Wacker: Kandidaten für Präsidium gefunden - wer wird Präsident?
Mittwoch, 13. September 2000, 14:03 Uhr
Nordhausen (nnz). Das amtierende Präsidium von Wacker Nordhausen ist guter Dinge, zumindest was das Insolvenzverfahren betrifft. Die erforderliche Summe konnte aufgebracht werden und Insolvenzverwalter Olaf Kupke kann in die Verhandlungen gehen. Während einer Gesprächsrunde in der vergangenen Woche hätten die Präsidiumsmitglieder vergangener Zeiten die Zahlung von entsprechenden Summen per Unterschrift bestätigt, erfuhr die nnz. Positive Signale gebe es auch vom Finanzamt als größten Gläubiger.
Probleme treten seit einiger Zeit mit dem amtierenden Vizepräsidenten Peter Vogt auf. Der soll nach nnz-Informationen in den letzten Monaten neuen Spielern Versprechungen gemacht, die auf keinen Fall eingehalten werden können. Beispiel dafür Jan Arnoldi, der Wacker Nordhausen wieder den Rücken kehrte. Darauf entschied sich das amtierende Präsidium, Vogt von seiner Funktion zu entbinden. Da solch ein Beschluß allerdings nicht mit der Satzung des Vereins konform geht, habe sich Vogt wieder in seine Funktion "quasi selbst eingesetzt". Bis zur Mitgliederversammlung sollen diese Querelen allerdings der Vergangenheit angehören, versicherte Klaus Gorges der nnz.
Gespannt dürfen die Wacker-Mitglieder allerdings auf die Kandidaten für das künftige Präsidium sein. Auch hier sollen Vorab-Gespräche bereits gelaufen sein - mit Erfolg. Vertreter aus Politik und Wirtschaft hätten sich für diese schwierige Funktion bereit erklärt. Der neue Präsident wird nach nnz-Recherchen aus dem Bereich der Politik kommen. Sollte an diesem Freitag kein Präsident die Verantwortung für den Verein übernehmen, dann könne Wacker Nordhausen als traditionsreicher Nordhäuser Fußballverein endgültig der Vergangenheit angehören.
Sportlich steht jetzt erst einmal die Begegnung gegen Dynamo Dresden auf dem Programm. Aus Dresden haben sich fast 1.000 Fans angesagt, darunter viele aus der gewaltbereiten Szene. Bei einer Abnahme des Gästeblocks im Albert-Kuntz-Sportparks traten erhebliche Beeinträchtigungen der Sicherheit auf. Die Polizei bemängelte vor allem zerrissene Zäune und Absperrungen. Nach Absprache mit Oberbürgermeisterin Barbara Rinke und Landrat Joachim Claus soll bis zum Sonntag ein neuer Zaun angebracht werden. Trotzdem wird es vor und während des Spiels zu verschärften Sicherheitsvorkehrungen kommen.
Die Fans des Oberliga-Fußballs werden am Sonntag auf jeden Fall auf ihre Kosten kommen und die Sachsen werden alles daran setzen, um endlich in Nordhausen ihren ersten Sieg einzufahren. Zweimal verließ Dynamo in gemeinsamen Zeiten der Regionalliga den Platz als Verlierer. Und viele Wacker-Freunde werden sich dabei noch an ein spektakuläres Tor von Wacker-Urgestein Frank Ludwig erinnern.
Anstoß im Albert-Kuntz-Sportpark ist am Sonntag um 14 Uhr.
Autor: psgProbleme treten seit einiger Zeit mit dem amtierenden Vizepräsidenten Peter Vogt auf. Der soll nach nnz-Informationen in den letzten Monaten neuen Spielern Versprechungen gemacht, die auf keinen Fall eingehalten werden können. Beispiel dafür Jan Arnoldi, der Wacker Nordhausen wieder den Rücken kehrte. Darauf entschied sich das amtierende Präsidium, Vogt von seiner Funktion zu entbinden. Da solch ein Beschluß allerdings nicht mit der Satzung des Vereins konform geht, habe sich Vogt wieder in seine Funktion "quasi selbst eingesetzt". Bis zur Mitgliederversammlung sollen diese Querelen allerdings der Vergangenheit angehören, versicherte Klaus Gorges der nnz.
Gespannt dürfen die Wacker-Mitglieder allerdings auf die Kandidaten für das künftige Präsidium sein. Auch hier sollen Vorab-Gespräche bereits gelaufen sein - mit Erfolg. Vertreter aus Politik und Wirtschaft hätten sich für diese schwierige Funktion bereit erklärt. Der neue Präsident wird nach nnz-Recherchen aus dem Bereich der Politik kommen. Sollte an diesem Freitag kein Präsident die Verantwortung für den Verein übernehmen, dann könne Wacker Nordhausen als traditionsreicher Nordhäuser Fußballverein endgültig der Vergangenheit angehören.
Sportlich steht jetzt erst einmal die Begegnung gegen Dynamo Dresden auf dem Programm. Aus Dresden haben sich fast 1.000 Fans angesagt, darunter viele aus der gewaltbereiten Szene. Bei einer Abnahme des Gästeblocks im Albert-Kuntz-Sportparks traten erhebliche Beeinträchtigungen der Sicherheit auf. Die Polizei bemängelte vor allem zerrissene Zäune und Absperrungen. Nach Absprache mit Oberbürgermeisterin Barbara Rinke und Landrat Joachim Claus soll bis zum Sonntag ein neuer Zaun angebracht werden. Trotzdem wird es vor und während des Spiels zu verschärften Sicherheitsvorkehrungen kommen.
Die Fans des Oberliga-Fußballs werden am Sonntag auf jeden Fall auf ihre Kosten kommen und die Sachsen werden alles daran setzen, um endlich in Nordhausen ihren ersten Sieg einzufahren. Zweimal verließ Dynamo in gemeinsamen Zeiten der Regionalliga den Platz als Verlierer. Und viele Wacker-Freunde werden sich dabei noch an ein spektakuläres Tor von Wacker-Urgestein Frank Ludwig erinnern.
Anstoß im Albert-Kuntz-Sportpark ist am Sonntag um 14 Uhr.
