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Geirrt

Donnerstag, 07. Februar 2008, 11:05 Uhr
Auch Journalisten irren sich. Der nnz ging das so am gestrigen Mittwoch. Heute aber können wir schon Aufklärung vermelden...


„Der Nordhäuser Hauptausschuss wird sich am Nachmittag noch einmal – vermutlich abschließend – mit dem Kinderhospiz beschäftigen. Die Willensbekundung aus dem Jahr soll nun per Beschluß zurückgezogen werden. Damit endet das Kapitel.“ Dieses Zitat stammt auch dem Beitrag „Fader Nachgeschmack bleibt“. Der Irrtum liegt darin begründet, daß das Kapitel „Kinderhospiz in Krimderode“ vermutlich für die Stadtverwaltung und den Stadtrat doch nicht beendet ist.

Eine heftige Diskussion habe es gestern abend noch im Hauptausschuss gegeben, erfuhr die nnz. So drückten mehrere Stadträte ihr Befremden darüber aus, daß der Vorstand der Stiftung es bis heute nicht fertiggebracht habe, das Nordhäuser Rathaus offiziell über den Standortwechsel nach Tambach-Dietharz zu informieren. Von einem Dankeschön für die bisherige Unterstützung der Verwaltung sei ebenfalls nichts zu lesen oder zu hören gewesen.

Und so mußte der ehrenamtliche Beigeordnete Matthias Mitteldorf (LINKE) dem CDU-Fraktionschef Norbert Klodt Recht geben. Der hatte vor mehreren Jahren bereits seine Skepsis gegenüber dem Projekt in Nordhausen zum Ausdruck gebracht (siehe dazu auch im Archiv der nnz).

So wollten denn gestern einige Stadträte von der Verwaltung auch wissen, wie denn nun die Nutzung der Räumlichkeiten in Krimderode geregelt sei? Immerhin werden die noch vom Vorstand und eventuell auch von der mobilen Betreuung genutzt. Zu einer Miete konnte Kämmerin Karin Spieß jedoch keine Aussage machen.

Interessant erscheint weiterhin die Tatsache, daß die Stadtverwaltung erheblichen Planungsaufwand betrieben hat, bis hin zur Klärung der Problematik mit der Aufhebung der Trinkwasserschutzzone. Vielleicht sollte das einmal aufgerechnet werden, letztlich kostet Verwaltungsarbeit auch Geld – Geld des Steuerzahlers.

Das Kapitel ist also noch nicht beendet. Und das ist gut so.
Autor: nnz

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