Schnellerer Weg zum Berufsleben
Sonntag, 21. April 2002, 10:19 Uhr
Nordhausen (nnz). Vor ein paar Jahren wusste hierzulande kaum jemand, was sich hinter dem Begriff Bachelor verbirgt. Inzwischen erfreut sich dieser Hochschulabschluss zumindest bei den Studierenden zunehmender Beliebtheit. Aber auch die Wirtschaft in Deutschland freundet sich langsam damit an. Worum es geht, sagt nnz.
Wann immer das Studium in Deutschland kritisiert wird, kristallisieren sich drei Punkte deutlich heraus: Im Vergleich zum internationalen Standard dauert das Studium hier zu lange, die Abschlüsse weiß man im Ausland nicht richtig einzuschätzen und es fehlt die Vorbereitung auf den Beruf. Vor allem sind die Universitätsabsolventen mit ihrem Abschluss zu alt, zu vergeistigt und haben es schwer, im Ausland die entsprechende Einschätzung zu finden. Ein Abschluss, der den Weg ins Berufsleben praktikabler gestalten soll und gleichzeitig internationales Flair besitzt, hat der Zug zur Globalisierung den deutschen Hochschulen beschert: den "Bachelor".
Dieser an sich anglo-amerikanische Abschluss des Bachelor soll das Studium deutlich verkürzen, international vergleichbar und einschätzbar sein und sich gleichzeitig am Berufsleben ausrichten. Formal sind es hauptsächlich drei Punkte, die den Bachelor nach drei Jahren Studium - und den darauf aufbauenden Master (zwei weitere Jahre) von Magister und Diplom unterscheiden: Modularisierung, studienbegleitende Prüfungen und der klare Berufsfeldbezug. Erinnert sei in diesem Zusammenhang, dass z.B. die Fachhochschule Nordhausen gerade durch deren modulare Ausrichtung die besten Voraussetzungen für derartige Abschlüsse hat.
Das Studium wird also in Module eingeteilt. Innerhalb derer - meist umfassen sie ein Semester - sich thematisch ähnliche Vorlesungen und Seminare finden. Am Ende eines Semesters wird für das jeweilige Modul abgerechnet. Für Klausuren, Hausarbeiten oder Referate werden - gemäß dem sogenannten European Credit Transfer System - Punkte verteilt. Diese Bewertung nach Punkten ist im Gros der europäischen Länder dieselbe und schafft damit Vergleichbarkeit.
Abgeschlossen wird das Studium nicht mit einer umfassenden Magister- oder Diplomarbeit, sondern mit einer wesentlich kürzeren Bachelorarbeit. War es bei einigen Magister- oder Diplomstudiengängen bisher so, dass Semesterarbeiten und Klausuren kaum oder gar nicht zählten und lediglich Zwischenprüfungen und Abschlussprüfungen gewertet wurden, verleiht der Bachelor studienbegleitenden Prüfungen wesentlich mehr Gewicht.
Die Verbindung zur Praxis soll durch Praktika hergestellt werden, die an Fachhochschulen ja weitgehend obligatorisch sind. Wer das dreijährige Studium gut genug abschließt, kann dann den "MBA" (Master of Business Administration) machen.Um was es sich dabei handelt, wird umfassend im "MBA-Guide 2002" beschrieben, einer Broschüre, die im Luchterhandverlag erschienen ist. Er gibt einen systematischen Überblick über den Anbieter-Markt sowie Trends in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Autor: nnzWann immer das Studium in Deutschland kritisiert wird, kristallisieren sich drei Punkte deutlich heraus: Im Vergleich zum internationalen Standard dauert das Studium hier zu lange, die Abschlüsse weiß man im Ausland nicht richtig einzuschätzen und es fehlt die Vorbereitung auf den Beruf. Vor allem sind die Universitätsabsolventen mit ihrem Abschluss zu alt, zu vergeistigt und haben es schwer, im Ausland die entsprechende Einschätzung zu finden. Ein Abschluss, der den Weg ins Berufsleben praktikabler gestalten soll und gleichzeitig internationales Flair besitzt, hat der Zug zur Globalisierung den deutschen Hochschulen beschert: den "Bachelor".
Dieser an sich anglo-amerikanische Abschluss des Bachelor soll das Studium deutlich verkürzen, international vergleichbar und einschätzbar sein und sich gleichzeitig am Berufsleben ausrichten. Formal sind es hauptsächlich drei Punkte, die den Bachelor nach drei Jahren Studium - und den darauf aufbauenden Master (zwei weitere Jahre) von Magister und Diplom unterscheiden: Modularisierung, studienbegleitende Prüfungen und der klare Berufsfeldbezug. Erinnert sei in diesem Zusammenhang, dass z.B. die Fachhochschule Nordhausen gerade durch deren modulare Ausrichtung die besten Voraussetzungen für derartige Abschlüsse hat.
Das Studium wird also in Module eingeteilt. Innerhalb derer - meist umfassen sie ein Semester - sich thematisch ähnliche Vorlesungen und Seminare finden. Am Ende eines Semesters wird für das jeweilige Modul abgerechnet. Für Klausuren, Hausarbeiten oder Referate werden - gemäß dem sogenannten European Credit Transfer System - Punkte verteilt. Diese Bewertung nach Punkten ist im Gros der europäischen Länder dieselbe und schafft damit Vergleichbarkeit.
Abgeschlossen wird das Studium nicht mit einer umfassenden Magister- oder Diplomarbeit, sondern mit einer wesentlich kürzeren Bachelorarbeit. War es bei einigen Magister- oder Diplomstudiengängen bisher so, dass Semesterarbeiten und Klausuren kaum oder gar nicht zählten und lediglich Zwischenprüfungen und Abschlussprüfungen gewertet wurden, verleiht der Bachelor studienbegleitenden Prüfungen wesentlich mehr Gewicht.
Die Verbindung zur Praxis soll durch Praktika hergestellt werden, die an Fachhochschulen ja weitgehend obligatorisch sind. Wer das dreijährige Studium gut genug abschließt, kann dann den "MBA" (Master of Business Administration) machen.Um was es sich dabei handelt, wird umfassend im "MBA-Guide 2002" beschrieben, einer Broschüre, die im Luchterhandverlag erschienen ist. Er gibt einen systematischen Überblick über den Anbieter-Markt sowie Trends in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
