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Der Ball rollt wieder

Freitag, 25. Januar 2008, 09:09 Uhr
Am kommenden Sonnabend ab 14 Uhr wird es im Albert-Kuntz-Sportpark zu einem ersten Kräftemessen im neuen Jahr kommen. Die Gäste von Wacker Nordhausen, vor allem aber deren sportliches Verhältnis zum Nordhäuser Traditionsverein hat sich Klaus Verkouter mal genauer angesehen.


Der Thüringenligist FSV Wacker 90 Nordhausen trifft in einem Testspiel auf den auf Platz 16 der Verbandsliga Sachsen-Anhalt stehenden FSV Hettstedt. Die Liga aus dem benachbarten Bundesland stellt eine kampfstarke Staffel dar. Vereine wie Stendal, Dessau, Halle 98, Wolfen, 1. FC Magdeburg II oder Staßfurt (dort verlor Wacker zum Beispiel in der Saisonvorbereitung klar mit 3:0) besitzen eine gute Fußballtradition.

Noch nie stritten Nordhausen und Hettstedt in ihrer Vereinsgeschichte um Punkte. Doch beinahe wäre es in der Saison 1928/1929 im Kyffhäusergau dazu gekommen. Die Hettstedter zogen ihre Mannschaft aber kurzfristig zurück. Wacker belegte damals den 3. Platz.

Freundschaftsspiele gegeneinander wurden allerdings schon ausgetragen. Im Albert-Kuntz-Sportpark kam es jedoch erst einmal zum Duell. Dieses Spiel unter dem Namen Motor gegen Stahl endete hier am 29. Januar 1986 2:2 unentschieden.

Die anderen drei bisherigen Begegnungen fanden alle in Hettstedt statt. Am 12. Februar 1983 siegte Motor gegen die Stahl- und Walzwerker dort knapp mit 1:0. Mit dem gleichen Resultat
fuhren die Nordhäuser am 1. August 1984 als Sieger nach Hause. Frank Ludwig, die Weißhauptbrüder oder Holger Demme standen in den Reihen der Motor-Elf, während Winkel, Morosow und Engelmann sich im Sommer anderen Vereinen angeschlossen hatten.

Erst 2006 kam es wieder zu einer freundschaftlichen Begegnung, die bei sengender Hitze einen kuriosen Verlauf nahm. Trotz klarer Nordhäuser Feldüberlegenheit brachten einige gefährliche Konter die Gastgeber bis zur Halbzeit mit 3:0 in Führung. Als dann Klaus einen Elfmeter nicht im Kasten unterbrachte und Cieslas, Brauns und kurz nach dem Wechsel wiederum Klaus’ Geschosse nur das Holz trafen, hätte Wacker fast verzweifeln können. Aber dann trafen Pohl (2), Hoffmann, Klaus und Ciesla doch noch ins Netz zum verdienten 5:3-Auswärtssieg.

Da der FSV Hettstedt im Gegensatz zu den Neunzigern in der Fairnesstabelle der
Verbandsliga sehr weit hinten steht, wird es für die Nordhäuser gegen diese harten Männer sicher nicht ganz einfach werden, um weiterhin in den Begegnungen mit den Mansfeldern unbesiegt zu bleiben.

Spielt das Wetter mit, dürfte es zu einer spannenden Auseinandersetzung auf dem „winterlich-grünen“ Rasen kommen, zumal die richtige Formation für die Rückrunde schnell gefunden werden muss.
Klaus Verkouter
Autor: nnz

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