlichen Potential der Region die Möglichkeiten haben, eine geruchsbehaftete verwässerte Gülleausbringung auf ein Minimum zu reduzieren.
Maßgeblich dafür war der Vorschlag eines sachkundigen Bürgers, den Feststoffgehalt der Gülle vor Ort als Konzentrat zu gewinnen. Die Firma selbst wäre mit der Zwischenlagerung von Gülle langfristig, vor allem in der Nähe von Wohngebieten entlastet und die Aufbringung der verbleibenden Feststoffe als Düngerkonzentrat brächte eine nochmalige Verringerung der Geruchsstoffe. Gleichzeitig würde es zu einer Verkehrsentlastung und des Wegfalls der landschaftlichen Beeinträchtigung entlang von touristisch wertvollen Wegen und Gebieten. Kommen. Dieser Vorschlag könnte somit eine nachhaltige, wie auch endgültige Lösung des Gesamtproblems darstellen.
Ein großes und noch ungeklärtes Problem stellt zweifelsfrei die Finanzierung eines entsprechenden Projektes dar. Doch hier sieht die Bürgerinitiative Möglichkeiten der gezielten staatlichen Förderung zugunsten des wissenschaftlich technischen Fortschritts im Bereich der Landwirtschaft und einen weiteren Schritt, unternehmerische Interessen und Bürgeranliegen trotz der wohl weiter konträren Auffassungen anzunähern.
Die Stadtverwaltung und deren Wirtschaftsförderung hat überdies einen klaren Auftrag von den anwesenden Bürgern bekommen. Ein Bürger brachte es auf den Punkt: "Lösen Sie das Problem, dafür wurden Sie gewählt." Diesen recht pauschal gehaltenen Auftrag der Bürger kreativ umzusetzen, bleibt sicher eine Herausforderung für die Stadtverwaltung wie auch für die Bürgerinitiative. Mehr Informationen und Hintergründe finden Sie im nnz-Archiv.
