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Stammtisch der Sachlichkeit

Montag, 22. April 2002, 10:18 Uhr
Nordhausen (nnz). Es gibt mittlerweile viele Stammtische in Nordhausen. Auch die CDU lädt hin und wieder zu einem solchen ein. nnz war zu Gast.


„Stadtentwicklung und Landesgartenschau“ ­ so hieß das Thema des zurückliegenden Stammtisches des Nordhäuser CDU-Ortsverbandes. Eingeladen hatten die Christdemokraten in eine Gaststätte im Gehege. Ob es nun die Lokalität im wahrsten Sinne des Wortes oder Fehler bei der Vorbereitung waren - der Stammtisch zählte acht Gäste. Denen gaben der Prokurist der Landesgartenschaft GmbH, Erhard Skupch, und der Leiter des städtischen Bauamtes, Jens Kohlhause, dennoch Antworten auf viele Fragen.

Im Mittelpunkt der Stammtischplauderei standen vor allem Fragen zur weiteren Entwicklung der Arbeiten auf dem Petersberg. „Wie geht es weiter mit den Gabionen? Wie lange wird der jetzige Zaun auf dem Petersberg zu sehen sein? Wie sieht es mit einem Nachnutzungskonzept aus, wer trägt dafür die Kosten? Wird es einen „Schnuppertag“ für die Nordhäuser geben?

Die Kosten zur Nachnutzung müsse auf jeden Fall die Stadt Nordhausen tragen. Dazu habe sich die Stadt bereits mit der Einreichung des Konzeptes bekannt, sagte Skupch. Nur mit diesem Bekenntnis hätte man auch den Zuschlag erhalten. Eine sechsstellige Summe müsse pro Jahr allerdings eingeplant werden. Ein weiteres Sorgenthema waren die jetzt schon erkennbaren Spuren von Vandalismus auf dem künftigen Gartenschaugelände.

Aus Sicht der Nordhäuser Wirtschaft und des Handwerk stand die Auftragsvergabe natürlich auch im Interesse. Hier führte der Prokurist der LGS an, dass rund 40 Prozent aller Aufträge an Firmen im Landkreis Nordhausen gehen würden. Im Übrigen müsse man sich mit der Ausschreibung strengstens an die vorgeschriebenen Gesetzlichkeiten halten. Jens Kohlhause machte auf ein Phänomen aufmerksam. Die Resonanz hinsichtlich der Aufträge sei eher verhalten. So hätten sich für ein weiteres Großvorhaben zwar 14 Unternehmen die Ausschreibungsunterlagen abgeholt, Angebote gab es nach der Sichtung allerdings nur von zwei Firmen.

Das Thema dieses CDU-Stammtisches barg eigentlich viel „Sprengstoff“, der allerdings nicht gezündet wurde. Den neugierigen „Fragern“ standen zwei äußerst kompetente „Antworter“ gegenüber. Es war letztlich ein Stammtisch der Sachlichkeit. Und das muß nicht unbedingt ein negatives Prädikat sein. Nach 90 Minuten war alles vorbei, ein Teil der Christdemokraten musste zu einem weiteren Termin eilen: Die Junge Union feierte im Nordhäuser Ratskeller ihren 10. Geburtstag.
Autor: nnz

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