Briefe, zur Weihnacht geschrieben
Donnerstag, 13. Dezember 2007, 09:15 Uhr
Noch in diesem Monat, kurz vor dem Fest, treffen sich Literaturfreunde zur 12. Veranstaltung des Jahres 2007 in der Dichterstätte in Limlingerode. Kurz vor Heiligabend werden Briefe vorgelesen, die zum Weihnachtsfest verschickt wurden und aus mehreren Jahrhunderten stammen...
In ihnen offenbaren sich die Menschen besonders deutlich in ihrer Gedanken- und Gefühlswelt, ihre Lebensumstände werden deutlich. Das erste Schreiben stammt von Magdalena Beheim aus Nürnberg, das sie 1582 an ihren Bräutigam nach Italien sendet, den sie sehnsüchtig zu Hause erwartet, das letzte von Käthe Kollwitz, 1944 an Sohn und Schwiegertochter in Berlin gerichtet.
Man begegnet sehr unterschiedlichen Temperamenten, wie Johann Wolfgang Goethe, der Mutter Schillers Elisabeth Dorothea, Caroline Schlegel, Philipp Otto Runge, Caroline von Humboldt, Georg Büchner, Clara Wieck, Robert Schumann, Felix Mendelssohn, Theodor Storm, Franz Marc und Paula Becker.
Letztere schreibt 1900 an ihren Verlobten Otto Modersohn: Alle hier sind beflügelt von einer Festfreude und der innere Sonnenschein, den ein jeder in sich trägt, der macht goldene Brücken. Ich wärme mich an diesem Stück Christentum und nehme es entgegen wie ein Märlein. Und es ist ein Fest für Frauen, denn diese Mutterbotschaft lebt ja immer noch weiter in jedem Weibe, das ist alles so heilig. Das ist ein Mysterium, das für mich tief und undurchdringlich und zart und allumfassend ist ...
Eine herzliche Einladung also von den Mitgliedern des Fördervereins Dichterstätte Sarah Kirsch, sich an diesem vorweihnachtlichen Nachmittag des 22. 12. 07 ab 14.30 Uhr der Briefkultur von Männern und Frauen verschiedener Zeiten hinzugeben.
Heidelore Kneffel
Autor: nnzIn ihnen offenbaren sich die Menschen besonders deutlich in ihrer Gedanken- und Gefühlswelt, ihre Lebensumstände werden deutlich. Das erste Schreiben stammt von Magdalena Beheim aus Nürnberg, das sie 1582 an ihren Bräutigam nach Italien sendet, den sie sehnsüchtig zu Hause erwartet, das letzte von Käthe Kollwitz, 1944 an Sohn und Schwiegertochter in Berlin gerichtet.
Man begegnet sehr unterschiedlichen Temperamenten, wie Johann Wolfgang Goethe, der Mutter Schillers Elisabeth Dorothea, Caroline Schlegel, Philipp Otto Runge, Caroline von Humboldt, Georg Büchner, Clara Wieck, Robert Schumann, Felix Mendelssohn, Theodor Storm, Franz Marc und Paula Becker.
Letztere schreibt 1900 an ihren Verlobten Otto Modersohn: Alle hier sind beflügelt von einer Festfreude und der innere Sonnenschein, den ein jeder in sich trägt, der macht goldene Brücken. Ich wärme mich an diesem Stück Christentum und nehme es entgegen wie ein Märlein. Und es ist ein Fest für Frauen, denn diese Mutterbotschaft lebt ja immer noch weiter in jedem Weibe, das ist alles so heilig. Das ist ein Mysterium, das für mich tief und undurchdringlich und zart und allumfassend ist ...
Eine herzliche Einladung also von den Mitgliedern des Fördervereins Dichterstätte Sarah Kirsch, sich an diesem vorweihnachtlichen Nachmittag des 22. 12. 07 ab 14.30 Uhr der Briefkultur von Männern und Frauen verschiedener Zeiten hinzugeben.
Heidelore Kneffel
