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"Wehrunwürdige" in der Wehrmacht

Dienstag, 09. April 2002, 13:23 Uhr
Nordhausen (nnz). „Im Widerstand gegen Faschismus und Krieg - Wer waren die 999er?“ Diese Frage beantwortet eine Ausstellung, die morgen um 19 Uhr in der Nordhäuser „Flohburg“, Barfüßerstraße 6, öffnet. nnz mit den ersten Informationen.


Zur Eröffnung sprechen Wilhelm Gabel, Überlebender der Strafdivision 999 in der Wehrmacht und Sprecher des Landesvorstandes Thüringen der AG ehemaliger 999er sowie Dr. Jens-Christian Wagner, kommissarischer Leiter der Gedenkstätte „Mittelbau-Dora“, der sich mit dem Thema „Wehrmachtsgefangene im KZ Mittelbau-Dora“ auseinandersetzt.


Im 2. Weltkrieg war 999 die Nummer einer Einheit, die vor allem in Nordafrika, aber auch in Griechenland und der Sowjetunion kämpfen musste. Diese Einheit bestand aus sogenannten eigentlich „Wehrunwürdigen“, die bisher von der Wehrpflicht ausgenommen waren, weil sie unter anderem - Zitat des Wehrgesetzes von 1935 in einer Information der Gruppe ehemaliger 999er - mit Zuchthaus bestraft wurden; nicht im Besitz der bürgerlichen Ehrenrechte waren; durch militärgerichtliches Urteil die Wehrwürdigkeit verloren haben oder wegen staatsfeindlicher Betätigung gerichtlich bestraft worden sind. Diese „Wehrunwürdigen“ wurden schließlich zum Militärdienst in der Wehrmacht herangezogen.

Die Ausstellung ist bis zum 5. Mai zu sehen. Sie ist täglich (außer montags) von 10 bis 17 Uhr geöffnet.
Autor: nnz

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