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Das Gerangel geht jetzt richtig los

Freitag, 05. April 2002, 15:58 Uhr
Nordhausen (nnz). Die Kandidaten für den Bundestagswahlkampf sind aufgestellt. Nun geht das Gerangel hinter den Kulissen in die entscheidende Phase. Beispiel: PDS.


Noch in diesem Monat soll der Vorschlag des Landesvorstandes für eine Liste auf den Tisch der Kreisverbände flattern. Doch bereits vorher sickert die eine oder andere Information durch. Man will sich positionieren. Und so wurde heute bekannt, dass sich Gerhard Jüttemann um den Platz 2 auf der Landesliste bewerben will, im Parteideutsch: er will kämpfen. Platz 1 bleibt der „Chefin“ Gabi Zimmer vorbehalten. Bereits da machen aber einige Basis-Funktionäre richtig Stimmung, inoffiziell versteht sich. Nach außen werden derartige Attacken nicht gefahren, Parteidisziplin ist angesagt.

Gegen wen Jüttemann da in Sömmerda kämpfen muß, das steht bereits fest: Carsten Hübner. Der „junge Wilde“ wird selbst von der Bundestagsfraktion der PDS als der Shooting-Star eingeschätzt, sehr zum Widerwillen des Landesvorstandes und natürlich der Nordthüringer Basis. Doch für Jüttemann könnte es auch aus geographischer Sicht eng werden. Schaut man auf die Landkarte, dann ist mit Kersten Naumann nicht nur eine Kandidatin aus dem Kyffhäuserkreis aufgestellt, sondern die Kandidatin ist eben eine Frau. Und: Die Frauenquote ist in der PDS sehr hoch angesiedelt. Übrigens will sich ja auch Matthias Mitteldorf auf dieser Liste sehen, ein Platz unter den ersten Fünf sollte für ihn jedoch in astronomischer Entfernung liegen.
Autor: nnz

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