Hunderte Nordhäuser zeigten ihr Gesicht gegen rechten Stumpfsinn
Donnerstag, 16. November 2000, 20:03 Uhr
Nordhausen (nnz). Hunderte Menschen aus der Stadt und dem Landkreis Nordhausen haben am Abend gegen rechte Gewalt, Ausländerhaß und Fremdenfeindlichkeit demonstriert. Sie folgten damit einem Aufruf der Nordhäuser Stadtverwaltung, des DGB und der Kirche. Die Menschen auf dem Platz vor dem Nordhäuser Rathaus hatten ernste Gesichter und verdeutlichten damit: Die Würde des Menschen ist unantastbar!
In ihren Reden forderten sowohl Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) als auch der Nordthüringer DGB-Chef Ullrich Hannemann und Superintendent Stauss die Menschen auf, nicht zu schweigen und nicht wegzusehen, wenn der braune Mob durch die Straßen zieht, Ausländer beschimpft, schlägt und misshandelt. Heute dürfe in Deutschland niemand mehr sagen, er habe von dem allen nichts gewusst.
"Immer noch gibt es Fremdenfeindlichkeit in den Gedanken vieler Menschen", mahnte Barbara Rinke. Dieser käme nicht immer offen zum Ausdruck. Er entsteht jedoch dort, wo nicht über das künftige Europa und der Rolle Deutschlands darin nachgedacht werde. Gerade Nordhausen sei mit seiner furchtbaren Zerstörung im zweiten Weltkrieg das mahnende Opfer eines Systems der Menschenverachtung und des Größenwahns. Gerade in Nordhausen müssen die Menschen zeigen, dass es ihnen ernst ist. Ernst, mit Menschen anderer Nationalität, anderer Weltanschauung und Religion, anderer Hautfarbe offen und ehrlich umzugehen, sie zu integrieren statt abzulehnen.
Wenn das nicht nur in Nordhausen, sondern in Deutschland tagtäglich vorgelebt wird, nur dann komme Deutschland auch endlich in Europa an, so die Oberbürgermeisterin.
Autor: psgIn ihren Reden forderten sowohl Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) als auch der Nordthüringer DGB-Chef Ullrich Hannemann und Superintendent Stauss die Menschen auf, nicht zu schweigen und nicht wegzusehen, wenn der braune Mob durch die Straßen zieht, Ausländer beschimpft, schlägt und misshandelt. Heute dürfe in Deutschland niemand mehr sagen, er habe von dem allen nichts gewusst.
"Immer noch gibt es Fremdenfeindlichkeit in den Gedanken vieler Menschen", mahnte Barbara Rinke. Dieser käme nicht immer offen zum Ausdruck. Er entsteht jedoch dort, wo nicht über das künftige Europa und der Rolle Deutschlands darin nachgedacht werde. Gerade Nordhausen sei mit seiner furchtbaren Zerstörung im zweiten Weltkrieg das mahnende Opfer eines Systems der Menschenverachtung und des Größenwahns. Gerade in Nordhausen müssen die Menschen zeigen, dass es ihnen ernst ist. Ernst, mit Menschen anderer Nationalität, anderer Weltanschauung und Religion, anderer Hautfarbe offen und ehrlich umzugehen, sie zu integrieren statt abzulehnen.
Wenn das nicht nur in Nordhausen, sondern in Deutschland tagtäglich vorgelebt wird, nur dann komme Deutschland auch endlich in Europa an, so die Oberbürgermeisterin.
