Wieder 3:2 Wackers gegen Sömmerda?
Freitag, 01. Februar 2008, 07:44 Uhr
Nach ansprechender Leistung des FSV Wacker 90 Nordhausen, zumindest bis zu 60. Minute, gegen den FSV Hettstedt (2:2) am vergangenen Wochenende kommt am Sonnabend um 14 Uhr ein weiterer Fußball-Sportverein in den Albert-Kuntz-Sportpark – der FSV Sömmerda, ein Vertreter der Landesklasse Ost.
Die Gäste am Samstag (Foto: Verkouter)
Erinnern Sie sich noch an Wolfgang Benkert, Martin Busse oder Nationalspieler Thomas Linke? Alle kickten einst für die Sömmerdaer. Allein das belegt, dass Wackers nächster Kontrahent auf gute Traditionen verweisen kann. Nicht umsonst hat der Verein 14 Jahre lang in der DDR- und NOFV-Liga gespielt. Nur die häufig wechselnden Namen Rheinmetall, Mechanik, Motor, Zentronik, Robotron, Soemtron könnten da etwas verwirren.
In der ewigen Tabelle der DDR-Liga nimmt Sömmerda immerhin einen beachtlichen 42. Platz ein. Das reicht freilich nicht an den 10. Platz der Nordhäuser in dieser Statistik heran. Auch in der Gesamtbilanz stehen die Aktien für Wacker (Motor) deutlich besser: 33 Siegen stehen nur 16 Niederlagen gegenüber. 15 Unentschieden in den bisherigen uns bekannten 64 Vergleichen seit 1915 stehen zu Buche, wovon 52 als Punktspiele nach 1948 ausgetragen wurden (zweimal sogar 1989/90 in der Bezirksliga Erfurt gegen Sömmerdas zweite Mannschaft).
Interessant ist die Tatsache, dass die ersten vier Vergleiche hintereinander jeweils knapp mit 3:2 für die Nordhäuser endeten, ein Ergebnis, das insgesamt schon achtmal als Endresultat auftauchte. Das erste Punktspiel führte Nordhausen und Sömmerda 1948 in der Staffel 1 der Landesklasse Thüringen zusammen. Nordhausen siegte auswärts 3:2 in dieser Aufstellung: Rentsch, Beykirch, Zimmermann, Kunze, Neumann, Weithöner, Kindervater (1 Tor), Schmidt, Lungwitz, Große (2) und Arm. Im Rückspiel, das natürlich auch 3:2 endete, schossen Lungwitz, Arm und Kunze die Siegtreffer. Nordhausen stieg in die DS-Liga auf.
Im Mai 1969 schlugen die Südharzer Sömmerda im Heimspiel 3:2 und stiegen anschließend wieder in die DDR-Liga auf, der Nordhausen dann ununterbrochen bis 1989 angehörte. 1976 drehte Zentronik den Spieß um und siegte am Kuhberg 3:2. Am 1. Dezember 1991 gab es zum letzten Mal einen Sömmerdaer Sieg – einmal dürfen Sie das Ergebnis raten. Richtig! Soemtron gewann im heimischen Stadion 3:2 in der Amateur-Oberliga des NOFV. Zweifacher Torschütze war Gogsch, dem fast noch der Ausgleich gelungen wäre. Damit ging eine Wacker-Serie von fünf ungeschlagenen Spielen zu Ende.
Im Dezember 1992 kam es in Leinefelde zu einem Aufeinandertreffen bei der Thüringer Hallenmeisterschaft, das Wacker gewann. Das erneute Ergebnis muss ich ja wohl nicht mehr nennen. Keeper Fienhold, Kiel und J. Ludwig waren für die Treffer verantwortlich. Im bisher letzten Vergleich beider Teams war Wacker im April 2005 in der Landesklasse Ost zu Hause deutlicher 4:0-Sieger. Aus der damaligen Elf spielen noch Finsterbusch, Elle Taute, Pistorius, Pohl und Kohlhause beim Gastgeber.
Während Wackers Weg danach wenigstens in die Thüringenliga führte, verweilen die Sömmerdaer noch in der Landesklasse. Ihr gegenwärtiger Tabellenplatz dürfte momentan kaum den Blick nach oben zulassen. Zu wünschen wäre es den Gästen allemal, denn Begegnungen beider Fußball-Sportvereine haben eine lange Tradition. Die Wackerfans hoffen auf eine weitere Steigerung ihrer Neunziger und auf einen Erfolg – vielleicht wieder ein 3:2?
Klaus Verkouter
Autor: nnz
Die Gäste am Samstag (Foto: Verkouter)
Erinnern Sie sich noch an Wolfgang Benkert, Martin Busse oder Nationalspieler Thomas Linke? Alle kickten einst für die Sömmerdaer. Allein das belegt, dass Wackers nächster Kontrahent auf gute Traditionen verweisen kann. Nicht umsonst hat der Verein 14 Jahre lang in der DDR- und NOFV-Liga gespielt. Nur die häufig wechselnden Namen Rheinmetall, Mechanik, Motor, Zentronik, Robotron, Soemtron könnten da etwas verwirren.In der ewigen Tabelle der DDR-Liga nimmt Sömmerda immerhin einen beachtlichen 42. Platz ein. Das reicht freilich nicht an den 10. Platz der Nordhäuser in dieser Statistik heran. Auch in der Gesamtbilanz stehen die Aktien für Wacker (Motor) deutlich besser: 33 Siegen stehen nur 16 Niederlagen gegenüber. 15 Unentschieden in den bisherigen uns bekannten 64 Vergleichen seit 1915 stehen zu Buche, wovon 52 als Punktspiele nach 1948 ausgetragen wurden (zweimal sogar 1989/90 in der Bezirksliga Erfurt gegen Sömmerdas zweite Mannschaft).
Interessant ist die Tatsache, dass die ersten vier Vergleiche hintereinander jeweils knapp mit 3:2 für die Nordhäuser endeten, ein Ergebnis, das insgesamt schon achtmal als Endresultat auftauchte. Das erste Punktspiel führte Nordhausen und Sömmerda 1948 in der Staffel 1 der Landesklasse Thüringen zusammen. Nordhausen siegte auswärts 3:2 in dieser Aufstellung: Rentsch, Beykirch, Zimmermann, Kunze, Neumann, Weithöner, Kindervater (1 Tor), Schmidt, Lungwitz, Große (2) und Arm. Im Rückspiel, das natürlich auch 3:2 endete, schossen Lungwitz, Arm und Kunze die Siegtreffer. Nordhausen stieg in die DS-Liga auf.
Im Mai 1969 schlugen die Südharzer Sömmerda im Heimspiel 3:2 und stiegen anschließend wieder in die DDR-Liga auf, der Nordhausen dann ununterbrochen bis 1989 angehörte. 1976 drehte Zentronik den Spieß um und siegte am Kuhberg 3:2. Am 1. Dezember 1991 gab es zum letzten Mal einen Sömmerdaer Sieg – einmal dürfen Sie das Ergebnis raten. Richtig! Soemtron gewann im heimischen Stadion 3:2 in der Amateur-Oberliga des NOFV. Zweifacher Torschütze war Gogsch, dem fast noch der Ausgleich gelungen wäre. Damit ging eine Wacker-Serie von fünf ungeschlagenen Spielen zu Ende.
Im Dezember 1992 kam es in Leinefelde zu einem Aufeinandertreffen bei der Thüringer Hallenmeisterschaft, das Wacker gewann. Das erneute Ergebnis muss ich ja wohl nicht mehr nennen. Keeper Fienhold, Kiel und J. Ludwig waren für die Treffer verantwortlich. Im bisher letzten Vergleich beider Teams war Wacker im April 2005 in der Landesklasse Ost zu Hause deutlicher 4:0-Sieger. Aus der damaligen Elf spielen noch Finsterbusch, Elle Taute, Pistorius, Pohl und Kohlhause beim Gastgeber.
Während Wackers Weg danach wenigstens in die Thüringenliga führte, verweilen die Sömmerdaer noch in der Landesklasse. Ihr gegenwärtiger Tabellenplatz dürfte momentan kaum den Blick nach oben zulassen. Zu wünschen wäre es den Gästen allemal, denn Begegnungen beider Fußball-Sportvereine haben eine lange Tradition. Die Wackerfans hoffen auf eine weitere Steigerung ihrer Neunziger und auf einen Erfolg – vielleicht wieder ein 3:2?
Klaus Verkouter
