Arroganz der Macht
Freitag, 01. Februar 2008, 08:07 Uhr
Die nnz hatte vor einige Tagen über Reaktionen zur erneuten Zulassung von Giglinern in Thüringen berichtet. Jetzt liegt der Redaktion ein weiteres Statement vor.
TRANSNET Thüringen kritisiert scharf die Entscheidung der Erfurter Landes-regierung, weitere GigaLiner in Thüringen zuzulassen. Nicht umsonst werden die 25-Meter-Lkw als Monstertrucks bezeichnet. Wer glaubt, mit ihnen die verkehrs- und klimapolitischen Herausforderungen der Zukunft zu meistern, bewegt sich in eine Sackgasse, sagte der Bezirksvorsitzende der Gewerkschaft, Lutz Bernhardt.
Der Gewerkschafter kritisierte vor allem, dass sich das Erfurter Verkehrsministerium gegen die deutliche Bevölkerungsmehrheit und zugleich gegen den Beschluss der Länderverkehrsminister stellt. Die Landesverkehrsministerkonferenz hatte im vergangenen Oktober ausdrücklich neue Versuche mit den 25-Meter-Lkw abgelehnt und die laufenden Projekte gestoppt. Und in einer repräsentativen Umfrage hatten sich 76 Prozent der Thüringer gegen die weitere Zulassung von GigaLinern ausgesprochen. Dass der Bevölkerungswille völlig ignoriert wird, kann nur als Arroganz der Macht bezeichnet werden, so der Bezirkschef.
Bernhardt wies weiter auf das Thüringer Landesverkehrsprogramm hin. Dort ist festgelegt, dass Schwerlasttransporte ein Potenzial für die Schiene darstellen – vor allem in Hinblick auf Lärm und Schadstoffemissionen. Unser sangesfreudiger Minister, so Lutz Bernhardt, täte gut daran, auf den Chor der vernunftbegabten Stimmen zu hören und den fatal falsch gestellten Weichenhebel noch schnell umzulegen, bevor die Irrfahrt geradewegs Richtung Prellbock führt.
Autor: nnzTRANSNET Thüringen kritisiert scharf die Entscheidung der Erfurter Landes-regierung, weitere GigaLiner in Thüringen zuzulassen. Nicht umsonst werden die 25-Meter-Lkw als Monstertrucks bezeichnet. Wer glaubt, mit ihnen die verkehrs- und klimapolitischen Herausforderungen der Zukunft zu meistern, bewegt sich in eine Sackgasse, sagte der Bezirksvorsitzende der Gewerkschaft, Lutz Bernhardt.
Der Gewerkschafter kritisierte vor allem, dass sich das Erfurter Verkehrsministerium gegen die deutliche Bevölkerungsmehrheit und zugleich gegen den Beschluss der Länderverkehrsminister stellt. Die Landesverkehrsministerkonferenz hatte im vergangenen Oktober ausdrücklich neue Versuche mit den 25-Meter-Lkw abgelehnt und die laufenden Projekte gestoppt. Und in einer repräsentativen Umfrage hatten sich 76 Prozent der Thüringer gegen die weitere Zulassung von GigaLinern ausgesprochen. Dass der Bevölkerungswille völlig ignoriert wird, kann nur als Arroganz der Macht bezeichnet werden, so der Bezirkschef.
Bernhardt wies weiter auf das Thüringer Landesverkehrsprogramm hin. Dort ist festgelegt, dass Schwerlasttransporte ein Potenzial für die Schiene darstellen – vor allem in Hinblick auf Lärm und Schadstoffemissionen. Unser sangesfreudiger Minister, so Lutz Bernhardt, täte gut daran, auf den Chor der vernunftbegabten Stimmen zu hören und den fatal falsch gestellten Weichenhebel noch schnell umzulegen, bevor die Irrfahrt geradewegs Richtung Prellbock führt.
