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Besuch in Nordhausen

Donnerstag, 07. Februar 2008, 10:51 Uhr
Morgen kommen Richard Dewes und Christoph Matschie nach Ilfeld. Heute war der Landesvorsitzende der Thüringer SPD schon mal auf Stippvisite in Nordhausen und die nnz war dabei...


Freunde: Matschie, Rinke (Foto: nnz) Freunde: Matschie, Rinke (Foto: nnz) Christoph Matschie besuchte das AWO Kinder- und Jugendheim am Nordhäuser Geiersberg. Matschie will sich vor Ort ein Bild der Situation von Kindern und Jugendlichen machen, die in einem Kinderheim aufwachsen.

„Jedes der Kinder hat seine ganz eigene Geschichte“, erklärte Einrichtungsleiter Mario Herz. „Manche wurden körperlich oder seelisch misshandelt, manchmal waren die Eltern einfach nur völlig überfordert und einige sind auch selber von zu Hause weggelaufen.“ Genau so unterschiedlich wie die Hintergründe der Kinder und Jugendlichen sind auch die therapeutischen und pädagogischen Hilfsangebote. „Deshalb haben wir innerhalb unseres Jugendhilfeverbundes verschiedene kleine Einrichtungen mit jeweils eigenen Konzepten“, sagt Herz. „Jedes Kind hat Stärken, die wir suchen und gezielt darauf aufbauen.“

Gemütliche Runde: Rinke Matschie, Herz, Grießmann (Foto: nnz) Gemütliche Runde: Rinke Matschie, Herz, Grießmann (Foto: nnz)

Die AWO wolle mit Matschie auch über Vergabe der so genannten Hilfen zur Erziehung durch die Jugendämter sprechen. „Oft wird sehr lange gewartet, bis auch teilstationäre oder stationäre Hilfeformen angewendet werden“, sagt der AWO-Geschäftsführer Ulf Grießmann. „Manchmal zu lange.“ Grießmann fordert stattdessen eine konsequente Anwendung des Grundsatzes „Ambulant vor Stationär“. „Ausschließlich auf ambulante Hilfen zu setzen und diese aus Kostengründen auch dann weiter durchzuziehen, wenn sie nichts fruchten, das schadet den Kindern.“

Bei dem Treffen war auch Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) dabei. Im Anschluß wird es ein Gespräch zwischen Rinke und Matschie geben. Interessant auch die Tatsache, dass die AWO-Kreisvorsitzende Dagmar Becker (SPD) nicht dabei war. Becker zur nnz: „Ich hatte vom AWO-Landesverband eine offizielle Einladung, mußte am Vormittag wichtige Termine in Erfurt wahrnehmen.“

Übrigens wurde Barbara Rinke von einem ZDF-Team begleitet. Das dreht ein Porträt über die Nordhäuser Oberbürgermeisterin.
Autor: nnz

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