Jubel bei Wacker Nordhausen
Samstag, 13. April 2002, 22:23 Uhr
Nordhausen (nnz). Am Wochenende empfing Wacker 90 Nordhausen im Albert-Kuntz-Sportpark den Tabellenvorletzten Union Mühlhausen zum fälligen Punktspiel der Thüringenliga. nnz-Mitarbeiter Rainer Hellberg hat die Partie gesehen. Hier sein Bericht.
Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Auch wenn es für die Weißhaupt-Truppe nur noch minimale Chancen gibt, die Klasse zu halten, wollte man diese mit einem Sieg über den Tabellennachbarn Mühlhausen unbedingt wahren. Die ohne die verletzten Jens Ludwig und Steve Dornhofer, dafür aber wieder mit Kulbacki und Puc antretenden Gastgeber spielten von Beginn an couragiert und drangvoll. Bereits in der Anfangsphase hatte Pistorius die Führung auf dem Fuß. In der 1. Minute setze er nach einer Kulbacki-Ablage das Leder knapp über das Tor und kurz darauf verfehlte sein Kopfball ebenfalls das Gehäuse nur um wenige Zentimeter. In der 9. Minute traf Adam Kulbackis nur den Innenpfosten, der Ball sprang zurück ins Spielfeld, und in der 22. Minute musste Gästetorwart Thöring sein ganzes Können aufbieten, um einen Heise-Kopfball von der Linie zu holen. Nordhausen bot in dieser Phase einen begeisternden Fußball, den die Zuschauer mit Beifall auf offener Szene honorierten.
Eine halbe Stunde spielte nur Wacker, Union verlegte sich aufs Kontern. Nach 33 Minuten sorgten die Mühlhäuser zum ersten Mal mit einem 20 m-Schuss, der knapp am von Lenczewski gehütete Tor vorbei strich, für Gefahr. Auf der Gegenseite prüfte wiederum Kulbacki mit einem Kopfball den hervorragenden Thöring. In der 45. Minute vergab der Pole freistehend aus 15 m. Das hätte eigentlich schon die Führung sein müssen.
Nach dem Pausentee das gleiche Bild. Wacker erkämpfte sich eine Möglichkeit nach der anderen. Dann endlich hatten die rund 200 Zuschauer Grund zum Jubeln. Kulbackis Kopfball aus 10 m schlug unhaltbar im Gehäuse der Mühlhäuser zum 1:0 ein. Danach kam Union besser ins Spiel. Geschickt verengten sie die Räume und sorgten mit steilen Pässen in die Tiefe für Gefahr vor dem Wacker-Gehäuse. Mühlhausens Trainer brachte zwei neue Offensivspieler, die für noch mehr Druck sorgten. Aber die von Pohl gut organisierte Abwehr stand sicher.
In der 75. Minute gelang Prokosch nach Vorarbeit von Frank Ludwig das erlösende 2:0 und drei Minuten später erhöhte Elle sogar noch auf 3:0. Auch in dieser Höhe ging der Sieg völlig in Ordnung. Weißhaupt brachte für Frank Ludwig (80.), Kulbacki (85.) und Mook (87.) die Juniorenspieler Schmidt, Kühne und Wenzel.
Die besten Noten verdienten sich an diesem Tag Kapitän Sven Pistorius, Frank Ludwig, Sebastian Elle und Adam Kulbacki, der nur durch Fouls zu bremsen war, sich aber diesmal zu keiner Unbedachtsamkeit hinreißen ließ. Erfreulich auch die Leistungen der eingesetzten Juniorenspieler. Der herzliche Applaus, der die Spieler in die Kabine begleitete, dürfte die Elf zusätzlich für die kommenden Aufgaben motivieren.
Wacker spielte mit: Lenzewski, Mook (87. Wenzel), Puc, Nebelung, Pohl, Elle, Heise, Frank Ludwig (80. Kühne), Prokosch, Kulbacki (85. Kühne), Pistorius.
Am kommenden Sonnabend (20.04.) muss Wacker 90 auf den Lindenberg nach Weimar. Die Goethe-Städter sind noch nicht aller Abstiegssorgen ledig. Sie brauchen auch jeden Punkt. Mit der gleichen vorbildlichen Moral, dem großen persönlichen Einsatz und der kämpferischen Einstellung der Mannschaft wie gegen Mühlhausen, haben die Weißhaupt-Schützlinge durchaus eine Chance auf einen weiteren vollen Erfolg.
Autor: rh
Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Auch wenn es für die Weißhaupt-Truppe nur noch minimale Chancen gibt, die Klasse zu halten, wollte man diese mit einem Sieg über den Tabellennachbarn Mühlhausen unbedingt wahren. Die ohne die verletzten Jens Ludwig und Steve Dornhofer, dafür aber wieder mit Kulbacki und Puc antretenden Gastgeber spielten von Beginn an couragiert und drangvoll. Bereits in der Anfangsphase hatte Pistorius die Führung auf dem Fuß. In der 1. Minute setze er nach einer Kulbacki-Ablage das Leder knapp über das Tor und kurz darauf verfehlte sein Kopfball ebenfalls das Gehäuse nur um wenige Zentimeter. In der 9. Minute traf Adam Kulbackis nur den Innenpfosten, der Ball sprang zurück ins Spielfeld, und in der 22. Minute musste Gästetorwart Thöring sein ganzes Können aufbieten, um einen Heise-Kopfball von der Linie zu holen. Nordhausen bot in dieser Phase einen begeisternden Fußball, den die Zuschauer mit Beifall auf offener Szene honorierten.Eine halbe Stunde spielte nur Wacker, Union verlegte sich aufs Kontern. Nach 33 Minuten sorgten die Mühlhäuser zum ersten Mal mit einem 20 m-Schuss, der knapp am von Lenczewski gehütete Tor vorbei strich, für Gefahr. Auf der Gegenseite prüfte wiederum Kulbacki mit einem Kopfball den hervorragenden Thöring. In der 45. Minute vergab der Pole freistehend aus 15 m. Das hätte eigentlich schon die Führung sein müssen.
Nach dem Pausentee das gleiche Bild. Wacker erkämpfte sich eine Möglichkeit nach der anderen. Dann endlich hatten die rund 200 Zuschauer Grund zum Jubeln. Kulbackis Kopfball aus 10 m schlug unhaltbar im Gehäuse der Mühlhäuser zum 1:0 ein. Danach kam Union besser ins Spiel. Geschickt verengten sie die Räume und sorgten mit steilen Pässen in die Tiefe für Gefahr vor dem Wacker-Gehäuse. Mühlhausens Trainer brachte zwei neue Offensivspieler, die für noch mehr Druck sorgten. Aber die von Pohl gut organisierte Abwehr stand sicher.
In der 75. Minute gelang Prokosch nach Vorarbeit von Frank Ludwig das erlösende 2:0 und drei Minuten später erhöhte Elle sogar noch auf 3:0. Auch in dieser Höhe ging der Sieg völlig in Ordnung. Weißhaupt brachte für Frank Ludwig (80.), Kulbacki (85.) und Mook (87.) die Juniorenspieler Schmidt, Kühne und Wenzel.
Die besten Noten verdienten sich an diesem Tag Kapitän Sven Pistorius, Frank Ludwig, Sebastian Elle und Adam Kulbacki, der nur durch Fouls zu bremsen war, sich aber diesmal zu keiner Unbedachtsamkeit hinreißen ließ. Erfreulich auch die Leistungen der eingesetzten Juniorenspieler. Der herzliche Applaus, der die Spieler in die Kabine begleitete, dürfte die Elf zusätzlich für die kommenden Aufgaben motivieren.
Wacker spielte mit: Lenzewski, Mook (87. Wenzel), Puc, Nebelung, Pohl, Elle, Heise, Frank Ludwig (80. Kühne), Prokosch, Kulbacki (85. Kühne), Pistorius.
Am kommenden Sonnabend (20.04.) muss Wacker 90 auf den Lindenberg nach Weimar. Die Goethe-Städter sind noch nicht aller Abstiegssorgen ledig. Sie brauchen auch jeden Punkt. Mit der gleichen vorbildlichen Moral, dem großen persönlichen Einsatz und der kämpferischen Einstellung der Mannschaft wie gegen Mühlhausen, haben die Weißhaupt-Schützlinge durchaus eine Chance auf einen weiteren vollen Erfolg.
