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nnz on tour: Alpen Spezial 2007 (5)

Donnerstag, 20. Dezember 2007, 10:01 Uhr
Kein Regen – das wahr wohl die wichtigste Neuerung am 5. Tag unserer Alpentour 2007. Aber auch ohne Regen, gab es genügend Unwegbarkeiten um es zu einem spannenden Tag zu machen. Besonderes Highlight war wohl der Nahrungsmangen.


22. August San Carlo – Vezza d´Oglio
San Carlo – Valdidentro – Bormio – Grosio – Passo della Foppa – Monno – Venza d´Oglio

Unsere italienischen Gastgeber hatten im Trockenraum über Nacht das Fenster aufgelassen. Die Hälfte unserer Sachen war also immer noch nass. Das größte Problem waren hierbei wohl die Schuhe von Anastazia. Da trat am Tag zuvor schon beim Treten das Wasser raus.

Morgenwolken (Foto: VGF) Morgenwolken (Foto: VGF) Der morgendliche Blick aus dem Fenster verhieß auch nichts gutes. Nur Wolken und Nebel. Wir konnten gerade mal zwei Häuser weit sehen. Für italienische Verhältnisse gab es ein gutes Frühstück und der Himmel klarte auch auf.

Trotzdem beschlossen wir, eine alternative Route über Bormio zu nehmen. Wir hofften so, aus einem »Zweibergtag« einen »Einbergtag« zu machen. Also erstmal bergab nach Bormio. Kurz vor Bormio fanden wir einen Fahrradladen, um Anastazias Bremse checken zu lassen. Der freundliche Mechaniker säuberte erst mal das saudreckige Fahrrad mit einem Hochdruckreiniger um dann festzustellen, dass es wohl die Bremsbeläge wären, er aber keinen entsprechenden Ersatz da hätte. Das alles in englisch mit etwas italienisch. Also weiter.

Bremsenbauer (Foto: VGF) Bremsenbauer (Foto: VGF) Nachdem wir ein paar Kilometer später das, nun saubere, Hinterrad selbst noch mal ausbauten, waren wir uns sicher, dass es nicht die Bremsbeläge waren. Diese sahen fast neu aus. Wohl doch eher, wie anfangs vermutet, Wasser bzw. Luft im System. Ein Problem, dass wir nicht beheben konnten.

Was nun folgte waren 1100 Höhenmeter strampeln. Der Passo del Foppa war voll fahrbar. Die erste Hütte auf dem Weg nach oben war so brechend voll, das wir uns, rotz Mittagszeit, entschieden weiter zu fahren. Was wir zu dem Zeitpunkt noch nicht wussten, Es handelte sich um die einzige Hütte auf dem weg nach oben. Wir hatten hier doch mit entscheidend mehr Hütten gerechnet, handelte es sich doch um ein Teilstück des Giro d´italia. Stunden später wurde der Hunger immer größer. Oben angekommen, sahen wir auf dem Weg nach unten mindestens fünf Hütten. Etwas trotzig über die wenigen Hütten (eine) beim Hochfahren aßen wir unsere Müsliriegel und beschlossen erst in Vezza d´Oglio einen Kaffee zu trinken. Es ging nur noch bergab und so erreichten wir gegen 16 Uhr unsere Pension.

Von Kaffee war keine Rede mehr. Wir hatten nur noch Hunger. Das zugehörige Restaurant öffnete aber erst 19.30 Uhr, also schlenderten wir auf der Suche nach einer Alternative etwas durchs Städtchen. Wir fanden aber nichts. Also weiter hungern.

Das Restaurant entschädigte dann aber voll für das lange Warten. Superessen in einem kuschligen italienischen Keller.
Autor: vgf

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