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Hilfe ...!

Donnerstag, 18. April 2002, 14:02 Uhr
Hesserode(nnz) ..., die ankommt. Wie wenige Leute durch Eigeninitiative viele hilfsbedürftige Menschen unterstützen können, zeigt eine kleine engagierte Gruppe aus Hesserode. nnz hat sie besucht.


Hilfe für Tschernobyl 16 Jahre ist es nun schon her, als verschleierte Meldungen aus der Ukraine sachte nach Deutschland und ins restliche Europa schwappten. Der Super-GAU im Atomkraftwerk von Tschernobyl war eine heftig diskutierte, aber offiziell eher verschwiegene Angelegenheit.

Wesentlich gravierender als in der Ukraine waren die Auswirkungen jedoch in Weißrussland, das durch die damalige Windrichtung den größten Teil der radioaktiven Wolke abbekam. Die Folgen in den betroffenen Gebieten sind bis heute spürbar. Nicht nur gesundheitlich ist die Lage kritisch, der Lebensstandard ist allgemein gering. Jede Hilfe wird benötigt und mit offenen Armen entgegen genommen.

Das erkannte auch eine Gruppe hilfsbereiter Leute aus Hesserode. Bereits 1999 nahmen sie ihre Aufgabe wahr und unterstützen seitdem zwei Gemeinden an der Grenze von Weißrussland und der Ukraine. Seit Mai 2000 helfen sie als „Nordhäuser-Tschernobyl-Hilfe“ e. V. Die 16 Mitglieder liefern mehrmals im Jahr etwa zwei LKW-Ladungen mit Gebrauchsgegenständen und Lebensmitteln, wobei jedes Mitglied eine eigene Familie versorgt. Ein weißrussischer Partnerverein fungiert dabei als „rechte Hand“ der Hesseröder.

Besondere Aufmerksamkeit gilt den Kindern. Jährlich werden einige von ihnen in deutschen Gastfamilien untergebracht. Verschiedene Freizeitangebote garantieren ein besonderes Ferienerlebnis. Wie schon im letzten Jahr werden die Kinder einen Teil ihres Aufenthaltes auf dem Hufhaus verbringen. Von Ende Juni bis Mitte Juli können sie allerlei Dinge in der Südharzregion erleben, die in ihrer Heimat wohl nie möglich sein werden.

Da sich der Verein ausschließlich durch Spendengelder und die Eigeninitiative der Mitglieder trägt, sind Zuwendungen jeglicher Art immer willkommen. Wer ein großzügiges, freigiebiges Herz beweisen möchte, meldet sich bei Wolfgang Koch, dem Vorsitzenden des Vereins, in Hesserode.
Manuela Jauer
Autor: nnz

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